Der FC Bayern besiegt Wolfsburg im Halbfinale mit 2:0 und entledigt sich vieler Sorgen. Der Gewinner des Abends setzt einige Nadelstiche.
Ob Uli Hoeneß, seit fast 30 Jahren Manager der Bayern, nach dem 0:2 in Cottbus wohl schlaflose Nächte hatte? Ob Ottmar Hitzfeld, sechsmaliger Deutscher Meister, aus Frust eine Flasche Wein geleert hat, womöglich auf ex? Ob Oliver Kahn, seit 14 Jahren Stammtorwart, sich nach der Blamage in der Bundesliga bei seiner Frau oder Freundin ausgeweint hat?
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Auf die Knie! Christian Lell, Hamit Altintop und Oliver Kahn (von links) gehorchen und feiern mit den Bayern-Fans. (© Foto: dpa)
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Am Donnerstagabend gab es zumindest eine vage Antwort auf die Fragen. Ja, offenbar geht sogar solch erfahrenen Profis eine Blamage wie die in Cottbus mächtig an die Nieren. Davon zeugten die Feierlichkeiten nach dem Pokal-Auftritt gegen Wolfsburg, bei dem die Bayern während und nach Ablauf der 90 Minuten vieles besser machten als zuletzt.
Was in Bielefeld und Bochum eine Selbstverständlichkeit ist, ist bei Bayern noch immer fast eine Sensation: Die Spieler beugten sich nach dem Schlusspfiff dem Willen der Fans, gingen in die Knie und sprangen zum "Humba, humba, tätäräääää" auf und tanzten. 1:0-Torschütze Franck Ribéry vorneweg, alle anderen hinterher - auch Oliver Kahn.
"Ich war überrascht, wie der Oliver da herum gehüpft ist", sollte Ottmar Hitzfeld später sagen. Der Oliver wirkte so fröhlich und stolz wie ein Vater, der mit der E-Jugend seines Sohnes soeben die Dorfmeisterschaft gewonnen hat. Zwischen Fans und Mannschaft herrschte eine Harmonie, als ob es Cottbus nie gegeben hätte.
Kahn blieb lange in der Kabine. Als er hinaus kam, sprach er ganz leise in die Mikrofone. Bei dem Versuch, seine Stimme trotzdem auf Band zu bekommen, strangulierte ein Tontechniker mit seinem Kabel fast einen Kollegen. So leise sprach Kahn.
Ottmar Hitzfeld gab nach dem Spiel x-Mal das gleiche Interview, mit großer Geduld und Freundlichkeit erfüllte er jeden Wunsch der Medien. Er war der große Gewinner des Abends - nicht nur, weil er weiterhin die Chance hat, sich mit drei Titeln aus München zu verabschieden.
Der Coach hatte den aufmüpfigen Martin Demichelis begnadigt und ihn auf seiner Wunschposition in der Innenverteidigung spielen lassen. Der Argentinier war Bayerns bester Mann, omnipräsent und stets Sieger im Zweikampf. Für Hitzfeld war diese Personalie nicht unproblematisch, konnte man ihm die Nominierung Demichelis' doch als Zeichen von Schwäche auslegen.
Auf der nächsten Seite: Hitzfeld statuiert ein neues Exempel, die Cottbus-Versager brummen auf der Bank und Hoeneß imitiert ein Eichhörnchen.
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Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Ich hätte mich nicht als Blauer outen sollen.
Diese Fernglasphrase kostet natürlich, so abgedroschen wie die inzwischen ist.
Einmal Löwe, immer Löwe....basta und verschwind
Ich bleib dabei: Die Bayern haben zu Beginn der Saison den Ligapokal gewonnen und damit in dieser Saison bereits einen Titel unter Dach und Fach.
lieber user schlechinger,
ha ha ha...was fuer eine frage...natuerlich gewinnen alles diese saison! soll ich dir ein fernglas schicken?
Können die Bayern in dieser Form, den internen Unpässlichkeiten und der internationalen Mehrbelastung (vielleicht mit Verletzungen) einer kampfstarken Borussenelf, die mit breiter Brust auflaufen wird, in Berlin Paroli bieten.
Auch ein Ribery unterliegt einem Substanzverlust.
lieber moderator,
ich habe doch geschrieben, dass der torwart gestern ausgezeichnet war...ich verstehe nicht, wieso er heute ausrast...koennen Sie ihn nicht sperren?
PS: Nein nein nein, du faehrst NICHT in die Schweiz!
Paging