Der Deutsche Fußball-Bund verstärkt seine Maßnahmen im Kampf gegen Doping. Die Zahl der Kontrollen soll verdreifacht werden.
Drei Mal so viele Wettkampfkontrollen und fünf Mal so viele Tests im Training: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verstärkt seinen Kampf gegen Doping. Wie das zwölfköpfige DFB-Präsidium am Freitag in Frankfurt/Main beschloss, wird die Zahl der Dopingkontrollen bei Wettkämpfen bereits in der laufenden Saison verdreifacht. Zudem sollen künftig 480 Trainingskontrollen angesetzt werden.
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Das Präsidium folgte damit den Vorschlägen des DFB-Anti-Doping-Symposiums am 25. Juli unter dem Motto "Aufklärung, Prävention, intelligente und effiziente Kontrollen". In 16 Spielklassen und Wettbewerben werden mittlerweile Kontrollen gegen die Einnahme verbotener Mittel eingesetzt. Betroffen davon sind die Lizenz-, Regional-, Frauen- und Junioren-Bundesligen sowie der DFB- und der Liga-Pokal. Der DFB zahle wie alle anderen Sportfachverbände weiterhin einen jährlichen Solidarbeitrag an die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA), teilte er in einer Presseerklärung mit.
Die Wettkampfkontrollen des größten Sportfachverbandes der Welt sollen in der laufenden Saison um etwa ein Drittel erhöht werden, hieß es. In der vergangenen Spielzeit kam man auf 964 Kontrollen. Damit sei der DFB laut NADA-Angaben für das Jahr 2006 der deutsche Sportverband, der mit Abstand die meisten Wettkampfkontrollen abgehalten habe, berichtete der DFB. Eingeführt wurden die Doping-Kontrollen in der Spielzeit 1988/89.
Hinsichtlich der Trainingskontrollen erhöht der Verband ebenfalls die Schlagzahl deutlich. So weise die NADA-Statistik 2006 87 Trainingskontrollen im Fußball auf. Der DFB, die DFL und die NADA würden nun bezüglich der Ausweitung zeitnah ein gemeinsames Konzept für die Realisierung von sogenannten "intelligenten Kontrollen" entwickeln. Demnach soll verstärkt in Zeiten ohne Wettkampf und "damit dopingsensiblen Phasen" kontrolliert werden.
Bei einer Veranstaltung zu Beginn der nächsten Saison sollen die vom DFB eingesetzten Dopingkontrollärzte alle Vereine der kontrollierten Klassen über die Anti-Doping-Bestimmungen und den Ablauf der Doping-Kontrollen informieren. Zudem beschloss das Präsidium, dass am 5. September mit allen DFB-Doping-Kontrollärzten ein Workshop zum Thema "Praxis der Doping-Kontrollen" abgehalten werden soll.
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(dpa)
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Trainingskontrollen sind notwendig. Die Leistungssteigerungen durch ein "verbessertes" Training halten länger als Doping nachweisbar ist. Ein Test aller Spieler nach jedem Spiel ist sicher nicht notwendig. Zum einen durchaus sehr Aufwendig, zum anderen wollen wir nicht jeden Sportler unter Generalverdacht stellen.
Aber eins ist klar: Es muss mehr Dopingtests geben. Die geringe Anzahl an Dopingsündern im Fußball ist auch auf die geringe Anzahl an Tests zurückzuführen.
Die Trainingskontrollen halte ich persönlich für überflüssig. Was bringt es denn dem Spieler, im Training durch Doping eine Leistung zu erreichen, die im Wettkampf (Spiel) dann nicht erbracht werden kann? Außer der Möglichkeit, die Duschen für sich alleine zu haben, weil er ausgewechselt wurde, wohl nichts.
Warum wird in diesem Millionengeschäft eigentlich nicht prinzipiell nach jedem Spiel von jedem Spieler eine Urinprobe genommen? Die Kosten für die Auswertung dürften sich doch nun wirklich im Bereich der oft erwähnten "peanuts" bewegen. Solange ein Spieler hoffen kann, nicht erwischt zu werden, ist die Versuchung halt groß. Etwas Vorlaufzeit, um einen "sauberen Schnitt" zu ermöglichen und nach der Winterpause wird dann streng kontrolliert. Wäre im Sinne des Sports, keiner könnte was dagegen haben, der Aufwand hielte sich in Grenzen und alle hätten Gewißheit. Im Falle eines Verstosses Sperre ohne wenn und aber für eine Saison. Wer also am 33. Spieltag einer Saison erwischt wird, ist gesperrt bis zum 33. Spieltag der nächsten. Da die Vereine ja alle eine eigene medizinische Versorgung haben, könnte sich auch keiner rausreden, sein Hausarzt hätte ihm irgend etwas verschrieben und bei Mitteln, in denen fragwürdige Substanzen vorhanden sind, müsste der DFB vor Einnahme benachrichtigt werden und überprüfen, ob ein Einsatz zulässig ist oder ob von Medizinern festzulegende Grenzwerte überschritten werden und der Spieler nicht eingesetzt werden darf. Was kostet so ein Doping-Screening überhaupt pro Probe?
Im SZ-Magazin kann man heute folgendes lesen:
Liga-Interimschef Holzhäuser gab Entwarnung: »Ich war schon überrascht, in der Zeitung lesen zu müssen, dass ein gewisser Herr Kindermann erklärte, dass es künftig Trainingskontrollen geben soll.« Da irre sich der Doktor: »Auf der Versammlung ist über Trainingskontrollen konkret nicht gesprochen worden, und eine Beschlussfassung zwischen DFB und DFL ist mir nicht bekannt.«
Hier widersprechen sich die beiden Artikel...