Mit "La Mano de Dios" bringt Regisseur Marco Risi das Leben Diego Maradonas als Spielfilm auf die Leinwand. Und zeigt, was das übergewichtige Drogenwrack mit dem ehemaligen Starfußballer zu tun hat.
Der kleine Diego steckt in einem metertiefen Loch, bis zum Hals im Wasser. "Hilfe, Mama, Mama!" ruft der junge Fußballgott. Aber das Gewitter über ihm ist lauter, und von alleine kommt er da nicht raus.
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Maradona im Film, nach dem WM-Sieg 1986. (© Foto: Adriana Chiesa Enterprises)
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Die Eingangsszene aus Marco Risis Spielfilm-Biographie "Maradona - La Mano de Dios", bringt das Leben Maradonas, dem "Goldjungen" des Fußballs, auf den Punkt: Einer, der immer wieder in dunklen Löchern landet, aus denen er sich nicht befreien kann.
Gleich die nächste Szene zeigt das Loch, in das der erwachsene Diego fällt: Der verfettete 40-jährige "Gott mit der Rückennummer 10" zieht eine Nase Koks, kann sich kaum noch auf den Beinen halten, strauchelt und bricht vor seinem Haus zusammen.
"Ich kann doch nicht immer gut spielen"
Statt zuerst den Aufstieg und dann den tiefen Fall zu präsentieren, zeigt der Maradona-Film, der diese Woche beim 5. Internationalen Fußballfilmfestival "11 mm" in Berlin zum ersten Mal ins deutsche Kino kommt, beides ineinander verschränkt. Weil beides zusammengehört: der begnadete Fußballer, der auf dem Spielfeld mit seinem genialen Dribbling die besten Verteidiger aussteigen lässt, und der Diego, der sich an jedem Hindernis den Kopf einrennt.
Beim Sex mit seiner großen Liebe Claudia Villafañe (Julieta Díaz) denkt der von Marco Leonardi gespielte Diego Maradona an Fußball. Regisseur Risi blendet grobkörnige Originalaufnahmen von Maradonas Spielen in die Sexszene mit ein. Von der Angst geplagt, auf dem Spielfeld zu versagen, kann Maradona im Bett nicht weiter. "Was ist los?", fragt Claudia. "Die Leute haben mich heute beim Spiel ausgebuht, weil ich schlecht gespielt habe", sagt er. Und weint: "Ich kann doch nicht immer gut spielen."
Als Maradona beim FC Barcelona beginnt, fragt ihn ein Journalist in der Pressekonferenz, ob er Angst habe, im großen Barcelona zu scheitern. "Auch hier ist der Ball rund", kontert Maradona. Aber die Angst, die Erwartungen nicht zu erfüllen, hat ihn schon gepackt.
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Na wenn sie hier mal nicht gegen die nettiquette verstoßen!!!....tststs