Eishockey Krefelder Pinguine gewinnen das Verfolgerduell gegen Kölner Haie

Es war ein packendes Duell, aus dem die Pinguine mit 6:5 (2:1, 2:3, 2:1) als Sieger hervorgegangen sind. Damit schoben sie sich auf Platz Zwei der Tabelle vor die Konkurrenten aus Köln. Die Hamburg Freezers verteidigten beim EHC München erfolgreich den vierten Platz. Die Ergebnisse des 32. Spieltags im Überblick.

Sportnachrichten in Kürze

Eishockey, Deutsche Liga: Die Krefeld Pinguine haben das Verfolgerduell der Deutschen Eishockey Liga gewonnen und sind nun, zum Jahreswechsel der Tabellenspitze ganz nah. Am 32. Spieltag siegte die Mannschaft um NHL-Star Christian Ehrhoff in einem packenden Duell bei den Kölner Haien mit 6:5 (2:1, 2:3, 2:1) und schob sich mit nunmehr 59 Punkten an den Haien (57) vorbei auf Platz Zwei.

Mit einem Sieg am Sonntag gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin kann Krefeld an Spitzenreiter Adler Mannheim (60) vorbei ziehen, der derzeit beim Spengler Cup in der Schweiz im Einsatz ist. Köln hat allerdings zwei Spiele weniger als die beiden Konkurrenten bestritten.

In den anderen Verfolgerduellen holte Meister Berlin (54) durch den 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)-Sieg gegen den ERC Ingolstadt im dritten Vergleich seine ersten Punkte gegen die Panther in der laufenden Saison, während die Hamburg Freezers (56) dank eines 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) beim EHC München den vierten Platz erfolgreich verteidigten.

Lubor Dibelka (links) und Felix Petermann (mitte) vom EHC Red Bull München in Aktion mit Thomas Dolak von den Hamburg Freezers.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Im Tabellenkeller geht der freie Fall der Düsseldorfer EG indes ungebremst weiter. Das Schlusslicht unterlag bei den Straubing Tigers mit 1:4 (0:2, 1:2, 0:0) und kassierte bereits die zehnte Pleite in Serie. Dagegen beendeten die Hannover Scorpions ihre Niederlagenserie. Den Niedersachsen gelang bei den Iserlohn Roosters ein 5:4 (2:2, 2:1, 1:1)-Erfolg, nachdem sie zuvor drei Partien in Folge verloren hatten. Durch den Auswärtssieg liegen die Scorpions mit 47 Zählern nur noch drei Punkte hinter Ingolstadt (50) und einem direkten Play-off-Platz.

Ebenfalls auf Tuchfühlung zu den ersten sechs Plätzen bleiben die Nürnberg Ice Tigers (46). Die Franken feierten beim 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) gegen den EHC Wolfsburg bereits den dritten Sieg im sechsten Spiel unter Trainer Bengt-Ake Gustafsson.

Wintersport, Skispringen: Martin Schmitt hat sich mit einem überraschenden Sieg das Ticket für seine 17. Teilnahme an der Vierschanzentournee gesichert. Der 34 Jahre alte Ex-Weltmeister aus Furtwangen gewann am Freitag im zweitklassigen Continental-Cup in Engelberg/Schweiz nach einer starken Vorstellung mit Bestweiten in beiden Durchgängen deutlich. "Ich freue mich über den Sieg und auf die Vierschanzentournee. Es war gut, in Engelberg noch einmal Wettkampfpraxis zu sammeln", sagte Schmitt.

