Der ehemalige Fußball-Weltmeister fühlt sich mal wieder ungerecht behandelt. Deswegen lässt er seinen Verein im Abstiegskampf im Stich und beendet seine Karriere.

Der frühere Fußball-Nationalspieler Andreas Möller hat seine Karriere beendet. Die Verantwortlichen des abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt haben den Vertrag Möllers am Dienstagvormittag mit sofortiger Wirkung aufgelöst und entsprachen damit dem Wunsch des 36-Jährigen.

Andreas Möller zieht das Eintracht-Trikot endgültig aus. (© Foto: dpa)

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"Der Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat sich zusammen mit Trainer Willi Reimann eingehend mit dem Wunsch von Herrn Möller beschäftigt, seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt aufzulösen. Nach Abwägung aller Argumente beschloss der Vorstand, den Vertrag aufzulösen. Wir bedauern den von Herrn Möller eingeleiteten Schritt", erklärten die Hessen in einer Pressemitteilung.

Auf dem Abstellgleis

Möller, der nach einem Interview seines Beraters Klaus Gerster bei den Hessen aufs Abstellgleis geraten war, hatte am Montag den Frankfurter Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen um die Auflösung des bis zum Saisonende datierten Vertrags gebeten. "Die Situation war so nicht mehr tragbar", sagte Möller.

In der vergangenen Woche hatte Gerster in einem Interview mit der Sport-Bild Trainer Reimann für den Umgang mit dem 85-maligen Nationalspieler heftig kritisiert. Gerster warf Reimann vor, "stil- und respektlos" mit dem Welt- und Europameister umzugehen. Als Retourkutsche hatte der Eintracht-Coach den Berater als "Schmutzfink" und "ganz, ganz dummen Menschen" bezeichnet.

Bohrende Fragen

Beim 3:1-Erfolg gegen Gladbach am Samstag war Möller daraufhin erst in der 90. Minute eingewechselt worden und musste sich im Anschluss bohrende Fragen von den Journalisten gefallen lassen.

Aus diesem Grund gab der ehemalige Schalker und Dortmunder Bundesliga-Profi gegenüber Bruchhagen an, er wolle "im Sinne der Eintracht" seinen Vertrag zurückgeben und auch den Anschlussvertrag für die kommenden Saison als Vorstands-Assistent auflösen.

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(sueddeutsche.de/sid)