Nowitzki fordert Verstärkungen

Doping im Pferdesport /
Sportnachrichten in Kürze
/ Veröffentlicht am , im Sportticker

Nowitzki hofft, dass sich die Mavericks spätestens im Sommer verstärken werden, um wieder um den NBA-Titel zu spielen. "Dwight Howard und Chris Paul sind frei. Im nächsten Sommer sind ein paar Namen auf dem Markt. Da schauen wir, ob wir die zu uns holen können", sagte der 2,13-m-Riese, der 2011 mit den Mavericks den Titel in der NBA gewonnen hatte und als wertvollster Spieler (MVP) der Finalrunde ausgezeichnet worden war.

Fußball, Charles Takyi: Der frühere Bundesliga-Fußballer Charles Takyi hat nach monatelanger Suche einen neuen Verein gefunden. Der Deutsch-Ghanaer unterschrieb bis Saisonende beim dänischen Erstligisten AC Horsens. Der 28-Jährige, der für den Hamburger SV, den FC St. Pauli sowie die SpVgg Greuther Fürth 25 Bundesliga- und 93 Zweitliga-Spiele bestritten hat, war seit Sommer vereinslos. Zuletzt hatte sich im Oktober ein Engagement bei Energie Cottbus zerschlagen.

Handball, Champions League: Der ehemalige deutsche Handball-Meister HSV Hamburg hat im Kampf um den Gruppensieg in der Vorrunde der Champions League einen Rückschlag dank einer Aufholjagd verhindert. Das Team von Trainer Martin Schwalb erreichte beim punktgleichen russischen Tabellenführer Medwedi Moskau ein 29:29 (13:17) und hat damit weiter alle Chancen auf Platz eins und die beste Ausgangsposition für die K.o.-Runde.

Im zweiten Spiel der Gruppe A kann Ligakonkurrent SG Flensburg-Handewitt am Donnerstagabend mit einem Sieg gegen Schlusslicht Partizan Belgrad den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Die Hamburger hatten schon vor dem Spiel in Russland die Runde der letzten 16 erreicht. Drei Tage nach dem Sieg gegen TSV Hannover-Burgdorf und dem Einzug ins Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal fehlten dem HSV zunächst Spritzigkeit und Durchschlagskraft, um die starken Russen gefährden zu können. Am Ende blieben die Gäste aber auch im achten Duell mit den "Bären" in der Königsklasse ungeschlagen, weil ihnen in der zweiten Halbzeit beim Stand von 20:26 gleich acht Tore in Folge gelangen. Bester Werfer der Gäste war Pascal Hens mit sechs Treffern.

Fußball, Premier League: Die Klubs der englischen Fußball-Premier-League führen eine Schuldenbremse und Gehaltsobergrenzen ein, um künftig Auswüchse wie beim FC Chelsea oder Manchester City zu verhindern. Bei einem Treffen in London einigten sich die 20 Klubs am Donnerstag grundsätzlich auf eine flexible Obergrenze der zuletzt ausgeuferten Profi-Einkommen. In den Jahren 2013 bis 2016 darf zudem ein Erstligist nicht mehr als insgesamt 105 Millionen Pfund (123 Millionen Euro) an Verbindlichkeiten vorweisen. Bei Verstößen gegen die Vorgaben drohen Punktabzüge. In den betreffenden drei Jahren nimmt die Premier League, die reichste Fußball-Liga der Welt, allein an TV-Geldern umgerechnet etwa 5,86 Milliarden Euro ein.

Ein Eigentümer könne auch künftig "eine anständige Menge Geld anlegen, um den Verein zu verbessern", sagte Premier-League-Geschäftsführer Richard Scudamore: "Aber sie dürfen nicht mehr hunderte und aberhunderte Millionen in einem sehr kurzen Zeitraum hineinpumpen." Beim Champions-League-Sieger FC Chelsea hatte dies in den vergangenen Jahren der russische Oligarch Roman Abramowitsch getan, bei Manchester City ein Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Entscheidung am Donnerstag fiel nicht einstimmig. Wieviel Gegenstimmen es gab, wurde zunächst nicht bekannt. Für derlei Änderungen müssen 14 von 20 Premier-League-Klubs zustimmen.

Fußball, 1860 München: Fußball-Zweitligist 1860 München hat den auslaufenden Vertrag mit Torwart Gabor Kiraly um ein Jahr bis 2014 verlängert. "Mit dem Angebot hat man mir erneut das Vertrauen ausgesprochen. Das war sehr wichtig für mich, und deshalb habe ich mich sehr schnell entschieden", sagte der 36-Jährige. Der Ungar steht seit 2009 bei den Löwen zwischen den Pfosten.

Ski-WM, Schladming: Ski-Rennläufer Stephan Keppler hat nach dem ersten Trainingslauf für die WM-Abfahrt in Schladming scharfe Kritik an der Rennleitung geübt. "Ein paar Sachen sind echt kritisch", sagte er über die "Planai", und das hätten Athleten und Trainer der Jury um Günter Hujara auch nach der Besichtigung mitgeteilt. "Aber es ist immer das Gleiche: Wir können sagen, was wir wollen - das interessiert die nicht groß. Der Zeitplan ist denen wichtiger", sagte der 30-Jährige. Keppler kam bei der Einfahrt in den Zielhang fast zu Fall und rettete sich mit einer akrobatischen Einlage. Keppler kritisierte konkret, dass bei seiner Fahrt ein Tor nicht eingehängt gewesen sei. Außerdem monierte er "schlechtes Rutschen" an den Richtungstoren sowie, dass im oberen Bereich viele Wellen nicht mit Farbe markiert worden seien. Einige dieser Wellen hätten zudem "abgetragen gehört". Doch dafür habe der Rennjury wegen des für den Nachmittag angesetzten Frauen-Trainings die Zeit gefehlt. Erst, als die Schwierigkeiten nach einigen Fahrern offensichtlich geworden seien, sei gefärbt worden.

