Entscheidungen in Europas Fußball-Ligen Real Madrid knackt die 100-Punkte-Marke
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Rekordsieg: Real Madrid sammelt als erste Mannschaft 100 Punkte in einer Spielzeit. Manchester City holt sich in letzter Sekunde die erste Meisterschaft seit 44 Jahren - punktgleich mit dem Stadtrivalen United. Juventus Turin beendet die Saison mit einem Sieg, Salzburg ist österreichischer Meister.
Der bereits zuvor als Meister feststehende spanische Fußball-Klub Real Madrid hat am letzten Spieltag der Primera División 4:1 (2:0) gegen RCD Mallorca gewonnen. Durch den Erfolg sind die Königlichen die erste Mannschaft in der Geschichte der ersten spanischen Liga, die 100 Punkte in einer Saison erreicht hat. Es war zudem der 32. Saisonsieg für die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho - ebenso ein neuer Bestwert wie die 121 Treffer, die Real in den 38 Ligaspielen erzielte.
Der deutsche Nationalspieler Mesut Özil verhalf Real Madrid mit zwei Toren zum Rekordsieg in der Primera División.
(Foto: dpa)Cristiano Ronaldo (19. Minute), Karim Benzema (23.) und der deutsche Nationalspieler Mesut Özil (49./58.) halfen mit ihren Toren am letzten Spieltag zudem, den schon zuvor erreichten Rekord auf 121 Treffer zu schrauben. Gonzalo Castro traf für Mallorca (52.). Özils Teamkollege Sami Khedira spielte bei Real durch.
Gewaltigen Anteil an den Rekorden hat Superstar Ronaldo. Nach seinem 47. Saisontor hat er diese Spielzeit gegen jeden Liga-Gegner mindestens einmal getroffen. Zum Torschützenkönig reichte es aber nicht. Lionel Messi vom FC Barcelona blieb mit 50 Toren unerreichbar. Trotz einer mäßigen Leistung beim 2:2 gegen Betis Sevilla am Samstagabend und keinem eigenen Treffer sicherte sich der Argentinier diese Auszeichnung souverän.
Dramatisch war es im Tabellenkeller. Am Ende standen Racing Santander, Sporting Gijon und Champions-League-Teilnehmer FC Villarreal als Absteiger fest. Real Saragossa rettete sich durch ein 2:0 beim FC Getafe dagegen ebenso wie Rayo Vallecano durch einen Last-Minute-Treffer von Raul Tamudo (90.+1) beim 1:0 gegen den FC Granada. Villarreal verspielte den Klassenverbleib mit dem 0:1 gegen Europa-League-Sieger Atletico Madrid. Radamel Falcao schoss in der 88. Minute das entscheidende Tor.
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England: Erster Titel für Manchester City seit 44 Jahren
In der Premier League hatte Manchester City bis zur Nachspielzeit gegen die Queens Park Rangers 1:2 zurückgelegen, der große Konkurrent Manchester United war zu diesem Zeitpunkt durch den 1:0-Sieg gegen Sunderland vorbeigezogen. City fehlten zwei Tore zum schon sicher geglaubten ersten Meistertitel seit 44 Jahren.
Auf den Rängen verzweifelten die Fans, auf dem Rasen schafften die Spieler in hellblau noch die Sensation - und schossen die zwei Tore zum 3:2 in den fünf Zusatzminuten. Es war der Meistertitel für die Citizens, der insgesamt dritte nach 1937 und 1968.
Punktgleich waren die Stadtrivalen aus Manchester in die letzte Partie gegangen, City hatte lediglich die bessere Tordifferenz. Torjäger Wayne Rooney (20. Minute) schoss United zum Sieg bei AFC Sunderland - der sollte am Ende aber ohne Wert sein.
Pablo Zabaleta (39.) hatte die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini in Führung gebracht, doch Djibril Cisse (48.) und Jamie Mackie (68.) drehten die Partie zunächst für QPR. United glaubte im Fernduell schon an den 20. Titel, doch dann kam die Nachspielzeit. Der eingewechselte ehemalige Wolfsburger Edin Dzeko (90.+1) und der Argentinier Sergio Agüero (90.+5) schafften die kaum mehr für möglich gehaltene Wende und schossen City zum Titel.
Es ist das erste Mal in der Geschichte der Premier League, dass der Meister nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gekürt wird. "Der Fußball ist verrückt. So ein Finale habe ich noch nie erlebt. Es ist fantastisch, unglaublich. Wir haben uns diese Meisterschaft verdient", sagte Mancini nach der Partie. "Ich will sagen, dass es der beste Moment meines Lebens ist. Aber stattdessen sage ich: Bitte, bitte nie wieder! So etwas will ich nicht noch einmal durchmachen", sagte City-Kapitän Vincent Kompany mit Tränen in den Augen.
Für United bleibt die Vizemeisterschaft und die erneute Teilnahme an der Champions League, die auch der FC Arsenal schaffte. Die Gunners gewannen 3:2 (2:2) bei West Bromwich Albion und behaupteten den dritten Platz vor Tottenham Hotspur, die den FC Fulham 2:0 besiegten. Die Spurs haben die Möglichkeit, über die Qualifikation als viertes englisches Team die Königsklasse zu erreichen.
Sollte der FC Chelsea (2:1 gegen die Blackburn Rovers) allerdings das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern gewinnen, wären sie das vierte Team und Tottenham muss in die Europa League. An der wird auch der Fünfte Newcastle United (1:3 beim FC Everton) teilnehmen.
Die Absteiger aus der Premier League heißen Bolton Wanderers, Blackburn Rovers und Wolverhampton Wanderers. Der FC Reading und der FC Southampton stehen bereits als erste beiden Aufsteiger fest. Der dritte Aufsteiger wird noch zwischen West Ham United und dem FC Blackpool ausgespielt.
Der italienische Fußball-Erstligist Udinese Calcio hat sich letzten Spieltag der Serie A die Berechtigung zu Qualifikationsspielen für die Champions League gesichert. Die Norditaliener gewannen am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel bei Catania Calcio 2:0 (1:0), sicherten den dritten Tabellenplatz und konnten somit aus eigener Kraft alles klar machen.
Lazio Rom konnte mit einem 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen Inter Mailand zwar den vierten Platz festigen, muss sich in der nächsten Spielzeit aber mit der Teilnahme an der Europa League begnügen. Fünfter in der Endabrechnung ist der SSC Neapel. Die Neapolitaner gewannen zum Abschluss ihr Heimspiel gegen den AC Siena 2:1 (2:1). Inter als Sechster hat trotz der Niederlage in Rom einen Europa-League-Platz, weil Juventus Turin und Neapel das Pokalfinale bestreiten. Dritter Absteiger ist US Lecce. Lecce verlor am 38. Spieltag 0:1 (0:0) bei Chievo Verona und beendete die Saison als 16. Dagegen konnte sich FC Genua durch einen 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen US Palermo den 15. Rang und damit den Klassenerhalt sichern.