Der 1. FC Nürnberg scheitert trotz Überzahl an Zweitligist Carl Zeiss Jena. Gomez rettet den VfB in fast letzter Minute, sonst setzen sich überall die Favoriten durch.

Cup-Verteidiger 1. FC Nürnberg hat sich in der 2. Runde des DFB-Pokals blamiert. Die Franken verloren am Mittwoch beim Zweitligisten Carl Zeiss Jena mit 4:5 im Elfmeterschießen und schieden aus dem Wettbewerb aus. Vorjahres-Finalist VfB Stuttgart kam erst nach Verlängerung zu einem 3:2 gegen den SC Paderborn. Rekord-Cupsieger Bayern München kam im Duell der Tabellenführer mit 3:1gegen Zweitligist Borussia Mönchengladbach weiter.

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Jubel in Thüringen: Die Spieler von Carl Zeiss Jena freuen sich nach dem Elfmeterschießen. (© Foto: ddp)

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Außerdem erreichten die Bundesligisten Borussia Dortmund (2:1gegen Eintracht Frankfurt), Werder Bremen (4:0 über den MSVDuisburg), Hamburger SV (3:1 gegen den SV Freiburg) und Arminia Bielefeld (2:1 nach Verlängerung bei TuS Koblenz) die nächste Runde. Nach dem Wuppertaler SV und Werder Bremens Amateuren zog Rot-Weiss Essen mit dem 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern als dritter Drittligist in die Runde der letzten 16 ein, die an diesem Donnerstag ausgelost wird.

Dank einer Steigerung in den zweiten 45 Minuten kam Werder Bremen gegen Duisburg zu einem am Ende souveränen Erfolg. Tim Borowski (59.), Hugo Almeida (68.), Markus Rosenberg (79.) und John Mosquera (87.) machten für die Hanseaten alles klar. Wesentlich mehr Mühe hatte Borussia Dortmund mit dem Liga-Rivalen Frankfurt, der durch Ioannis Amanatidis (11.) früh in Führung ging. Doch durch Markus Brzenskas Treffer unmittelbar nach der Halbzeit und Mladen Petric (64.) wendete der BVB noch das Blatt.

Der Hamburger SV ließ sich gegen den SC Freiburg vom frühen Rückstand durch Karim Matmour (12.) nicht schocken. Piotr Trochowski (17.), Ivica Olic (52.) und Rafael van der Vaart (90./Elfmeter) schossen den HSV gegen den Zweitliga-Zweiten eine Runde weiter.

Am Rande einer Blamage stand der kriselnde VfB Stuttgart gegen Zweitliga-Schlusslicht SC Paderborn. Nach einem Doppelschlag durch Thomas Hitzlsperger (31./36.) kamen die Westfalen durch Erwin Koen (66.), dessen Freistoß Torwart Raphael Schäfer ins eigene Netz lenkte, und Nils Döring (69.) zum Ausgleich. Erst zwei Minuten vor Ende der Verlängerung bewahrte Mario Gomez die Schwaben vor dem drohenden K.o.

Auch der 1. FC Nürnberg suchte im Pokal vergeblich einen Ausweg aus der sportlichen Krise und schied nach dem Elfmeter-Fehlschuss von Dominik Reinhardt aus. Zwar ging der "Club" in der alten Heimat seines Trainers Hans Meyer durch Zvjezdan Misimovic (11.) früh in Führung, gab dann jedoch gegen Jena das Spiel aus der Hand und kassierte durch Sandor Torghelle (56.) den Ausgleich. Nach einem Eigentor von Ronald Maul (95.) schlugen die Thüringer durch Robert Müller (114.) abermals zum 2:2 zurück.

Nach sechs sieglosen Bundesliga-Spielen fand Arminia Bielefeld mit dem 2:1 nach 120 Minuten bei TuS Koblenz wieder auf Erfolgskurs. Christian Eigler (3./106.) war zweifacher Torschütze für die Gäste, Matej Mavric (39.) traf für die Rheinländer. RWE bestätigte mit dem 2:1 gegen den Zweitliga-15. Kaiserslautern einmal mehr seinen Ruf als Pokalschreck. Brandy (26.) und Czyszczon (62.) bei einem Gegentor durch Runström (80.) trafen für die Essener, die zum Auftakt den Erstligisten Energie Cottbus aus dem Wettbewerb geworfen hatten.

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