Borussia scheitert am Drittligisten Osnabrück, Fürth stürzt Stuttgart endgültig in die Krise, Köln zeigt sich konzentriert in Trier, und Duisburg erlebt ein Debakel in Augsburg.
Nach dem Absturz in der Liga und dem verpatzten Champions-League-Start kam für die Stuttgarter auch noch im DFB-Pokal das frühe Aus. Die verunsicherten Schwaben verloren am Dienstagabend ihr Achtelfinale mit 0:1 (0:1) beim Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Auch Ligarivale Dortmund darf nicht länger vom Pokal-Finale in Berlin träumen: Der BVB unterlag nach erschreckender Vorstellung dem Drittligisten VfL Osnabrück mit 2:3 (0:2). "Wir haben heute gespielt wie ein stumpfes Messer", monierte Borussias Defensivspieler Patrick Owomoyela.
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Dortmunder Verwirrung: Lucas Barrios (links) und Nelson Valdez mangelt es an der Feinabstimmung. (© Foto: Reuters)
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Als einziger Bundesligist hatte der 1. FC Köln Grund zur Freude: Die Rheinländer gewannen beim von Mario Basler trainierten Regionalligisten Eintracht Trier souverän mit 3:0 (2:0). Als vierter Viertelfinalist stand vor dem Mittwoch-Nachklapp der FC Augsburg fest, der in einem Zweitliga-Duell den MSV Duisburg mit 5:0 (1:0) abfertigte.
Größter Verlierer des Abends war aber Stuttgarts Trainer Markus Babbel, der trotz der Misere auch am Samstag im Süd-Gipfel gegen den FC Bayern München auf der Stuttgarter Bank sitzen will. "Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme weiterzumachen", sagte Babbel nach der fünften Niederlage in Serie. Besonders bitter: Ausgerechnet Bernd Nehrig, der neun Jahre lang in Stuttgart gespielt hatte, markierte das Fürther Tor des Tages (32. Minute).
Nichts für die Nerven
Babbels Dortmunder Kollege Jürgen Klopp sitzt hingegen trotz des blamablen Scheiterns beim Underdog Osnabrück, der zuvor bereits den Hamburger SV aus dem Cup-Wettbewerb gekegelt hatte, fest im Sattel. Unangenehm war der Pokal-Abend nach den Osnabrücker Toren durch Angelo Barletta (37./42.) und Benjamin Siegert (69.) aber auch für ihn. Die BVB-Treffer durch Nuri Sahin (55.) und Lucas Barrios (90.+6) waren kein Trost. "Dass es am Ende noch mal so knapp wurde bei sechs Minuten Verlängerung war nichts für unsere Nerven", sagte Osnabrücks Trainer Karsten Baumann.
Klar besser machte es Ligarivale Köln, der durch Kapitän Milivoje Novakovic (25.), Youssef Mohamad (29.) und Maniche (52.) zum klaren Erfolg gegen den Pokal-Schreck Trier kam. Coach Basler gab zu, dass anders als bei den Cup-Überraschungen gegen Hannover 96 und Arminia Bielefeld diesmal ein Klassenunterschied erkennbar war: "Sie haben das Spiel sehr ernst genommen und uns in der einen oder anderen Situation gezeigt, warum es eine erste und eine vierte Liga gibt." FC-Nationalspieler Lukas Podolski war rundum zufrieden: "Wir haben von der ersten Minute das gezeigt, was wir machen wollten. Wir hatten das Spiel von Anfang an gut im Griff."
Die meisten Tore gab es in Augsburg zu sehen, wo die Hausherren ein Fußball-Fest feierten. Duisburgs Däne Sören Larsen mit einem Eigentor (45.+1), Michael Thurk (46.), Uwe Möhrle (55.), Sandor Torghelle (74.) und Marcel Ndjeng (76.) sorgten für den Kantersieg des Teams von Trainer Jos Luhukay. "Augsburg hat uns heute nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen", schimpfte MSV-Trainer Peter Neururer nach dem Debakel.
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(sueddeutsche.de/dpa/dop)
Sechs Minuten Nachspielzeit bei Rückstand des BVB in Osnabrück! Das ist einfach ekelhaft und lächerlich.
Der DFB hat es offenbar nicht nötig, seine Parteilichkeit in solchen Spielen zu verstecken, sportlich finde ich das bedenklich. Der so genannte "Unparteiische", wichtigtuerische Marionette, wird das wohl nicht selbst so entschieden haben.
Gegen den VfL Osnabrück zu verlieren ist doch keine Schande!