Von Michael Neudecker

Die Eishockey-WM in der Slowakei hat Momente hervorgebracht, an die man sich noch länger erinnern wird. Darunter ein deutscher Torwart, ein finnischer Schaufel-Artist und ein russischer Rüpel.

Die Eishockey-WM in Kosice und Bratislava ging am späten Sonntagabend zu Ende. Es war aus deutscher Sicht eine erfolgreiche Veranstaltung, aber auch sonst eine interessante WM - fünf Gründe, warum man sich an dieses Turnier erinnern wird.

Supporters of the Czech Republic react during their team's semi-final match against Sweden at the Ice Hockey World Championships in Bratislava Bild vergrößern

Fans.  (© REUTERS)

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My sme tu doma

Jede Fangemeinde hat ihre Schlachtrufe, und was die Slowaken betrifft, so hatten sie während dieser WM zwei, die täglich in einer wirklich beeindruckenden Lautstärke und Geschlossenheit in die Arena in Bratislava gebrüllt wurden. "Slovenskooo, heja, heja, heja Slovenskooo", das war der eine, eher typisch für Sporthallen, eingänglich in Melodie und Text.

Der andere war ein Sprechgesang, was die Wucht seiner Aussage noch verstärkte: "My sme tu doma!", das bedeutet in etwa: "Wir sind hier zuhause!" Die Slowaken riefen das immer, auch wenn die slowakische Mannschaft a) mal wieder zurücklag oder b) gar nicht spielte.

Dass sie ausgerechnet jetzt, zuhause, in Glen Hanlon einen komischen kanadischen Kauz als Cheftrainer hatten, den sie natürlich auch für das mäßige Abschneiden (Aus nach der Zwischenrunde) verantwortlich machten, war aber nicht so schön.

Auch nicht schön: Am Ende riefen die ebenfalls zahlreichen und die beinahe gleiche Sprache sprechenden tschechischen Fans dauernd "My sme tu doma". Da waren die Slowaken schon raus und die Tschechen im Halbfinale.

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