Mannheim übernimmt Tabellenführung

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Nathan Robinson von Köln (li.) und der Mannheimer Steven Wagner: Zweikampf um die Tabellenspitze

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Eishockey, DEL: Die Kölner Haie haben beim Comeback von Routinier Marco Sturm in der Deutschen Eishockey Liga das Spitzenspiel gegen die Adler Mannheim verloren. Die Rheinländer unterlagen dem Vizemeister am Dienstagabend mit 2:3 (1:0, 0:0, 1:3) und mussten damit ihre Tabellenführung an die Gäste abgeben. John Tripp hatte Köln in der sechsten Minute in Führung gebracht, Christoph Ullmann mit einem Doppelschlag (50./53.) und Yanick Lehoux (55.) drehten die Partie vor 11 184 Zuschauern. Charles Stephens konnte 50 Sekunden vor Ende nur noch den Anschlusstreffer für die Kölner erzielen. Der 34 Jahre alte Sturm hatte vergangenes Wochenende einen Vertrag bei den Haien unterschrieben. Seit 1997 war er in der nordamerikanischen Profiliga aktiv, weist mit 1006 Partien die meisten NHL-Partien eines deutschen Profis auf und war während des Lockouts 2004/05 für den ERC Ingolstadt in der DEL aufgelaufen. Nach der Führung durch Tripp, der zuletzt bei der verpassten Olympia-Qualifikation des deutschen Teams vermisst worden war, brachten sich die Haie mit zwei Zeitstrafen kurz vor dem 1:1 selbst aus dem Spiel. Vor der Partie wurde Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin verabschiedet. Der frühere Fußballprofi beginnt seine neue Tätigkeit als Geschäftsführer von Werder Bremen am 15. Februar.

Handball, Bundesliga: Der HSV Hamburg hat in seinem ersten Handball- Bundesligaspiel des Jahres einen wichtigen Heimerfolg verbuchen können. Am Dienstagabend feierte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb einen 31:19 (16:10)-Erfolg gegen den SC Magdeburg. Damit schoben sich die Norddeutschen vorläufig auf den fünften Tabellenplatz. Vor 8093 Zuschauern in der O2 World war Hans Lindberg (9/5) bester Hamburger Werfer. Bereits nach 15 Minuten lagen die Hamburger mit 9:3 in Führung. Großen Anteil daran hatte Torwart Johannes Bitter, der bis dahin etliche Würfe der Magdeburger abwehren konnte. "Es lief schon gut", sagte der Keeper, der insgesamt 15 Würfe entschärfte. "Wir wollen hohen Siege, das war heute der erste Schritt." Zwar ließen die Gastgeber danach drei Treffer in Serie zu, setzten sich aber dank konsequenter Chancenauswertung bis zur Pause wieder auf sechs Tore ab. Magdeburg konnte dem HSV auch im zweiten Durchgang kaum Paroli bieten. Nachdem Blazenko Lackovic in der 46. Minute zum 25:15 traf, war die Partie entschieden.

BVB, Robert Lewandowski: Topstürmer Robert Lewandowski vom Double-Gewinner Borussia Dortmund muss nach seiner Roten Karte im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV (1:4) drei Spiele pausieren. Diese Sperre sprach das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag aus. Der BVB kündigte umgehend einen Einspruch gegen das Urteil an. Lewandowski, gemeinsam mit Mario Mandzukic (Bayern München) und Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) Führender der Torschützenliste (je 14 Treffer), hatte am Samstag an der Mittellinie den Hamburger Mittelfeldspieler Per Skjelbred hart attackiert. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) verwies den polnischen Nationalspieler des Feldes. Lewandowski (24) wird nach derzeitigem Stand gegen Eintracht Frankfurt am 16. Februar, bei Borussia Mönchengladbach am 24. Februar und gegen Hannover 96 am 2. März fehlen. Allerdings will der BVB vor dem DFB-Sportgericht für eine Verkürzung der Sperre kämpfen. "Wir halten dieses Urteil für überzogen und wollen eine mündliche Verhandlung", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