Der Team-Olympiasieger von 2002 sprang auf der Titlisschanze in der Schweiz auf 135,0 und 133,5 Meter und gewann mit 263,8 Punkten klar vor dem Polen Stefan Hula (253,5). Dritter wurde Felix Schoft (Partenkirchen/251,8), der sich die Tournee-Nominierung ebenfalls verdiente. Den dritten noch freien deutschen Startplatz sicherte sich Daniel Wenig (Berchtesgaden). Beim Auftaktspringen in Oberstdorf am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF und Liveticker bei SZ.de) gehen zwölf DSV-Adler über den Bakken. Angeführt wird das Aufgebot vom Mitfavoriten Severin Freund (Rastbüchl). Beim ersten Springen in Engelberg hatte Schmitt am Donnerstag als bester Deutscher den sechsten Rang belegt. Der Altmeister, der 16 Mal in Folge an der Tournee teilnahm, kehrt nach fast genau einem Jahr ins Weltcupteam zurück. Zuletzt war er am 1. Januar in Garmisch-Partenkirchen Teil der Mannschaft. In der Vorsaison hatte der Schwarzwälder die Tournee nach schwachen Leistungen bereits nach zwei Springen beenden müssen.

Fußball, England: Der englische Premier-League-Klub FC Sunderland hat mit einem ungewöhnlichen Ausschluss von Fans gegen regelwidriges Verhalten auf den Tribünen durchgegriffen. Weil vereinzelte Anhänger trotz des Stehplatzverbots in englischen Fußballstadien zuletzt häufiger auf ihren Tribünenplätzen standen, zog der Klub nun die Dauerkarten von 38 Fans ein. "Wir wollen den Fans nicht ihr Erlebnis verderben, aber wir haben auch rechtliche Verpflichtungen, die wir befolgen müssen", sagte der Sicherheitsverantwortliche Paul Weir. Ein Foto auf Twitter zeigt einen Sitzplatz im Stadion des FC, auf dem ein Papier mit der Aufschrift "Diese Dauerkarte wurde wegen ständigen Stehens eingezogen" angebracht ist. Zuletzt hatte der Verein seine Anhänger mehrfach auf die Vorgaben hingewiesen. Das Stehplatzverbot in englischen Stadien wurde nach der Hillsborough-Katastrophe von 1989 eingeführt, bei der im FA-Cup-Halbfinale zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest 96 Menschen in einem überfüllten Liverpool-Block in Sheffield erdrückt worden waren.

Tennis der Männer: Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ist erfolgreich in die heiße Vorbereitung auf die neue Tennis-Saison gestartet. Der Serbe gewann am Freitag in Abu Dhabi 6:0, 6:3 gegen den Spanier David Ferrer und zog damit als erster Spieler in das Finale des Schauturniers ein. Im Endspiel am Samstag trifft Djokovic entweder auf seinen Landsmann Janko Tipsarevic oder den Spanier Nicolas Almagro.

Bayer Leverkusen, Rudi Völler: Der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler hat seinem Verein Bayer Leverkusen ewige Treue geschworen. "Ich war hier schon Spieler, Trainer und jetzt Sportchef. Der Verein ist mir so ans Herz gewachsen. Ich habe noch bis 2017 Vertrag. Im meiner Funktion kann ich mir im Moment nicht vorstellen, noch mal woanders zu arbeiten", sagte der Bayer-Sportchef der Bild-Zeitung. Nach seiner Karriere will der 52-Jährige wahrscheinlich nach Italien ziehen. Auf die Frage, ob er mit 60 Jahren nach Rom übersiedelt, sagte Völler: "Konkret kann ich dazu heute nichts sagen. Das ist möglich, wird aber eher mit 70 sein." Völler war beim AS Rom fünf Jahre als Spieler (1987 bis 1992) und 2004 für knapp einen Monat als Trainer tätig und ist mit einer Italienerin verheiratet. In Leverkusen spielte er ab 1994 zum Karriere-Abschluss als Profi für zwei Jahre, seitdem ist er Sportdirektor bei Bayer - unterbrochen nur von seiner Zeit als Teamchef der Nationalmannschaft (2000 bis 2004) und dem kurzen Intermezzo bei der Roma. In den Spielzeiten 2000/2001 und 2005/06 sprang er bei Bayer zudem als Interimstrainer ein.