DFB-Team Kahn über Neuer: "Eine prekäre Situation"

Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn.

(Foto: AFP)

Der frühere Nationaltorwart ist skeptisch, ob der DFB-Kapitän an der WM teilnehmen kann - Thomas Müller widerspricht. Dennis Schröder schafft seinen Karriere-Bestwert in der NBA.

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Fußball, Manuel Neuer: Der ehemalige Nationaltorwart Oliver Kahn sieht den noch verletzten DFB-Kapitän Manuel Neuer in einer schwierigen Phase. "Irgendwann wird es auch für den Trainer schwierig", sagte Kahn zu den WM-Plänen von Bundestrainer Joachim Löw und von Neuer selbst. Der Fußball-Welttorhüter arbeitet nach seiner Fußoperation und langer Trainingspause noch immer individuell, die Rückkehr ins Teamtraining und in den Spielbetrieb ist weiter offen. "Der FC Bayern setzt ihn natürlich nicht unter Druck, aber irgendwann fragt sich der Trainer auch, wann kann ich ihn denn überhaupt noch bringen, gerade wenn es in die Endphase der Champions League geht", sagte Kahn im Sport1-Interview zu Neuer: "Es ist im Moment eine prekäre Situation."

Thomas Müller glaubt dagegen an eine rechtzeitige Rückkehr des Kapitäns. "Manu ist nie abzuschreiben. Ich glaube, dass er das packt", sagte Müller. Der 31 Jahre alte Neuer befindet sich nach einem Mittelfußbruch weiterhin im individuellen Aufbautraining. "Wir hoffen und wünschen es uns, dass er hundertprozentig belastbar ist, wenn wir nominieren", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff mit Blick auf den 15. Mai. An diesem Tag gibt Bundestrainer Löw in Dortmund das vorläufige Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Russland bekannt.

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Am 23. Mai startet das DFB-Team ins WM-Trainingslager in Südtirol. Am 17. Juni steht in Moskau das erste WM-Spiel gegen Mexiko an. "Ich glaube schon, dass er eine gewisse Zeit an Vorlauf benötigt. Daher sollte er in der Bundesliga noch das eine oder andere Spiel machen", bemerkte Kahn zu Neuers Zeitplan. Vor der WM 2014 war Neuer ebenfalls verletzt: "Da hat er gezeigt, dass er nicht viel Spielpraxis, sondern eine gewisse Sicherheit braucht. Dann kann er relativ schnell auch auf hohem Niveau spielen. Diesmal ist es allerdings ein bisschen anders", sagte Kahn. Neuer sei älter geworden und brauche auch Vertrauen, ob der Fuß wirklich hält.

NBA, Basketball: Dennis Schröder hat die Atlanta Hawks in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA mit seinem Karrierebestwert von 41 Punkten zum Sieg geführt. In Salt Lake City übertraf der 24-Jährige beim 99:94 über Utah Jazz seinen bisherigen Rekord deutlich, im Januar war der Nationalspieler im Spiel gegen die Brooklyn Nets auf 34 Punkte gekommen. Schröder erzielte alleine im Schlussviertel 17 Punkte, dazu verbuchte der Point Guard sieben Assists und fünf Rebounds. Für die Hawks, die als Schlusslicht im Osten keine Chance mehr auf einen Play-off-Platz haben, war es der erste Erfolg nach sechs Niederlagen.

Ebenfalls schon länger aus dem Rennen um einen Platz in der Meisterrunde sind die Dallas Mavericks. Das Team um Superstar Dirk Nowitzki kassierte in der Nacht zum Mittwoch durch ein 105:115 bei den New Orleans Pelicans seine 49. Saisonniederlage. Nowitzki erzielte 19 Punkte, Nationalspieler Maximilian Kleber musste sich bei den Mavericks mit fünf Minuten Spielzeit begnügen und machte einen Punkt.

Bundesliga, Fußball: Nachwuchsstürmer Fiete Arp vom Hamburger SV hat nach Informationen der Bild ein Angebot von Fußball-Rekordmeister FC Bayern München abgelehnt. Der 18-Jährige wolle erst einmal die Entwicklung in Hamburg abwarten. Arp habe ein gutes Verhältnis zum neuen Chefcoach Christian Titz, mit dem er schon in der Jugend zusammengearbeitet hat. Beim ersten Bundesliga-Spiel unter Titz gegen Hertha BSC (1:2) am vergangenen Samstag stand Arp in der HSV-Startelf.Der Tabellenletzte aus Hamburg hatte Arp bereits seit längerem einen langfristigen Vertrag angeboten. Der aktuelle Kontrakt des hochtalentierten Fußballers läuft noch bis 2019. Noch ist unklar, wo Arp in der nächsten Saison spielen wird.

Ein Neun-Millionen-Mann für Hamburgs Reserve

Der abstiegsbedrohte Klub versetzt Mittelfeldspieler Walace in die U21. Gegen Hertha BSC hatte er in der Innenverteidigung spielen sollen - weigerte sich aber offenbar. Von Jörg Marwedel mehr...