BVB, Champions League: Borussia Dortmund kann im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) bei Schachtjor Donezk möglicherweise wieder auf Nationalspieler Marcel Schmelzer zurückgreifen. Dafür werden Trainer Jürgen Klopp die beiden Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan (Zehenprellung) und Kevin Großkreutz (Verdacht auf Lungenentzündung) fehlen, die im Gegensatz zu Schmelzer den Flug in die Ukraine am Dienstag nicht antraten. Außenverteidiger Schmelzer hatte dem BVB bei der 1:4-Heimpleite gegen den Hamburger SV wegen einer Rachenentzündung ebenso gefehlt wie Großkreutz. Gündogan war erst in der 66. Minute eingewechselt worden. Großkreutz hatte sich am Donnerstag zur Behandlung seiner gesundheitlichen Probleme in eine Klinik begeben. Am Samstag hatte der 24-Jährige das Krankenhaus vorübergehend verlassen und das Spiel seiner Elf am heimischen Bildschirm verfolgen können, bevor er wieder zur stationären Beobachtung ins Hospital zurückkehrte.

FC Bayern, Pep Guardiola: Der spanische Nationalspieler Andres Iniesta hat Bayern München zur Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola gratuliert. "Das wird etwas Tolles und sehr Schönes für die Bayern-Spieler werden. Auch die Fans können sich darauf freuen, einen Trainer wie Pep zu haben. Es kommt etwas Wunderbares auf sie zu", sagte der 28-Jährige, der beim FC Barcelona vier Jahre lang unter Guardiola gespielt hatte, im Gespräch mit der Bild: "Er ist jemand, der sich zu 100 Prozent mit dem identifiziert, was er tut." Guardiola habe beim deutschen Meister zudem beste Möglichkeiten, seine Philosophie umzusetzen. "Bayern hat sehr gute Spieler und einen Spielstil, der allen entgegenkommen wird", sagte der Welt- und Europameister Iniesta. Die Spielidee unterscheide sich nicht erheblich von der Barca-Philosophie. "Sie ist unserer sehr ähnlich. Es geht viel um Ballbesitz, und die Qualität der Spieler ist ebenfalls sehr hoch", sagte Iniesta: "Es wird nicht schwierig werden. Er wird einen großartigen Klub trainieren, das war's."

Tennis, WTA-Tour: Tennisprofi Mona Barthel hat ihren Siegeszug auf der WTA-Tour fortgesetzt und auch die deutsche Nummer eins Angelique Kerber klar bezwungen. Die Weltrangliste-32. aus Bad Segeberg setzte sich in Doha/Katar in der zweiten Runde gegen die an Nummer fünf gesetzte Kerber mit 6:1, 6:2 durch und feierte ihren siebten Sieg in Serie. Paris-Siegerin Barthel (22) machte nach 61 Minuten den Einzug ins Achtelfinale der mit 2.369.000 Dollar (ca. 1.770.000 Euro) dotierten Veranstaltung perfekt. Sie trifft in der Runde der letzten 16 auf Sorana Cirstea (Rumänien) oder die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 10). Für Kerber, die nach den Australian Open in Melbourne wegen einer Rückenverletzung pausieren musste und auch ihren Einsatz beim Fed-Cup-Duell mit Frankreich (3:1) abgesagt hatte, war es im dritten Match gegen Barthel die zweite Niederlage. Barthel, in der ersten Runde Siegerin gegen Julia Putinzewa (Kasachstan), bleibt dagegen in der Erfolgsspur. Sie nahm ihrer 25 Jahre alten Kontrahentin im Laufe der Partie fünfmal den Aufschlag ab. Kerber glückte dagegen nur ein Break.

Tennis, ATP-Turnier in Rotterdam: Davis-Cup-Spieler Tobias Kamke (26) hat beim ATP-Turnier in Rotterdam das Achtelfinale verpasst. Der Lübecker unterlag bei der mit rund 1,3 Millionen Euro dotierten Hartplatzveranstaltung in der ersten Runde dem Franzosen Julien Benneteau mit 3:6, 2:6. Nach dem Aus des Weltranglisten-90., der für den erkrankten Michael Llodra (Frankreich) in das Hauptfeld gerückt war, ist aus deutscher Sicht nur noch Qualifikant Matthias Bachinger im Rennen. Der Münchner trifft am Mittwoch auf den an Nummer sechs gesetzten Andreas Seppi aus Italien. Vor Kamke hatten bereits am Montag Florian Mayer (Bayreuth) und Daniel Brands (Deggendorf) ihre Auftaktpartien verloren.

