Das System bot vielen die Chance, Millionär zu werden. Wer den Radsport reanimieren will, muss jetzt Methoden anwenden, wie man sie aus dem Kampf gegen den Waffen- oder Drogenhandel kennt.
Wer versucht, auch nur einen letzten Rest von Verständnis aufzubringen für jene, die gerade die Tour de France zugrunde dopen, der muss der Karawane folgende einfache Frage stellen: Warum tut ihr das? Warum zum Beispiel injizierte Winokurow fremdes Blut? Er hätte der Held seiner Heimat Kasachstan bleiben können, vielleicht ein Denkmal in der Retortenhauptstadt Astana bekommen, hätte er es auf sauberem Wege versucht.
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Warum war Rasmussen, der Däne, der die Tour anführt, nicht da, wenn die Kontrolleure klingelten? Sein Leben lang hätte er als Tour-Sieger ein Auskommen gehabt; um das zu erreichen, hat er sich diese bulimisch wirkende, asketische Bergfahrer-Figur zugelegt, die perfekt designed wirkt für die Strapazen in der Höhe, so, als sei sie am Reißbrett entworfen und im Reagenzglas gezüchtet worden.
Oder Arztsohn Jörg Jaksche, der geständige Deutsche, der am Ende ,,nur noch den Arm hinhielt'', ohne genau zu wissen, was ihm die Frankensteins des Sports gerade wieder in den Kreislauf hineinpumpten - oder herauszogen. Jaksche wie sein bei der Tour mit horrendem Testosteron-Spiegel ertappter Landsmann Patrik Sinkewitz kommen aus deutschen Mittelstandsfamilien; soziale Not war nicht der Antrieb zum Sportbetrug.
Fahrer unterzogen sich medizinischen Versuchen
Anders als bei vielen anderen, die im globalen Sport eine Chance, vielleicht ihre einzige Lebenschance auf ein bisschen Wohlstand sehen. So unterschiedliche Typen wie Jaksche, Sinkewitz, Winokurow und Rasmussen fanden zusammen in einem geschlossenen System, das die Manipulation verinnerlicht hat. Sie unterzogen sich medizinischen Feldversuchen im Bewusstsein, dass diese todbringend sein könnten, im günstigeren Falle nur die Lebenserwartung verkürzen würden.
Warum sie das taten? Am Anfang ihrer Karriere als Doper stand zunächst die kindliche Freude an der Bewegung, an der ersten Qual am kleinen Hügel, an noch bescheidenen Erfolgen. Wer das erlebt, will meist mehr, sucht sich Vorbilder wie Jan Ullrich und träumt den Traum von der Tour. Dort angekommen, erwartete den Begabten eine Rundfahrt, die seit Gründung 1903 stolz darauf war, Tour der Leiden genannt zu werden.
Sie führte anfangs Tagesetappen von mehr als 400 Kilometer im Programm und Berge, auf denen die Straßen nicht asphaltiert waren und die Wölfe heulten. Es sollte die härteste Prüfung des menschlichen Körpers sein, doch schon die zweite Tour 1904 zeigte, dass der Mensch zum Tricksen neigt, sobald er sich überfordert fühlt: Die ersten vier des Gesamtklassements wurden disqualifiziert - sie hatten die Eisenbahn benutzt.
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Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
Berliner Zeitung
kein Respekt für Sätze wie
"Sie scheinen zu den Zeitgenososen zu gehören, die zwangshaft andere Bürger diskriminieren müssen, um ihre mickrige Existenz für sich selbst aufzuwerten."
...
da kann dann nur der Satz folgen
"4. Sie schreiben selbst für das SZ-Forum relativ großen Unsinn."
Ganz ruhig, bitte.
Es wird immer Zeitgenossen geben, die den Unterschied zwischen ihren eigenen Vorstellungen zu Recht und Gesetz und dem tasächlichen Gesetz nicht kennen/kennen wollen oder denen er sogar völlig Wurscht ist. Da ist normal und nicht außergewöhnlich.
Hier, im "Forum", aus dem Schutze der Anonymität heraus ist der Anteil derjenigen etwas höher als in der öffentlichkeit. Zumal zu Zeiten, in denen es ja geradezu vorgelebt wird Gerüchte als "wurde berichtet" und "berichtete XY" zu verbreiten. Auch wenn aus den Gerüchten später bittere Wahrheiten werden, ist diese Form der Berichterstattung mE nicht sauber.
Ich stimme Ihnen in vollem Umfang zu, dass für eine Verurteilung ein rechtskräftiger Urteilsspruch notwendig ist. Ebenso bedarf es für ein kriminelles Handeln einen Tatbestand, der im StGB gelistet ist. Das wissen Sie, das wissen auch andere. Aber scheinbar hier im "Forum" nicht allzuviele.
