Häufig lag der Schluss nahe, das Wort "Qualifikation" stamme für die Nationalmannschaft von "Qual" ab. Joachim Löw änderte das. Wenngleich zu einem hohen Preis.
Dass der Kölner Libero Gerd Strack bleibende Erinnerungen unter Fußballfans hervorriefe, könnte man nicht widerspruchslos behaupten. Wäre da nicht die 80. Minute eines ansonsten dramatisch unspektakulären Spiels im November 1983 in Saarbrücken, die Gerd Strack zu einem Gelegenheitshelden machte. Mit seinem einzigen Länderspieltor, einem Kopfball deutscher Abwehrspielerprägung, verhinderte er gegen Albanien eine Blamage bis auf die Knochen und sicherte doch noch die Qualifikation für die Europameisterschaft im folgenden Jahr.
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Qual? Für Bastian Schweinsteiger nahm das Spiel in Irland ein schnelles, schmerzvolles Ende. (© Foto: AFP)
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Deutschland mit seiner historisch verbrieften "Turniermannschaft'' tat sich in der Regel elend schwer, um die in der Regel erfolgreichen Turniere überhaupt zu erreichen: Ohne Thomas Häßlers Flachschuss gegen Wales im letzten Ausscheidungsspiel (November 1989) wäre Franz Beckenbauers Weltklasse-Auswahl nicht zur WM gefahren und folglich auch nicht Weltmeister geworden; das EM-Ausscheiden anno '68 wiederum gegen Albanien (0:0), die Nachsitzerspiele gegen die Ukraine 2001, schaurige Plackerei gegen Litauen (1:1), die Färöer und Island (0:0) 2003 - angesichts dieser Kette von miserablen DFB-Auftritten liegt der Schluss nahe, dass der Begriff Qualifikation von Qual abstammt.
Joachim Löw und seine Leute haben dieser Traditions-Tortur nun ein fulminantes Ende bereitet, die EM-Ausscheidung nahezu makellos geschafft und sich - abgesehen von den Gastgebern Österreich und Schweiz - drei Spieltage vor Abschluss als erster unter allen 50Mannschaften die Teilnahme gesichert. Also vor kontinentalen Größen wie Italien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Spanien usw. Das ist eine feine Sache, weil alle Beteiligten einschließlich des Publikums Zeit und Nervenkraft für andere Dinge sparen.
Weil es aber im Leben kaum Gutes gibt, das nicht auch Schlechtes beinhaltet, müssen die triumphalen Überflieger ein paar gravierende Nachteile in Kauf nehmen. Einmal straft sie die leichterhand absolvierte Qualifikation mit der Bürde des ersten Favoriten auf den EM-Titel. Damit nicht genug: Ihre Glanzleistung wird damit geahndet, dass sie als vermutlich Qualifikationsbeste neben den beiden Gastgebern und Titelverteidiger Griechenland, falls der die Teilnahme schafft, als Gruppenkopf gesetzt werden. Das hat zur Folge, dass die Endrundenauslosung sie schon in der Vorrunde mit den kontinentalen Größen konfrontiert: mit Italien, Frankreich, Niederlande, England, Portugal oder Spanien...
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(SZ vom 15.10.2007)
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In eine EM Hauptrunde gibt es keine leichte Gegner! In 2004 war, die Fifa nach, die "kleinste" Mannschaft ... Griechenland. Es ist schwerer eine EM zu gewinnen als eine WM. In eine EM Hauptrunde Gruppe gibt es keine kleine Mannschaft, man darf sich kein Patzer erlauben, in eine WM hat man wenigstens eine Mannschatf aus Afrika und/oder eine aus Asien oder Mittel Amerika ...
Hier wurde viel von Frankreich gesprochen, aber bis jetzt sind die Franzosen noch nicht dabei und es sieht nicht besonders gut aus ...
Sie können es ja schnell noch in den Sand setzen :) Erstmal am Mittwoch zünftig gegen Tschechien verlieren.
Nee, ich find's nicht schlimm. Schon in der Vorrunde spannende Spiele, dagegen kann doch keiner was haben.
Normalerweise schon. Diese EM hat aber eine Besonderheit. Normalerweise werden die besten Mannschaften als "Gruppenköpfe", d. h. auf Platz 1 gesetzt. Automatisch werden aber die Ausrichter der EM sowie Griechenland als amtierender Europameiser (falls die Griechen sich qualifizieren) auf Nummer 1 gesetzt. Damit sind drei der vier Gruppen bereits mit "Köpfen" ausgestattet, denen man keine große Leistung zutraut. Ist nun Deutschland in der Qualifikation "zu gut", werden wir als Kopf der verbleibenden Gruppe gesetzt. Im zweiten Lostopf befinden sich dann noch Mannschaften wie England, Frankreich, Italien, die normalerweise in Topf Nummer 1 sind, aufgrund der besonderen Verhältnisse aber diesmal in Topf 2, so dass möglicherweise schwerere Gegner auf uns zu kommen als üblich. Etwas kompliziert zu erklären...
aber: Um Europameister zu werden, muss man alle Gegner schlagen können, also was solls?
spielen müssen sie sowieso jeden,wenn sie europameister werden wollen(bierhoff will).egal ob frankreich,italien,spanien oder die niederlande.mein vorschlag an die glücksfee zur auslosung....
-brd
-niederlande
-england
-österreich(vielleicht sollten die ösis mit schistiefeln spielen,dass sie wenigstens eine ausrede haben wenn sie in der vorrunde ausscheiden)
Hä? Die Gefahr, dass zwei (andere) gute Mannschaften in der gleichen Gruppe sind, sinkt doch mit einer guten Platzierung in der Vorrunde?!? Statistik?