Fußball, Italien: Mario Balotelli steckt kurz nach seinem Wechsel zum AC Mailand Medienberichten zufolge schon wieder in Schwierigkeiten. Der für seine Eskapaden bekannte Fußballprofi stritt sich am Mailänder Flughafen Linate mit mehreren Sicherheitskräften. Der 22-Jährige hatte seinen Wagen direkt vor dem Terminal im Haltverbot geparkt und wurde von den Wachleuten ermahnt, wie italienische Medien am Donnerstag berichteten. Die Männer forderten den italienischen Nationalspieler auf, sein Auto umzuparken. Das tat Balotelli jedoch nicht, stattdessen diskutierte er mit den Wachleuten. Zwei Polizisten mischten sich daraufhin ein, schlichteten den Streit und kontrollierten Balotellis Papiere. Weil er keine gültige Versicherung für seinen Wagen vorweisen konnte, muss der Stürmer nun mit einer Geldstrafe rechnen.

Tennis, Nadal: Tennis-Star Rafael Nadal ist von der Unschuld seiner spanischen Sportler-Kollegen überzeugt und fordert im Zuge des Fuentes-Prozesses die Veröffentlichung der Namen aller beteiligter Sportler. "Was da in Spanien passiert verstehe ich nicht", sagte der elfmalige Grand-Slam-Gewinner der französischen Sporttageszeitung L'Equipe, "ich verstehe nicht, warum Doktor Fuentes keine Namen nennt. Und ich verstehe nicht, warum die Richter ihn nicht auffordern, dies zu tun." Dies "verletzt mich als Sportler", so Nadal weiter, wegen Leuten wie Lance Armstrong hätten alle Sportler ein "zweifelhaftes Image". Der Fuentes-Prozess hatte jüngst auch den spanischen Fußball erreicht. Die staatliche spanische Anti-Doping-Agentur AEA sammelt derzeit Informationen über den verdächtigen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian. Die AEA reagierte damit auf die Aussage von San Sebastian früheren Vereinspräsidenten Iñaki Badiola. Dieser hatte erklärt, vor seiner Amtszeit im Jahr 2008 habe der Klub bei Fuentes für 327.000 Euro Dopingmittel gekauft und aus der Schwarzgeldkasse bezahlt.

Olympische Winterspiele, Sotschi: Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf den Tag genau ein Jahr vor der Eröffnung der Winterspiele 2014 in Sotschi den Vizepräsidenten des Nationalen Olympischen Komitees entlassen. Grund für die Absetzung von Achmed Bilalow sind Verzögerungen in der Fertigstellung der Skisprunganlagen. Bilalow wurde zudem seines Amtes als Entwicklungschef für die touristischen Anlagen im nördlichen Kaukasus enthoben. ""ie kann es sein, dass der Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees die Entwicklungen behindert?", hatte Putin nach einem Besuch am Mittwoch in RusSki Gorki erbost gesagt. Ungeachtet der Personalentscheidung startete Russland am Donnerstag mit Feiern im ganzen Land den Ein-Jahres-Countdown für die am 7. Februar 2014 beginnenden Winterspiele. Als Höhepunkt war am Abend eine Eisshow an den Ufern des Schwarzen Meers im Beisein von Putin und IOC-Präsdent Jacques Rogge geplant. Zuletzt hatte die Organisation Human Rights Watch die Arbeitsbedingungen auf den Olympiabaustellen angeprangert. "Die Welt sollte nicht jubeln über Winterspiele in Russland, die auf einem Fundament von Ausbeutung und Missbrauch gebaut werden", heißt es in einem Bericht

Fifa, Wettskandale: Nach Ansicht von Korruptions-Bekämpferin Sylvia Schenk ist der Weltverband Fifa bei der Bekämpfung von Manipulationen im Fußball wegen seiner eigenen Bestechungsprobleme nur eingeschränkt handlungsfähig. "Die Fifa hat keine Glaubwürdigkeit im Kampf gegen Spiel-Manipulationen, weil sie im eigenen Laden nicht aufräumt", sagte das Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland in der ARD-Sendung Anne Will. Laut Schenk muss der von Europol aufgedeckte Manipulationsskandal vor allem ein "Weckruf für die Politik sein, ausreichende Ressourcen für solche Ermittlungen zur Verfügung zu stellen". Wie Europol-Direktor Rob Wainright geht auch Schenk davon aus, dass die am Montag veröffentlichten Ermittlungs-Ergebnisse nur die Spitze eines Eisbergs sind. "Bei Korruptionsverfahren sehen wir fast immer, dass noch sehr viel mehr dahinter steckt. Davon kann man auch in diesem Fall ausgehen", sagte Schenk, die für den deutschen Profifußball keine generelle Entwarnung geben will: "Die relativ hohen Gehälter in der Bundesliga sorgen zwar für ein geringeres Risiko, es wird aber auch mit Erpressung gearbeitet."