Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mitgeteilt, dass der 55-jährige ehemalige Trainer von Bayern München das Angebot des DFB nicht annimmt. Die persönliche Erklärung Hitzfelds blieb vage.

Am Donnerstag sagte der ehemalige Chefcoach von Bayern München und Borussia Dortmund überraschend bei DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder ab. "Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen. Das Amt des Bundestrainers ist eine Auszeichnung, die Weltmeisterschaft im eigenen Land ein Traum. Aber ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiterzuhelfen - so, wie ich das unbedingt für nötig halte", sagte Hitzfeld.

(© Foto: ddp)

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Der Erfolgscoach bedankte sich für das "mir entgegen gebrachte Vertrauen". Mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder "habe ich ein gutes Gespräch geführt, und wir hatten Einigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt".

Mayer-Vorfelder kommentierte die überraschende Absage von Hitzfeld so: "Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld, aber ich habe sie zu respektieren. Über die neue Situation und die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer-Amt wird im DFB-Präsidium am Montag zu beraten sein".

Teamchef Rudi Völler hatte einen Tag nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Portugal bei seinem Rücktritt erklärt: "Ich hatte das Gefühl, dass die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land nur jemand machen kann, der unbefleckt ist und der einen gewissen Kredit hat."

Die Absage stürzt den DFB in ein Dilemma. Bereits am 18. August bestreitet die DFB-Auswahl ihr nächstes Länderspiel in Wien gegen Österreich. Vor einem großen Problem steht auch Mayer-Vorfelder, der die Suche nach dem Völler-Nachfolger zunächst zur "Chefsache" erklärt hatte und mit seinem Vorgehen heftige Kritik im DFB auf sich gezogen hatte.

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(dpa/sid)