Machen Sie sich nichts daraus.
Spätestens vor Gericht wird der Sachverhalt als solcher geklärt. Und Spekulationen, Stammtischparolen etc., zumal sie in der medialen öffentlichkeit vorgelebt werden gehören doch in der "modernen, dopingfreien Zeit" dazu. Leider.
Es wird doch bei den Zeitungen und Sendern keiner bestätigen: die diesjährige TdF ist DIESCHLAGZEILE mehrmals am Tag. Und mir scheint, nur draum geht´s.
Also, werteR Friedemann, respekt für Ihre Ausdauer!
Freundliche Grüße
Sie scheinen zu den Zeitgenososen zu gehören, die zwangshaft andere Bürger diskriminieren müssen, um ihre mickrige Existenz für sich selbst aufzuwerten. "Dopende Athleten müssen nicht mehr kriminalisiert werden, sie sind Betrüger und sind damit schon kriminell." Das ist eine falsche Anschuldigung und eine Verleumdung, also selbst kriminell.
Alle anderen, die nicht so sauber sind wie Sie, sind also kriminell. Was heisst für Sie kriminell? Volksschädlinge? Ach so, Sie halten sich mit ihrem Vorstrafenregister wegen Verleumdung und diversen Eintragungen im Sportregister in Flensburg für nicht so recht herzeigbar als Saubermann?
Jetzt verlieren Sie wohl völlig die Kontrolle über Ihr KeyBoard: "Zum anderen wird jetzt auch noch der Holocaust verharmlost, indem der Kampf gegen Doping damit verglichen wird!" Wovon reden Sie? Wissen Sie überhaupt, was der Holocaust war?
1, Doping wenden in der Bundesrepublik ca. 200.000 Sportler an. Alles Kriminelle, fast jeder Sportler ist in Ihrem Wertesystem damit bereits von vornherein ein Krimineller.
2. Sie bezeichnen Menschen als Kriminelle, die mit dem Strafgesetzbuch noch nie in Konflikt gekommen sind (im Gegensatz zu Ihnen, der alleine in diesem Beitrag zwei Verstöße gegen das StGB begang)
3. Hinter jedem Arzt stehen die mafiösen Strukturen, die sie allenthalben sehen. Profiradsport ist Geschäft, aber Business von vornherein als Mafia zu bezeichnen ist doch absurd. Pharmzie ist ein Geschäft, aber für Sie ist ja alles kriminell. Eben, der Saubermann.
4. Sie schreiben selbst für das SZ-Forum relativ großen Unsinn.
Einige Zahlen die zu denken geben:
Jährlich werden weltweit Epo-Produkte für ca. 11 Mill.$ hergestellt. Davon gehen 20% in den klinischen Bereich, werden also sozusagen unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt.
Frage was passiert mit dem Rest?
Angesichts der Grössenordnung nur dieses einen Mittels steht doch wohl fest, dass der Radsport nur der aktuelle Prügelknabe ist.
Konsequente Kontrollen bei der Leichtathletik, im Wintersport und im Fussball würden ganz schnell andere Personen in den Vordergrund stellen.
Die NADA konnte ´2006 200 Kontrollen bei Deutschen Sportlern nicht durchführen weil die Sportler sich , teils mehrfach, nicht dort aufhielten wo sie hätten sein müssen. Exakt das Vergehen, das Rasmussen jetzt zur Last gelegt wird.
Ich glaube nicht, dass es überhaupt dopingfreien Spitzensport gibt, darum wäre m.E. Objektivität in Berichterstattung und Kommentierung angezeigt um nicht irgendwann als temporär Ahnunhgsloser dazustehen.
Also hätte ich kein dsl anschluss würd ich glaub ich sz abbonnieren. eure Journalisten verstehen ihr handwerk.weiter so!!!Sehr nice der bericht.Prof.Franke hat vollkommen recht erwischt werden nur die Dummen.Armstrong hat es doch jahrelang bewiesen:mit genug kohle kaufst nen guten Biochemiker und ein paar anwälte und schon hast gelb.seit 1998 mach ich mir keine illusionenmehr.Wobei sicher Radsportler sauber bei der tour sind nur die fahren im Gesamtergebnis nicht vorne mit.Und das wort Mob passt schon wie willst du sonst an das Zeug kommen.Jungs das sind amphetamie das is Biochemisch kein Witz !!!
Bitte lasst es Hero´s werdet ihr auch ohne das Zeug.Die krassen Berge machen euch zu etwas besonders!!!!
Paging