Von Javier Cáceres

Wie gut war die deutsche WM-Elf wirklich? Eine Umfrage bei der Trainertagung.

Von Montag bis Mittwoch haben in Berlin fast hundert Nationaltrainer und ebenso viele Fußball-Experten aus aller Welt getagt. Auf Einladung des Weltverbandes Fifa und der europäischen Fußballunion Uefa ging es zwei Monate nach dem Finalspiel zwischen Italien und Frankreich um die technische und taktische Aufarbeitung der Weltmeisterschaft.

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Für den DFB war Bundestrainer Joachim Löw dabei, die Kollegen aus allen Ländern klopften ihm oft und spürbar auf die Schulter. ,,Sehr positiv, absolut gut'' sei die Resonanz der ausländischen Kollegen auf den deutschen WM-Vortrag gewesen, es seien viele Komplimente gemacht worden, berichtete Löw. In einer SZ-Umfrage erläuterten Kongress-Teilnehmer, was ihnen an der deutschen WM-Leistung besonders aufgefallen und im Gedächtnis geblieben ist.

Luis Felipe Scolari (Weltmeistertrainer 2002 mit Brasilien, Nationaltrainer Portugal): ,,Für mich war die Schnelligkeit neu, die das deutsche Team angewandt hat. Diese Vitalität, mit der agiert wurde, diese Jugend. In meinen Augen haben wir einen anderen Stil gesehen, als wir ihn von Deutschland kannten. Sie haben gut mit dem Ball am Boden gearbeitet, nicht mehr den hohen Ball gesucht, sie hatten aus der Distanz gute Abschlüsse. Dieser Weg, den Klinsmann eingeschlagen hat und der nun mit Löw weitergeführt wird, ist deshalb korrekt und fundamental, weil im modernen Fußball die Möglichkeiten, nahe an den Strafraum zu kommen, immer weniger werden.''

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