Deutsche Aufstellung an Presse verraten Auf der Suche nach dem Maulwurf

Schon Stunden vor Anpfiff zum Spiel gegen Griechenland war die Aufstellung der deutschen Elf an die Presse durchgesickert. Passiert das auch vor dem Halbfinale, könnte ein kleiner, vielleicht aber der entscheidende Überraschungseffekt verloren gehen. Bundestrainer Löw ist sauer - und hat einen Verdacht.

Aus Danzig von Thomas Hummel

Der Intercity-Zug von Warschau nach Danzig war am frühen Freitagnachmittag gut gefüllt mit deutschen Fußballanhängern. Im Speisesaal freuten sie sich über die ungewöhnlich gute Küche, hinter ihnen wurden in dem ratternden Waggon tatsächlich die Schnitzel frisch in die Pfanne gelegt, es roch nach Bratfett.

Und während das Essen auf sich warten ließ, diskutierten die Männer in den weißen Trikots über die Aufstellung. Endlich kommt der Reus rein, der Schürrle ist auch besser als Poldi. Aber das mit Gomez, das ist schon hart.

Während draußen also noch die nordpolnischen Wälder zwischen den Stationen Ciechanow bis Malbork vorbeisausten, konnten drinnen die deutschen Anhänger schon über das Für und Wider von Joachim Löws Neuerungen debattieren. Die ganze Welt konnte das. Und das führt beim Bundestrainer und seinen Mitarbeitern zu erheblichem Missmut.

Schon kurz nach der Mittagszeit berichteten die Internetseiten der Bild, der Sport-Bild und des Kicker von der deutschen Aufstellung am Abend im Viertelfinale der EM gegen Griechenland. Thomas Müller, Lukas Podolski und Mario Gomez raus, dafür André Schürrle, Marco Reus und Miroslav Klose rein. Der Plan sei schon länger in seinem Kopf herumgegeistert, berichtete Löw.

"Wir haben es ein bisschen spannend gemacht"

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