Die Berliner blamieren sich in Wuppertal, St. Pauli scheitert im Elfmeterschießen, Rostock trifft nach Belieben: Die Dienstagsspiele im Überblick.
Hertha BSC Berlin hat sich wieder einmal kräftig im DFB-Pokal blamiert, dagegen zitterte sich der viermalige Cupsieger Schalke 04 gerade noch ins Achtelfinale. Die Berliner kassierten eine 0:2 (0:0)-Niederlage beim Regionalligisten Wuppertaler SV und schieden damit zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren gegen einen Amateurklub aus.
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Schalke benötigte beim 2:0 (0:0) gegen Hannover 96 einen Kraftakt über 120 Minuten sowie ein Eigentor von Robert Enke (97.), um schließlich erstmals seit drei Jahren wieder das Achtelfinale zu erreichen. Neben Schalke haben auch die Bundesliga-Klubs Hansa Rostock und der VfL Wolfsburg das Achtelfinale erreicht. Rostock deklassierte den Zweitligisten Kickers Offenbach 6:0 (4:0), Wolfsburg siegte beim Ligarivalen Karlsruher SC 1:0 (1:0).
Als zweiter Bundesliga-Klub verabschiedete sich der VfL Bochum aus dem Wettbewerb. Die Westfalen kassierten beim Zweitligisten Alemannia Aachen eine 2:3 (1:0)-Niederlage. 1899 Hoffenheim und 1860 München haben sich als weitere Zweitligisten für die Runde der letzten 16 qualifiziert. Hoffenheim besiegte die SpVgg Greuther Fürth 2:1 (2:1), die "Löwen" behielten gegen den FSV Mainz 05 ebenfalls mit 2:1 (0:0) die Oberhand. Eine weitere Überraschung schaffte die Reserve von Werder Bremen, die den Zweitligisten FC St. Pauli mit 4:2 im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb beförderte. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden. Vor 12.399 Zuschauern auf der Baustelle im Wuppertaler Zoostadion machten Sven Lintjens (81.) und Tim Jerat (86.) mit ihren Treffern die Sensation perfekt. Die Berliner verloren zudem noch Josip Simunic nach einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit (75.).
In der Schalker Arena sorgte Hannovers Torhüter Enke für die Entscheidung, als er den vom Pfosten abprallenden Ball nach einer Flanke von Rafinha unglücklich ins eigene Gehäuse lenkte. Kevin Kuranyi setzte in der 119. Minute nach einem Konter den Schlusspunkt. Damit erzielten die Königsblauen nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg wieder ein Erfolgserlebnis.
Dabrowskis Platzverweis kippt das Spiel in Aachen
In Karlsruhe avancierte der Deutsch-Iraner Ashkan Dejagah zum Matchwinner für die Wolfsburger. Der U21-Nationalspieler erzielte quasi mit dem Pausenpfiff den Siegtreffer für die Wölfe und beendete damit zugleich den Höhenflug der Badener, die zuletzt fünfmal in Folge ungeschlagen blieben. Dejagah entwickelt sich damit zum Torschützen vom Dienst, bereits in den letzten Ligaspielen gegen den 1. FC Nürnberg (3:1) und Hannover 96 (2:2) war er erfolgreich.
Vor 20.800 Zuschauern auf dem ausverkauften Aachener Tivoli wähnten sich die Gäste aus Bochum nach einem Eigentor von Marius Ebbers (21.) zunächst auf der Siegerstraße, doch mit der Gelb-Roten Karte für VfL-Akteur Christoph Dabrowski wegen wiederholten Foulspiels (30.) kippte die Partie. Patrick Milchraum (50.), Lubos Pecka (62.) und Ebbers (81.) bescherten schließlich der Alemannia den Achtelfinal-Einzug, für Bochum konnte nur noch Pavel Drsek (83. ) verkürzen. In der 90. Minute sah auch noch VfL-Stürmer Joel Epalle wegen wiederholten Foulspiels "Gelb-Rot".
Rostock ohne Probleme
In Rostock war die Partie bereits nach einer knappen halben Stunde entschieden, nachdem zweimal Enrico Kern (20. und 29.), Stefan Beinlich (23.) und Rene Rydlewicz (33.) für die Gastgeber getroffen hatten. Zafer Yelen (62.) und Dexter Langen (79.) erzielten die weiteren Hansa-Treffer.
Acht-Millionen-Euro-Neuzugang Carlos Eduardo (6.) und Francisco Copado per Foulelfmeter (45.) machten den Hoffenheimer Erfolg gegen Fürth perfekt. Die Franken kam lediglich durch Aleksandar Kotuljac zum zwischenzeitlichen Ausgleich (43.). In München machte Berkant Göktan in der 88. Minute den Sieg der Löwen perfekt. Antonio di Salvo hatte die Gastgeber in der 50. Minute erstmals in Führung gebracht. Den Ausgleich der Mainfranken, die in der 2. Liga das Hinspiel gegen die Münchner 3:0 gewonnen hatten, erzielte nur zwei Minuten später Felix Borja.
In Bremen hatten im Elfmeterschießen die Gastgeber das bessere Ende für sich. In der regulären Spielzeit waren die Werder-Amateure, die in der ersten Runde bereits den 1. FC Köln ausgeschaltet hatten, zweimal durch Kevin Schindler (31.) und Martin Harnik (60.) in Führung gegangen. St. Pauli schaffte durch Carsten Rothenbach (23.) und Ahmet Kuru (85.) jeweils noch den Ausgleich. Dabei spielte der Regionalligist nach der Gelb-Roten Karte gegen Sandro Steilbaum ab der 57. Minute in Unterzahl. Die Vorarbeit zum zweiten Bremer Treffer leistete Ivan Klasnic, der nach seiner Nierentransplantation sein erstes Pflichtspiel seit dem 17. Dezember 2006 bestritt.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
(sid/lsp)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Zitat SZ "26.10.2007 2. Bundesliga Löwen siegen 3:0 gegen Mainz,Borussia Mönchengladbach bleibt die Nummer eins in der 2. Liga - verfolgt ..."
So stand es da, 2 Tage.....
dafür hat man heute den Erfolg der Blauen tief im Artikel versteckt........
Ich habs wohl nicht mitbekommen?
Aber die sz betrachtet die 60er schon lange als lokale Angelegenheit. Aus dem Münchner Sportteil habens die seit 3 Jahren nicht mehr geschafft.
Heute wäre die Schlagzeile "Löwen besiegen Mainz" angebracht gewesen - aber nach dem Patzer vor ein paar Tagen traut ihr euch wohl nicht mehr??