DFB Hannes Wolf als Trainer des Jahres ausgezeichnet

Ausgezeichnet als Trainer des Jahres: Hannes Wolf.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der DFB kürt Wolf, der Ende Januar in Stuttgart entlassen wurde. Bernd Schuster übernimmt den chinesischen Klub Dalian Yifang. Der Hamburger SV degradiert Walace.

Meldungen im Überblick

Fußball, Trainer des Jahres: Hannes Wolf ist am Montag vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Trainer des Jahres gekürt worden. Der ehemalige Coach des Bundesligisten VfB Stuttgart folgt auf Julian Nagelsmann und ist der neunte Fußballlehrer, dem die Ehre zuteil wird. Wolf, 36, wurde bei einem Festakt im Frankfurter Vorort Gravenbruch ausgezeichnet."Es ist fantastisch. Das ist eine Anerkennung für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren. Ich freue mich riesig, dass das auch von offizieller Seite gewürdigt wird", sagte Wolf, der die Schwaben in der Vorsaison in die Bundesliga geführt hatte, wegen schwacher Ergebnisse Ende Januar aber entlassen wurde: "Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang aber auch, dass ein Trainer niemals alleine erfolgreich sein kann. Das geht nur im Team. Und ich hatte immer starke Wegbegleiter an meiner Seite."

Wolf war vor seiner Zeit in Stuttgart erfolgreicher Nachwuchstrainer. 2014 und 2015 wurde er mit den B-Junioren von Borussia Dortmund Deutscher Meister, 2016 mit den A-Junioren. Vor Wolf und Nagelsmann hatte der DFB Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski prämiert. "Wir sind uns bewusst, dass die Auszeichnung von Hannes Wolf zu einem untypischen Zeitpunkt erfolgt. Er erhält den Trainerpreis, weil wir von ihm und seiner Arbeit überzeugt sind", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Fast noch wichtiger ist, wie häufig es ihm gelungen ist, junge Spieler zu formen und zu entwickeln. Ich bin fest davon überzeugt, dass Hannes Wolf am Beginn einer sehr erfolgreichen Trainerkarriere steht."

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Fußball, China: Der ehemalige deutsche Nationalspieler Bernd Schuster fängt als Trainer beim chinesischen Erstliga-Club Dalian Yifang an. Der 58-Jährige tritt die Nachfolge des glücklosen chinesischen Trainers Ma Lin an, der nach drei Niederlagen in Folge seit Saisonbeginn gefeuert worden war, wie chinesische Staatsmedien am Dienstag unter Hinweis auf Angaben des Clubs berichteten. Der Verein in der nordostchinesischen Hafenstadt steht damit auf dem letzten Platz der chinesischen Super-Liga. Schuster, ehemals Trainer von Real Madrid, wäre neben Roger Schmidt beim Pekinger Club Guoan und Uli Stielecke bei Tianjin Teda der dritte deutsche Coach in China.

Fußball, HSV: Der Tabellenletzte Hamburger SV hat seinen streikenden Profi Walace, 22, degradiert. Der Brasilianer muss ab sofort und "bis auf Weiteres" mit der zweiten Mannschaft des Fußball-Bundesligisten trainieren. Das gab der abgestürzte Traditionsklub bekannt, nachdem Walace bei Vorstandschef Frank Wettstein und Direktor Sport Bernhard Peters zum Rapport antreten musste. "Der Spieler Walace ist vergangene Woche zum wiederholten Male seinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen. Nach den Verfehlungen zu Beginn der Rückrunde war es eine Selbstverständlichkeit, dass der Spieler sich teamorientiert verhält, den Ideen des neuen Trainers nachkommt und auf der Position spielt, wo dieser ihn am stärksten sieht", sagte Peters. Walace hatte keine Lust - wie von Neu-Trainer Christian Titz geplant - gegen Hertha BSC (1:2) in der Innenverteidigung zu spielen.

Der Mittelfeldspieler wurde daraufhin nicht in den Kader berufen, unterstützte die Kollegen dann auch nicht im Stadion - sondern posierte für lustige Fotos in den sozialen Netzwerken zu Hause. "Wir dulden nicht, dass er, während seine Kollegen um den Klassenerhalt kämpften, nicht im Stadion anwesend war und das Team nicht unterstützt hat", sagte Peters. Schon im Winter hatte Walace gestreikt und war erst verspätet ins Trainingslager der Hamburger geflogen. Die HSV-Tür ist für Walace nach seiner Degradierung allerdings nicht zu. "Wenn er sein Fehlverhalten reflektiert hat, kann er in einem Gespräch wieder auf den Trainer zugehen", sagte Peters. Der Rio-Olympiasieger war Ende Januar 2017 für rund neun Millionen Euro von Gremio Porto Alegre an die Elbe gewechselt.

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