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Die Saison des FC Bayern – Liebe auf den dritten Blick
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8. August: Hoffenheim - FCB 1:1 (im Bild) Louis van Gaal hat Geburtstag, er wird 58 - und schenkt der Liga einen neuen Fachbegriff. Ralf Rangnick, sein Hoffenheimer Kollege, lobt die guten "Positionsspiele", die den FC Bayern auf ein "ganz anderes taktisches Niveau heben". Erst Monate später werden auch all jene Menschen, die van Gaal für ahnungslos hält, diese Fortentwicklung erkennen - darunter befinden sich wohl auch einige seiner Spieler. Zwar trifft erstmals Nulltarif-Zugang Olic zum 1:0. Doch noch erkennt niemand einen großen Plan. Das Spiel endet mit der ersten Krise: remis.
15. August: FCB - Bremen 1:1 Diesmal lernt die Liga, dass van Gaal bei der Bewertung von Spielen gerne exklusive Sichtweisen "kreiert", die mit Realität und Endresultat nicht viel zu tun haben müssen. Van Gaal sieht eine "sehr gute erste Halbzeit", 69.000 Besucher sehen: Ballgeschiebe ohne Torszenen - und das 0:1. 35-Millionen-Mann Mario Gomez verhindert mit seinem ersten Tor das Schlimmste (1:1). Lichtblick: Ein gewisser Thomas Müller macht nach seiner Einwechslung viel Betrieb. Wer?
22. August: Mainz - FCB 2:1 Noch mehr Krise: Schlechtester Start seit 110 Jahren! Van Gaal erlebt in der Karnevalshochburg sein erstes Waterloo, johlende Fans mit Rasseln bohren in den Wunden. Mit dem 0:2 zur Pause kommt die irrlichternde Abwehr glimpflich weg, auch Torwart Rensing patzt - und sofort werden Zweifel laut an van Gaals Personalstrategie hinten: Lúcio weg, dafür van Buyten, ein gewisser Badstuber und ein Spieler namens Braafheid in der Abwehr? Was denkt sich dieser strenge Mann aus Amsterdam?
Foto: ddp
2. Mai 2010, 16:06 2010-05-02 16:06:00 ©