Löw will WM-Vorbereitung neu ordnen

Deutsche Nationalelf / Veröffentlicht am , im Sportticker

Macht sich bereits Gedanken über die WM-Vorbereitung: Bundestrainer Joachim Löw.

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DFB, Nationalelf: Joachim Löw macht sich intensive Gedanken über die bestmögliche Vorbereitung auf die Fußball-WM und erwägt einen Verzicht auf den traditionellen einwöchigen Familienurlaub für die Nationalspieler. "Es ist eine Überlegung, dass wir uns vor der WM 2014 von allen Ablenkungen befreien, um uns ganz auf das Turnier konzentrieren zu können", sagte der Bundestrainer der Bild-Zeitung. Seit 2006 hatten die Turniervorbereitungen der DFB-Auswahl stets mit einer Regenerationswoche mit Familien auf Sardinien, Sizilien oder Mallorca begonnen.

Vor der EM 2012 waren in dem Urlaubscamp nur elf von 27 Spielern dabei. Alle Akteure von Bayern München, Borussia Dortmund und die Auslandsprofis aus Spanien und Italien stießen erst später zum DFB-Tross hinzu. Löw hatte damals von einer "zerrütteten Vorbereitung" gesprochen. Auch vor dem Turnier in Brasilien droht eine unterschiedliche Anreise der WM-Akteure. Löw plant wie üblich vor Weltmeisterschaften mit einer vierwöchigen Vorbereitung. Demnach müsste er seinen Kader kurz nach dem Bundesliga-Finale (10. Mai) zusammenziehen. Dann würden allerdings die am Pokalfinale (17. Mai) und Champions-League-Endspiel (24. Mai) beteiligten Akteure vorerst fehlen. Nach Südamerika will Löw wegen der schwierigen Bedingungen in Brasilien nicht erst wie bei anderen Turnieren eine Woche vor dem ersten Spiel anreisen.

Tennis, Cincinnati: Tennisspielerin Angelique Kerber steht beim WTA-Turnier in Cincinnati in der zweiten Runde. Die deutsche Nummer eins gewann am Montag (Ortszeit) 6:7 (6:8), 6:0, 6:1 gegen Karin Knapp aus Italien. Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft die 25 Jahre alte Vorjahresfinalistin aus Kiel nun auf die Russin Alissa Kleibanowa. In der Runde der besten 16 könnte es zum Duell mit der Chinesin Li Na kommen. Im vergangenen Jahr hatte Kerber das Endspiel in Cincinnati gegen die French-Open-Siegerin von 2011 verloren.

Fechten, WM: Herrenflorett-Europameister Deutschland hat die Fecht-Weltmeisterschaften in Budapest auf dem fünften Rang beendet. Nach dem 44:45 im Viertelfinale gegen Frankreich gewannen der viermalige Einzel-Weltmeister und Europa-Champion Peter Joppich (Koblenz), der Bonner Marius Braun und die Tauberbischofsheimer Sebastian Bachmann und Johann Gustinelli die Platzierungskämpfe gegen China (45:32) und die Ukraine (45:39). Die deutschen Säbelfechterinnen wurden Elfte. Sie hatten ihr Achtelfinale gegen Südkorea 35:45 verloren. Danach gab es in der Runde um die Ränge neun bis 16 ein 45:37 gegen Spanien, ein 43:45 gegen Gastgeber Ungarn und im Gefecht um Platz elf ein 45:37 gegen Mexiko.

DFB, Torwart: Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat Torhüter Roman Weidenfeller Hoffnung auf eine baldige Nominierung für die Nationalmannschaft gemacht. Auf die Frage, ob der Dortmunder schon mit einer Berufung für die Spiele gegen Österreich und die Färöer im September rechnen könnte, sagte Löw dem kicker: "Das warten wir mal ab." Zudem wich er von seiner bisherigen Linie ab, in jedem Fall einen jungen Torhüter als Nummer drei hinter Manuel Neuer und René Adler mit zur WM 2014 nach Brasilien zu nehmen: "Dahinter gibt's nicht nur die jungen Torhüter." Zudem lobte Löw den 33 Jahre alten Weidenfeller, der noch kein A-Länderspiel absolviert hat, in den höchsten Tönen. "Ich bin bei diesem Thema offen, das will ich an dieser Stelle ganz klar sagen", betonte er: "Und ich erkenne mit größtem Respekt seine Leistung an. Er hat fantastisch gut gehalten. Er ist in den letzten zwei, drei Jahren eine Persönlichkeit geworden, und er ist einer der Köpfe der Dortmunder Mannschaft. Er hat sich fußballerisch und in der Strafraumbeherrschung klar verbessert, und auf der Linie ist er noch stärker geworden als er eh ohnehin schon war. Er hat viele eines Besseren belehrt."

Handball, Transfer: Der Wechsel des ehemaligen Welthandballers Ivano Balic in die Bundesliga ist ganz offensichtlich perfekt. Der 34 Jahre alte kroatische Ex-Weltmeister und Olympiasieger wird wohl zum Start der neuen Saison das Trikot der HSG Wetzlar tragen. "Ich freue mich, in Wetzlar zu sein", sagte Balic dem TV-Sender Sport1: "Ich hoffe, dass ich den Vertrag nach dem Medizincheck unterschreiben kann. Ich habe noch jede Menge Träume. Ich hoffe, dass ich hier ein Jahr auf ganz hohem Level spielen kann." Der Klub hatte wenige Stunden zuvor bereits eine außerplanmäßige Pressekonferenz für Dienstag (12.30 Uhr) angekündigt, um "einen Neuzugang auf der Position Rückraum Mitte zu präsentieren." Spielmacher Balic soll bei den Mittelhessen den Ausfall von Adnan Harmandic (Daumenbruch) kompensieren.