Deutsche Elf in der EinzelkritikDesorientiert, aber gut frisiert

Mats Hummels wirkt erstmals konfus, Jérôme Boateng fehlen drei Dutzend Karrierejahre an Cleverness, Lukas Podolski knüpft an seine Leistung vom WM-Halbfinale 2006 an. Und Özils Elfmetertreffer? Kommt zu spät. Die deutsche Elf beim 1:2 gegen Italien in der Einzelkritik.

Deutsche Elf in der Einzelkritik – Manuel Neuer

Mats Hummels wirkt erstmals konfus, Jérôme Boateng fehlen drei Dutzend Karrierejahre an Cleverness, Lukas Podolski knüpft an seine Leistung vom WM-Halbfinale 2006 an. Und Özils Elfmetertreffer? Kommt zu spät. Die deutsche Elf beim 1:2 gegen Italien in der Einzelkritik.

Aus Warschau von Christof Kneer und Philipp Selldorf

Manuel Neuer: Leuchtete in seinem grellroten Trikot wie nie, noch mehr als die Werbebande und Lukas Podolskis Schuhe. Die Italiener nahmen den unübersehbaren Münchner gleich ins Visier, Montolivo und Cassano probierten es mit scharfen Flachschüssen - Alltagsware für Neuer. Anders als bei Balotellis Kopfball zum 1:0, da war er machtlos. Anders auch als bei Balotellis Kracher zum 0:2, da war er ebenfalls machtlos. Klatschte dem missratenen Gesamtkunstwerk sarkastisch Beifall.

Bild: REUTERS 28. Juni 2012, 23:122012-06-28 23:12:33 © SZ vom 29.06./ske