Nach dem Pokalsieg feiert der FC Bayern "eine perfekte Saison" - und bittet um Geduld für Klinsmann.
Der FC Bayern befindet sich augenscheinlich in einem bedenklichen Zustand. Sonntagmorgen, die Französische Straße in Berlin Mitte. Unter dem Beifall eines kleinen Abschiedskomitees treten die Münchner aus dem Hotelfoyer, und dummerweise hat der Hauptstadthimmel ausgerechnet jetzt erstmals an diesem Wochenende seine Wolken beiseite geschoben. Die Sonnenstrahlen setzen den Bayern fast noch mehr zu als am Abend zuvor die sehr tapferen Dortmunder in ihren grell-gelben Hemden. Auch der Vorstand kämpft sichtbar mit der Schonungslosigkeit des Tageslichts, doch Karl-Heinz Rummenigge ist eben mit gutem Beispiel vorangegangen. Denn er war es ja, der seiner Mannschaft zum Beginn der kurzen Nacht befohlen hatte: "Lasst mal die Sau raus heute."
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Spaßvogel Franck Ribéry wollte beim Fototermin mit dem DFB-Pokal "verduften". (© Foto: Reuters)
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So etwas hat Ottmar Hitzfeld eher selten öffentlich gefordert, überhaupt liegt ihm Rummenigges Tonfall bekanntermaßen nicht immer. Doch nach dem 2:1-Endspielerfolg in der Verlängerung über seine alte Liebe, die Borussia, hatte auch der stets so disziplinierte Trainer im Festsaal allen geraten, sie mögen doch ausnahmsweise das weibliche Hausschwein in sich von der Leine lassen: "Wir haben zurzeit so einen harten Rhythmus, daher dürfen die Spieler die Sau rauslassen."
"Das ist schon jetzt eine perfekte Saison"
Wenn selbst dieser Asket zu gruppendynamischen Ausschreitungen rät, müssen sich die Bayern das verdient haben. Und exakt dieser Ansicht sind die Bayern nach ihrem 14. Pokalerfolg gewesen, den Kernsatz sprach Uli Hoeneß, bevor er gegen halb vier das ausgedünnte Bankett um den zäheren Kollegen Rummenigge verließ: "Das ist schon jetzt eine perfekte Saison für uns."
Der Manager ist erleichtert, denn er zweifelte ja lange, ob das alles funktionieren würde: die vielen teuren Zugänge, und dazu der Trainer, der früh zu erkennen hatte, dass er für ein Reformprojekt nur bis Saisonende eingeplant war. "Doch nun wird Ottmar auf dem Höhepunkt aufhören, selbst wenn wir den Uefa-Cup nicht gewinnen - das ist ein perfektes Ende, das ist ein Traum."
Auf der Meisterschale wird ja gerade schon wieder der Klubname eingraviert, Hitzfeld geht demnach mit dem Double fort. Mindestens. Wie es seine Art ist, hat er diese Gewissheit im abermals von einer großartigen Stimmung erfüllten Olympiastadion genossen. Fast schüchtern mischte er sich, nachdem der mit dem Goldcup geflüchtete Filou Ribéry doch wieder eingefangen war, unter seine Leute. Als diese dann aber erneut hinter Ribéry her mussten und nebenbei in Schaumwein und Weißbier duschten, schaute sich der 59-Jährige das alles lieber solo an. Hitzfeld schrieb fernab Autogramme für Kabelträger vom Fernsehen.
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der "ewig streunende Strafraum-Stenz "
Ich liebe diese Formulierung! Selten eine so treffende Beschreibung gelesen!
Den Bayern, bei denen mittlerweile trotz perfektem Rotierens schon Auswirkungen des Substanzverlustes erkennbar sind, werden vielleicht Ihre Nachlässigkeiten, die zu den Sonderschichten mit maximalen Krafteinsatz geführt haben, bereits gegen Petersburg zum Verhängnis.
Dabei wäre es im internationalen Wettbewerb schon erfreulich, wenn die Roten gut spielen und erfolgreich sind.
Einmal Löwe, immer Löwe!
Man sollte auch bei dem Hype um Toni nicht vergessen, dass auch Roy Makaay (dessen Weggang mir persönlich sehr leid tat) in einer Saison 22 BuLi-Tore schoß und eine hervorragende Quote hatte. Und ich kann mich erinnern, dass auch bei ihm oft gesagt wurde, es wäre unglaublich, wie er seine Tore machte.
Die 2001 Manschaft war sehr gut besetzt. Vor allem der herausragenderG. Elber, der beste Ausländer bei den Bayern. Nicht zu vergessen S. Effenberg, der Strippenzieher im Mittelfeld.
Das Pokalfinale war teilweise spielerisch schwach, ja langweilig.
Fussball ist halt mal keine Fun-Sportart, oftmals passiert sehr wenig-die magischen Momente wie das Zustandekommen des ersten Tores machen eben das Salz in der Suppe aus!
Auch ein 0:0 kann Spass machen, deswegen liebe ich auch den italienischen Fussball---ist nichts für Zappelphilipps, also ruhig bleiben....-und auf den Geniestreich warten....
Man muss anerkennen, dass Bayern die beste Mannschaft seit vielen, vielen Jahren hat...-absolute Weltklassekicker wie Ribery und Toni sucht man in der jüngeren Historie des Vereins fast vergeblich, da fällt mir neben Kahn lediglich Lizarazu ein...
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