Debatte im Ski Alpin Auch Höfl-Riesch will sich mit Männern messen

Nach ihrer Konkurrentin Lindsey Vonn findet auch Maria Höfl-Riesch einen Start in einem Männer-Rennen reizvoll, Unterhachings Volleyballer gewinnen Krimi in der Champions League, San Francisco Giants führen im Finale der US-Baseball-Meisterschaft.

Sportnachrichten in Kürze

Maria Riesch.

(Foto: dpa)

Ski Alpin, Maria Höfl-Riesch: Die zweifache Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch ist wie ihre Kontrahentin Lindsey Vonn von dem Gedanken angetan, sich im Weltcup mit Männern zu messen. "Das wäre sicher mal interessant", sagte die 27-Jährige vor dem Weltcupauftakt am Samstag in Sölden im Interview mit der dapd Nachrichtenagentur. Ab und zu trainiere sie mit den Männern mit, und dann sei es natürlich spannend zu sehen, wie groß der Zeitunterschied ist. Einmal habe sie sogar den italienischen Riesenslalomfahrer Davide Simonchelli schlagen können. "Da war ich aber gerade im Riesenslalom auch sehr gut drauf. Ich verstehe Lindsey, dass sie mal ausprobieren will, wie weit sie weg ist", sagte Höfl-Riesch weiter.

Baseball: Die San Francisco Giants sind im Finale der nordamerikanischen Baseball-Liga (MLB) in Führung gegangen. Im ersten Spiel der World Series setzte sich der Meister von 2010 am Mittwoch (Ortszeit) 8:3 gegen die Detroit Tigers durch und ging in der "Best-of-Seven"-Serie 1:0 in Führung. Pablo Sandoval legte im ersten, dritten und fünften Inning jeweils einen Homerun hin und führte die Kalifornier damit zum Sieg. Der 26 Jahre alte Venezolaner ist erst der vierte Spieler, dem drei Homeruns in einem Spiel der World Series gelangen. Sandoval zog damit mit Babe Ruth (1926 und 1928), Reggie Jackson (1977) und Albert Pujols (2011) gleich.

Volleyball, Champions League: Der deutsche Volleyball-Vizemeister Generali Haching und der frühere Serienmeister VfB Friedrichshafen sind mit knappen Siegen in die Champions League gestartet. Haching setzte sich in Gruppe D beim achtmaligen slowenischen Meister Volley Ljubljana erst nach 2:12 Stunden mit 3:2 (19:25, 25:22, 25:23, 19:25, 17:15) durch. Friedrichshafen kämpfte den österreichischen Meister Hypo Tirol Innsbruck in der Gruppe A auswärts ebenfalls in fünf Sätzen mit 3:2 (19:25, 16:25, 25:20, 25:23, 15:9) nieder.

In der Königsklasse der Frauen besiegte der deutsche Double-Gewinner Schweriner SC in Gruppe D den russischen Meister Dynamo Kasan nach fast zwei Stunden mit 3:2 (21:15, 25:14, 25:23, 21:25, 15:13). Mit 19 Punkten war Anne Buijs gegen den Vorjahresdritten der Königsklasse die erfolgreichste Spielerin der Schweriner. In Gruppe D unterlag der Dresdner SC bei Azerrail Baku aus Aserbaidschan trotz 14 Punkten von Judith Pietersen mit 1:3 (25:23, 14:25, 14:25, 17:25).

Radsport, Tour de France: Die 21 Kehren von Alpe d'Huez im Doppelpack, eine Zielankunft auf dem mythischen Mont Ventoux und die Schlussetappe unter dem Pariser Abendhimmel: Mitten in der wohl schwersten Krise der Radsport-Geschichte nach dem Skandal um Dopingsünder Lance Armstrong haben die Organisatoren der Tour de France zur 100. Ausgabe des wichtigsten Radrennens der Welt einen mit Höhepunkten gespickten Kurs präsentiert. Über 3360 km und 21 Etappen führt die Strecke, auf der der 93. Sieger der Frankreich-Rundfahrt ermittelt wird. Der Start der Rundfahrt erfolgt auf der Mittelmeerinsel Korsika, die erstmals ins Programm aufgenommen wurde. Dabei findet im Gegensatz zur Tour 2012 kein Prolog, sondern eine 200 km lange Flachetappe von Porto-Vecchio nach Bastia statt. Für den deutschen Top-Sprinter Andre Greipel bietet sich dort die Chance auf das erste Gelbe Trikot seiner Karriere.

Nach der Überfahrt auf das Festland folgt ein Mannschaftszeitfahren in Nizza, ehe in den Pyrenäen zwei Bergetappen auf dem Programm stehen. Nach dem ersten Ruhetag dürfte Martins Stunde schlagen. Beim 33 km langen Einzelzeitfahren nach Mont-Saint-Michel, das auf einer Felseninsel im Atlantik liegt und für seine historische Abtei weltberühmt ist, setzen die Veranstalter ein Wahrzeichen Frankreichs in Szene. Vor dem Showdown in den Alpen, in denen wohl auf der vorletzten Etappe nach Annecy-Semnoz der Gesamtsieger ermittelt wird, wartet noch ein "heiliger Berg" der Tour. Es geht hinauf zum Mount Ventoux in der Provence, an dem 1967 der englische Radprofi Tom Simpson starb. Der Start der Schlussetappe erfolgt am Schloss Versailles und endet in den Abendstunden auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysees. Titelverteidiger ist der Brite Bradley Wiggins.