Handball, DHB-Pokal: Der achtmalige Handball-Pokalsieger THW Kiel trifft im Halbfinale des Final Four auf MT Melsungen. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Hamburg. "Das ist ein hochklassiges Duell, Melsungen hat den THW schon einmal geschlagen", sagte Experte Stefan Kretzschmar beim TV-Sender Sport1. Als zweite Begegnung loste Box-Europameisterin Ina Menzer die SG Flensburg-Handewitt gegen Lokalmatador HSV Hamburg für das Turnier am 13./14. April in der Hansestadt aus.

Fußball, U 17: Die U17-Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben den Algarve Cup gewonnen. Im dritten und letzten Spiel reichte der Mannschaft von DFB-Trainer Stefan Böger in Bela Vista ein 1:1 (0:1) gegen Gastgeber Portugal. Der eingewechselte Tim Bodenröder (73.) vom FC Schalke 04 erzielte den Ausgleich, zuvor hatte Macedo (29.) die Portugiesen in Führung gebracht. "In einem weniger guten Spiel haben wir stets daran geglaubt, dass wir uns die eine Torchance erarbeiten können. Wir haben uns dann mit dem Ausgleich belohnt", sagte Böger. Zuvor hatte die deutsche Mannschaft gegen die Niederlande (3:1) und Titelverteidiger England (2:1) gewonnen.

Olympische Spiele, Doping: Die IOC-Exekutive hat dem russischen Gewichtheber Oleg Perepetschenow nachträglich dessen Bronze-Medaille von den Olympischen Spielen 2004 in Athen wegen Dopings aberkannt. Bei Nachuntersuchungen der eingefrorenen Dopingproben des Athleten seien Spuren des verbotenen Mittels Clenbuterol gefunden worden, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag in Lausanne mit. Das Nationale Olympische Komitee Russlands wurde aufgefordert, Perepetschenows Medaille in der Klasse bis 77 Kilogramm so schnell wie möglich ans IOC zurückschicken. Über den Nachrücker will das IOC zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Der Türke Reyhan Arabacioglu hatte in Athen Platz vier belegt.

Eisschnelllauf, WM: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein bangt um ihren Einsatz bei der Mehrkampf-WM am Wochenende im norwegischen Hamar. Die 40-Jährige klagte am Dienstag über Fieber, Husten und Halsschmerzen, sie musste ihr Training absagen. "Ich werde am Mittwochabend entscheiden, ob ich am Donnerstag in den Flieger nach Norwegen steige", sagte die Berlinerin.

Bundesliga, möglicher Wechsel: Der VfB Stuttgart ist auch nach einer ersten Absage von Hertha BSC weiter an Berlins Stürmer Pierre-Michel Lasogga interessiert. "Wir werden ihn im Blick behalten", sagte VfB-Sportdirektor Jochen Schneider den Stuttgarter Nachrichten. Wie Hertha-Manager Michael Preetz am Rand des Zweitliga-Derbys gegen den 1. FC Union (2:2) bestätigte, hatten die kriselnden Schwaben bereits in der Winterpause versucht, den U21-Nationalspieler zu verpflichten. "Das kann ich so bestätigen. Das Gesamtpaket wäre vier Millionen Euro gewesen", sagte Preetz in Sky. Lasogga spielt für den Aufstiegsfall in den Hertha-Planungen eine wichtige Rolle. "Seine Zeit wird kommen", meinte Preetz. Deshalb habe Hertha trotz der angespannten finanziellen Situation die Stuttgarter Offerte abgelehnt: "Es geht uns nicht rosig. Aber uns geht es nicht so schlecht, dass wir einen Hoffnungsträger mitten in der Saison für diese Bedingungen abgeben müssen", ergänzte der Hertha-Manager. Der 21-jährige Lasogga, der zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses lange pausieren musste, hat bei der Hertha noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Derzeit kämpft der ehrgeizige Stürmer in Berlin wieder um den Anschluss an die Stammelf.

Skispringen, Weltcup in Klingenthal: Lokalmatador Richard Freitag hat in der Qualifikation zum Weltcup-Springen in Klingenthal mit 141,5 Metern überzeugt. Damit unterstrich er am Dienstag seine Ambitionen für einen Podiumsplatz. Zweitbester war der Japaner Taku Takeuchi vor dem Österreicher Manuel Fettner. Bundestrainer Werner Schuster kann im Springen am Mittwoch auch auf die qualifizierten Andreas Wank, Andreas Wellinger, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Karl Geiger und Severin Freund setzen. Den Schanzenrekord in der Vogtland-Arena hält immer noch Michael Uhrmann, der am 2. Februar 2011 bei 146,5 Metern landete.