Deutsche Nationalelf Was für ein Jahr!
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Wir schreiben das Jahr 2026: Gerade hat Tunesien zum zweiten mal hintereinander die Fußball-WM gewonnen. Deutschland scheiterte mit Bundestrainer Kahn wie die Jahre zuvor in der Qualifikation. Da kommt das Kind und fragt: "Papa, wie war das eigentlich damals 2006?"
Mensch, was haben wir uns geärgert! Wieder nicht qualifiziert für die WM, wieder an Zypern gescheitert! Da half auch die Brandrede von Bundestrainer Oliver Kahn vor dem entscheidenden Spiel nichts. Und ausgerechnet Tunesien hat den Pott geholt. Schon wieder! Nach der Insel-WM auf den Philippinen haben sie nun auch noch das 23. Turnier für sich entschieden.
Klinsmanns Karriere Vom Schwaben-Pfeil zum Bundes-Klinsi zum Bayern-Trainer
Enttäuscht kommt mein Sohn auf mich zu - er trägt immer noch sein Deutschland-Trikot vom Triumph 2010. Miroslav Klose, der zweifache Torschütze im Endspiel, hat darauf unterschrieben. Ich war beim Finale dabei, das habe ich ja auf meiner Hochzeit versprochen. "Sag mal Papa", sagt mein Sohn. "Vor 20 Jahren war die WM doch mal hier in Deutschland, oder? Das muss doch toll gewesen sein!
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"Glückliche Menschen haben ein schlechtes Gedächtnis und reiche Erinnerungen" sage ich ihm. Er schaut mich fragend an. Naja, will ich ihm sagen. Es war wohl das schönste Jahr im Leben eines deutschen Fußball-Fans, noch schöner als 2010, als wir gewannen. "Aber warum", will er wissen.
Weil damals einfach alles anders war. Weil am Anfang alles schief lief, was schieflaufen konnte. Der DFB engagierte einen ehemaligen Stürmer, den vieler nur "Flipper" nannten. Jemanden, der noch nie als Trainer gearbeitet hatte. Jemanden, der nicht einmal in Deutschland wohnte. "Denn kenn' ich", ruft mein Sohn. "Der Klinsmann!" Ja, der wurde vom Schwaben-Pfeil zum Bundes-Klinsi.