St. Paulis Vorliebe für Gegner mit B: Das 1:0 gegen Bayer Leverkusen setzt eine Reihe von schönen Pokalsiegen fort.
Der Stadionsprecher hatte am Schluss so eine Mischung aus Mitleid und Schadenfreude mit den Gästen aus Leverkusen: ,,Danke, dass ihr da wart'', bemerkte er, vielleicht könnten die mitgereisten Fans ja wenigstens ,,noch mal auf den Kiez'' gehen, also auf die nahe Reeperbahn, zum Trost gewissermaßen. Und beim nächsten Aufeinandertreffen, ,,da kommen wir dann zu euch'' - was so viel hieß wie: Dann spielt der FC St. Pauli wieder in der ersten Liga.
Ein gelangweilter Ordner präsentiert am Millerntor einen unerwarteten Spielstand. (© Foto: dpa)
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Zunächst aber hatten die Hamburger nur ihren Wiedereinstand im Profifußball gegeben. Als Zweitliga-Aufsteiger hatten sie ,,so 'ne Millionentruppe'', wie Torschütze Fabian Boll Bayer Leverkusen bezeichnete, mit einem hochverdienten 1:0 aus dem DFB-Pokal geworfen.
Das war die Fortsetzung der vergangenen zwei Jahre, als man als Regionalligist etliche Bundesligaklubs durcheinanderwirbelte, Hertha BSC Berlin und Werder Bremen schlug und das Endspiel nur ganz knapp mit einer unglücklichen Niederlage gegen den FC Bayern München verpasste. Alle Gegner hatten damals mit ,,B'' begonnen, weshalb auf einem Fantrikot ,,Bokal'' stand und schon weitergedacht worden war an den europäischen Wettbewerb, in dem dann ,,Barcelona'' gewartet hätte.
In diesem Sinne war auch ,,Bayer 04'' ein gemäßer Gegner, der diese Visionen neu erblühen ließ. Und während die St. Paulianer den nicht endenden Beifall der knapp 15.000 Zuschauer auf der Baustelle Millerntor (die abgerissene Südtribüne ist noch immer nicht neu gebaut) einheimsten, setzten sich die Leverkusener Verantwortlichen schon mit der ,,Blamage'' auseinander. ,,Wir sind wieder in der Realität angekommen, wir haben geträumt'', urteilte Sportdirektor Rudi Völler. ,,Bayern München ist nach einem Aus in der ersten Runde mal Deutscher Meister geworden'', bemerkte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, um gleich hinzuzufügen: ,,Das soll es bei uns jetzt aber nicht heißen.''
Etwas später schob Trainer Michael Skibbe die Erkenntnis nach, ,,dass auf eine sehr gute Vorbereitung'' nicht unbedingt ,,ein sehr gutes ersten Spiel folge'' und erklärte die entscheidende Torszene in der 87. Minute: ,,Da haben zwei Spieler sich aufeinander verlassen und keiner hat den Ball weggeschlagen.'' Die vom Coach nicht Genannten waren Vratislav Gresko, der den Ball zunächst steil in die Luft jagte, und der zurückgeeilte Stürmer Stefan Kießling, der dachte, Gresko bügele seinen Fehler selbst wieder aus.
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zu Hause, in Berlin bekommen wir die wahrscheinlich nicht geknackt. Blöde zweite Liga, kein automatisches Heimrecht mehr ....
beim Freibier im Knust? :o)
Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn der FC St. Pauli erst im Berliner Olympiastadion auf den FC Bayern träfe.
Aber eine Frage bleibt zum Schluss noch: wer kann mir sagen, wie ich den Sonnabend seit 17:15 Uhr verbracht habe und wie ich nach Hause kam?
Beste Grüße aus Hamburg
Für den Glubb is aah wieda Boggalzeit!