DFL Umstrittene 50+1-Regel bleibt bestehen

50+1 bleibt tatsächlich.

(Foto: dpa)
  • Überraschend nimmt die Mitgliederversammlung der DFL einen Antrag von Zweitligist St. Pauli an.
  • Damit bleibt die 50+1-Regel im deutschen Fußball vorerst bestehen.
  • "Allen, die es gut mit dem Fußball meinen, gefällt diese Entscheidung", sagte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig.

Die umstrittene 50+1-Regel im deutschen Profifußball bleibt bestehen. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nahm am Donnerstag überraschend einen entsprechenden Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli an.

"Allen, die es gut mit dem Fußball meinen, gefällt diese Entscheidung", sagte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig: "Es gab kontroverse Diskussionen. Wir haben aber einen guten Kompromiss gefunden. Das Signal ist wichtig."

Rummenigge war für das Ende von 50+1, Watzke dagegen

Ursprünglich sollte im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen keine Entscheidung fallen, sondern lediglich der Verfahrensverlauf für eine Diskussion über 50+1 festgelegt werden. Das Thema steht seit Jahresbeginn wieder im Mittelpunkt, das DFL-Präsidium hatte die Diskussion selbst vorangetrieben.

Mehrere Klubchefs hatten sich in den vergangenen Wochen geäußert - in beide Richtungen. Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sprach sich für die Abschaffung aus, ebenso Hannover-96-Chef Martin Kind. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke war dagegen.

Die 50+1-Regel besagt, dass Investoren in Deutschland nur die Mehrheit an einem Verein halten dürfen, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre "ununterbrochen" und "erheblich" gefördert haben. In den anderen europäischen Top-Ligen gilt diese Regel nicht.

Die emotionalste Debatte im deutschen Fußball

Die Bundesliga-Klubs diskutieren von Donnerstag an über die "50+1-Regel". Worum es dabei geht, welche Ausnahmen es gibt - und was Fans und Vereinsvertreter fordern. mehr...