Dortmund reagiert auf Strafe BVB kündigt Einspruch gegen Lewandowski-Sperre an

Strafe im Spiel gegen Hamburg: Robert Lewandowski sieht die Rote Karte

(Foto: REUTERS)

Robert Lewandowski wird vom Sportgericht des DFB drei Spiele gesperrt, der BVB hält das für überzogen. Andrés Iniesta gratuliert Bayern München zur Verpflichtung von Pep Guardiola, Richard Freitag gewinnt die Qualifikation in Klingenthal, Inter Mailand muss 15.000 Euro Strafe zahlen.

Sportnachrichten in Kürze

BVB, Robert Lewandowski: Topstürmer Robert Lewandowski vom Double-Gewinner Borussia Dortmund muss nach seiner Roten Karte im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV (1:4) drei Spiele pausieren. Diese Sperre sprach das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag aus. Der BVB kündigte umgehend einen Einspruch gegen das Urteil an. Lewandowski, gemeinsam mit Mario Mandzukic (Bayern München) und Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) Führender der Torschützenliste (je 14 Treffer), hatte am Samstag an der Mittellinie den Hamburger Mittelfeldspieler Per Skjelbred hart attackiert. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) verwies den polnischen Nationalspieler des Feldes. Lewandowski (24) wird nach derzeitigem Stand gegen Eintracht Frankfurt am 16. Februar, bei Borussia Mönchengladbach am 24. Februar und gegen Hannover 96 am 2. März fehlen. Allerdings will der BVB vor dem DFB-Sportgericht für eine Verkürzung der Sperre kämpfen. "Wir halten dieses Urteil für überzogen und wollen eine mündliche Verhandlung", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

BVB, Champions League: Borussia Dortmund kann im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) bei Schachtjor Donezk möglicherweise wieder auf Nationalspieler Marcel Schmelzer zurückgreifen. Dafür werden Trainer Jürgen Klopp die beiden Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan (Zehenprellung) und Kevin Großkreutz (Verdacht auf Lungenentzündung) fehlen, die im Gegensatz zu Schmelzer den Flug in die Ukraine am Dienstag nicht antraten. Außenverteidiger Schmelzer hatte dem BVB bei der 1:4-Heimpleite gegen den Hamburger SV wegen einer Rachenentzündung ebenso gefehlt wie Großkreutz. Gündogan war erst in der 66. Minute eingewechselt worden. Großkreutz hatte sich am Donnerstag zur Behandlung seiner gesundheitlichen Probleme in eine Klinik begeben. Am Samstag hatte der 24-Jährige das Krankenhaus vorübergehend verlassen und das Spiel seiner Elf am heimischen Bildschirm verfolgen können, bevor er wieder zur stationären Beobachtung ins Hospital zurückkehrte.

FC Bayern, Pep Guardiola: Der spanische Nationalspieler Andres Iniesta hat Bayern München zur Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola gratuliert. "Das wird etwas Tolles und sehr Schönes für die Bayern-Spieler werden. Auch die Fans können sich darauf freuen, einen Trainer wie Pep zu haben. Es kommt etwas Wunderbares auf sie zu", sagte der 28-Jährige, der beim FC Barcelona vier Jahre lang unter Guardiola gespielt hatte, im Gespräch mit der Bild: "Er ist jemand, der sich zu 100 Prozent mit dem identifiziert, was er tut." Guardiola habe beim deutschen Meister zudem beste Möglichkeiten, seine Philosophie umzusetzen. "Bayern hat sehr gute Spieler und einen Spielstil, der allen entgegenkommen wird", sagte der Welt- und Europameister Iniesta. Die Spielidee unterscheide sich nicht erheblich von der Barca-Philosophie. "Sie ist unserer sehr ähnlich. Es geht viel um Ballbesitz, und die Qualität der Spieler ist ebenfalls sehr hoch", sagte Iniesta: "Es wird nicht schwierig werden. Er wird einen großartigen Klub trainieren, das war's."

Handball, DHB-Pokal: Der achtmalige Handball-Pokalsieger THW Kiel trifft im Halbfinale des Final Four auf MT Melsungen. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Hamburg. "Das ist ein hochklassiges Duell, Melsungen hat den THW schon einmal geschlagen", sagte Experte Stefan Kretzschmar beim TV-Sender Sport1. Als zweite Begegnung loste Box-Europameisterin Ina Menzer die SG Flensburg-Handewitt gegen Lokalmatador HSV Hamburg für das Turnier am 13./14. April in der Hansestadt aus.

Bundesliga, möglicher Wechsel: Der VfB Stuttgart ist auch nach einer ersten Absage von Hertha BSC weiter an Berlins Stürmer Pierre-Michel Lasogga interessiert. "Wir werden ihn im Blick behalten", sagte VfB-Sportdirektor Jochen Schneider den Stuttgarter Nachrichten. Wie Hertha-Manager Michael Preetz am Rand des Zweitliga-Derbys gegen den 1. FC Union (2:2) bestätigte, hatten die kriselnden Schwaben bereits in der Winterpause versucht, den U21-Nationalspieler zu verpflichten. "Das kann ich so bestätigen. Das Gesamtpaket wäre vier Millionen Euro gewesen", sagte Preetz in Sky. Lasogga spielt für den Aufstiegsfall in den Hertha-Planungen eine wichtige Rolle. "Seine Zeit wird kommen", meinte Preetz. Deshalb habe Hertha trotz der angespannten finanziellen Situation die Stuttgarter Offerte abgelehnt: "Es geht uns nicht rosig. Aber uns geht es nicht so schlecht, dass wir einen Hoffnungsträger mitten in der Saison für diese Bedingungen abgeben müssen", ergänzte der Hertha-Manager. Der 21-jährige Lasogga, der zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses lange pausieren musste, hat bei der Hertha noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Derzeit kämpft der ehrgeizige Stürmer in Berlin wieder um den Anschluss an die Stammelf.

Skispringen, Weltcup in Klingenthal: Lokalmatador Richard Freitag hat in der Qualifikation zum Weltcup-Springen in Klingenthal mit 141,5 Metern überzeugt. Damit unterstrich er am Dienstag seine Ambitionen für einen Podiumsplatz. Zweitbester war der Japaner Taku Takeuchi vor dem Österreicher Manuel Fettner. Bundestrainer Werner Schuster kann im Springen am Mittwoch auch auf die qualifizierten Andreas Wank, Andreas Wellinger, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Karl Geiger und Severin Freund setzen. Den Schanzenrekord in der Vogtland-Arena hält immer noch Michael Uhrmann, der am 2. Februar 2011 bei 146,5 Metern landete.