Borussia Dortmund zeigt beim 3:0-Erfolg über Werder Bremen, wie wichtig es ist, sich um die kleinen Dinge zu kümmern. Den desolaten Bremern dagegen muss vor dem Spiel bei Real Madrid bange werden.
Diego Fernando Klimowicz scheint eine Vorliebe für den Film "An jedem verdammten Sonntag" zu haben. Darin gibt es eine Szene, in der die Hauptfigur Al Pacino eine Ansprache vor einer Football-Mannschaft hält.
Der Dortmunder Diego Klimowicz jubelt über seinen Treffer zum 2:0 (© Foto: ddp)
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"Im Großen und Ganzen kann jeder diesen Sport betreiben", sagt er. "Es geht um Zentimeter. Eine halbe Sekunde zu spät und Du schaffst es nicht. Ein Zentimeter zu kurz und Du schaffst es nicht. Kleine Zentimeter! Aber wenn man sie addiert, entscheiden sie über Sieg oder Niederlage."
Klimowicz setzte die Vorgabe Pacinos am Freitag beim 3:0-Sieg gegen Werder Bremen perfekt um. In der 22. Minute ging der Stürmer bei einem Kopfballduell im Mittelfeld bis an den Rand der Legalität. Er drückte, er schob, er zog - und leitete so das 1:0 ein.
Beim zweiten Treffer sieben Minuten später startete er genau richtig, um bei Blaszczykowskis Pass nicht ins Abseits zu laufen und allein vor Tim Wiese aufzutauchen. Beim 3:0 in der 32. Minute war Klimowicz nur am Torjubel beteiligt, aber auch in diesem Moment stand er perfekt - Torschütze Petric lief ihm nach dem Treffer genau in die Arme.
Es waren diese zehn Minuten, die das gesamte Spiel entschieden. "Das war die beste Viertelstunde, die ich in meiner Karriere beim BVB erleben durfte", sagte Dedé nach dem Spiel. "Wir kennen das neue Potenzial unserer Mannschaft und heute haben wir es perfekt umgesetzt."
Ideenlos und zweikampfschwach
Der SV Werder dagegen erlebte ein Déjà Vu: Wie schon gegen den FC Bayern am zweiten Spieltag fielen die Gegentreffer in Phasen, als Bremen versuchte, das Spiel in den Griff zu bekommen. "Es passiert nun schon zum zweiten Mal, dass innerhalb von 15 Minuten ein Spiel auf den Kopf gestellt wird", sagte Per Mertesacker nach dem Spiel.
Vorbei sind die Zeiten, als Sportredaktionen einen Feuilletonisten einstellen wollten, um die Schönheit des Offensivspiels zu preisen. Der Feuilletonist darf bleiben - aber nur, um einen vernünftigen Verriss zu schreiben.
Manager Klaus Allofs versuchte sich nach dem Spiel in dieser Rolle: "Wir waren nicht wach. Wir haben nicht clever gespielt. Wir haben uns durch kleine Fouls provozieren lassen. Das hat mit Cleverness und Disziplin zu tun." Und das vier Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Real Madrid. "Ich hoffe, dass wir dieses Spiel als Hinweis nehmen, konzentrierter zu spielen. Sonst kassiert man in Madrid noch eine Packung", so Allofs.
Der SV Werder präsentierte sich ohne sieben Stammspieler ideenlos und zweikampfschwach. Immer wieder nahmen die Borussen durch geschickte taktische Fouls das Tempo aus dem Spiel und trieben die Bremer Spieler zur Weißglut.
Der schwache Diego musste in der Halbzeit ausgewechselt werden, weil er kurz vor der Hinausstellung stand, in der 80. Minute sah Leon Andreasen nach einem Revanchefoul die rote Karte. "Klar sind da jeweils Fouls der Dortmunder vorausgegangen, aber damit müssen wir gelassener umgehen", sagte Klaus Allofs.
Torchance eiskalt verwerten
Borussia Dortmund dagegen ist nach dem durchwachsenen Saisonstart gar auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. "Es war wichtig, dass wir uns nicht von den zwei schlechten Ergebnissen am Anfang der Saison beeinflussen lassen haben", sagte Trainer Thomas Doll. "Wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, zu was wir imstande sind."
Es wäre noch zu früh, um von großen Zielen für Borussia Dortmund zu sprechen. Die Mannschaft kümmert sich derzeit um die kleinen Dinge: einen Zweikampf erfolgreich bestreiten, einen Pass konzentriert spielen, eine Torchance eiskalt verwerten - und damit ein Spiel gewinnen.
Diego Klimowicz wollte übrigens nichts zu seiner Leistung sagen. Vielleicht schämte er sich noch dafür, dass er zwei Minuten vor Spielende einen Ball frei vor Tim Wiese verstolperte. Vielleicht wollte er aber auch schnell nach Hause, um sich "An jedem verdammten Sonntag" noch einmal anzusehen.
- Fußball-Bundesliga Dortmund überrennt Bremen 14.09.2007
(sueddeutsche.de)
New Yorker Bürgermeister will XXL-Soft-Drinks verbieten
mal sehen wo Doll & Co Weihnachten stehen, schätze sie
brauchen viele Geschenke
Ich sag mal Dede
Mann, Mann, Mann! Wenn wir zur Zeit verlieren, dann aber auch richtig. Trotzdem - Schwarzgelb - freut Euch nicht zu früh. Freitagsabends seit Ihr eben besser als wir. In der Vorsaison habt Ihr uns da ja auch schon besiegt. Und das sogar im Weserstadion.
Natürlich müssen WIR GUTEN WERDERANER ganz schnell wieder die Kurve kriegen. Ein Unentschieden in Madrid wäre schon königlich, eine Revanche gegen Stuttgart überfällig.
In diesem Sinne:
Greenpete - Lebenslang Grün-Weiß
Die schön gesetzten Konter waren gut - Dede hervorragend, aber Bremen ist nur noch Durchschnitt. Die Aktionäre lassen sich auch nicht blenden. 1,80 zeigt der Kurs, der einst 11 Euro betrug. Ein Long Term Buy...
wir uns jetzt um das körpergewicht von herrn schmieder sorgen machen?;-)
servus