Dauphiné-Rundfahrt Froome hängt Contador am Berg ab

Dauphiné-Rundfahrt: Radprofi Froome gewinnt Etappe 5 gegen Contador und bringt sich für die Tour de France in Stellung.

(Foto: AFP)

Radprofi Christopher Fromme gewinnt die fünfte Etappe der Dauphiné-Rundfahrt gegen seinen Rivalen Contador. Mercedes und Pirelli müssen sich vor der Fia verantworten. Der ehemalige HSV-Keeper Frank Rost steht vor einem Engagement im Handball. Heiko Herrlich bekommt einen Job beim FC Bayern.

Radsport, Dauphiné-Rundfahrt: Radprofi Christopher Froome hat sich bei der Dauphiné-Rundfahrt mit einer eindrucksvollen Vorstellung den Etappensieg und das Gelbe Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement geholt. Der in Kenia geborene Brite nutzte am Donnerstag die 5. Etappe über 139 Kilometer zur Attacke auf die Spitze, die am Vortag der Australier Rohan Dennis erobert hatte. 800 Meter vor dem Ziel griff Froome auf dem Schlussanstieg nach Valmorel an und ließ Alberto Contador im Finale stehen. Im Ziel auf 1368 Meter hatte der Brite vier Sekunden Vorsprung vor dem Spanier, der am Vortag im Einzelzeitfahren eingebrochen war. Damit hat der Sky-Kapitän, im Vorjahr Zweiter bei der Tour de France, die besten Karten für den Gesamtsieg bei der Generalprobe für die 100. Frankreich-Rundfahrt. Froome gilt dort ab 29. Juni neben Contador als Topfavorit. Froome liegt drei Tage vor dem Ende der Dauphiné beruhigende 52 Sekunden vor seinem Teamkollegen Richie Porte. "Das war heute ein guter Test für die Tour", sagte eine freudestrahlender Froome.

Fußball in England: Manchester City hat sich für die kommende Saison mit Mittelfeldspieler Fernandinho verstärkt. Der 28-jährige Brasilianer wechselt vom ukrainischen Fußball-Serienmeister Schachtjor Donezk zum englischen Champion von 2012 und soll rund 35 Millionen Euro Ablöse kosten. Der fünfmalige Nationalspieler war 2005 in die Ukraine gewechselt und hatte für Donezk seitdem in 208 Spielen 42 Treffer erzielt. 2009 gewann Fernandinho mit Schachtjor durch einen Finalsieg über Bundesligist Werder Bremen die letzte Auflage des UEFA-Pokals.

Frank Rost, Handball: Der ehemalige Fußball-Torhüter Frank Rost steht unmittelbar vor einem Engagement als Geschäftsführer beim Handball-Champions-League-Sieger HSV Hamburg. "Er hat einen Vertragsentwurf. Es gibt nur zwei Lösungen: Er unterschreibt oder er unterschreibt nicht. Ich bin sehr optimistisch", sagte Präsident Matthias Rudolph am Donnerstag. Der Vereinschef spannt vor dem letzten Saisonspiel am Samstag gemeinsam mit der Mannschaft auf Mallorca aus und feiert dort den Champions-League-Gewinn. In den nächsten Tagen soll die Entscheidung fallen. "Frank macht einen guten Eindruck", sagte Rudolph. Rost hat Betriebswirtschaft und Management studiert und war zuletzt bei den Fußball-Frauen des HSV als Trainer tätig. Der 39 Jahre alte langjährige HSV-Schlussmann und viermalige Nationalspieler hat Berührungspunkte zum Handball. Seine Eltern Christina und Peter Rost waren Handball-Nationalspieler der DDR. Der Vater ist Olympiasieger (1980), die Mutter holte mit ihrem Team Olympia-Silber (1976) und -Bronze (1980).

Fußball, Zweite Liga: Der FC Erzgebirge Aue hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Offensivspieler Rico Benatelli kommt ablösefrei von Drittligist Borussia Dortmund II und unterschrieb beim Team von Trainer Falko Götz einen Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2015. "Rico ist im Offensivbereich vielseitig einsetzbar. Wir freuen uns, so einen talentierten und von vielen Vereinen umworbenen Spieler verpflichtet zu haben", erklärte Vize-Präsident Jens Stopp. Der 21-jährige Benatelli brachte es in der abgelaufenen Saison auf 36 Einsätze beim BVB II und erzielte dabei sieben Tore. Er ist der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Frank Benatelli (VfL Bochum).

Fußball, Bundesliga: Der Wechsel des norwegischen Stürmers Mohammed Abdellaoue (27) von Hannover 96 zum VfB Stuttgart ist praktisch perfekt. "Der VfB kann mit Abdellaoue rechnen. Wir wissen, dass er zum VfB gehen will - und wir wollen seinen Wunsch auch erfüllen. Darauf kann sich Fredi Bobic verlassen", sagte der 96-Präsident Martin Kind der Stuttgarter Zeitung. Abdellaoue wäre schon die sechste Verpflichtung von VfB-Sportvorstand Bobic für die kommende Saison. "Mein Anruf nach Stuttgart wird sehr zeitnah stattfinden, spätestens nächste Woche", sagte Kind und ergänzte, man sei nicht auf einem türkischen Basar und werde deshalb auch nicht endlos um die Ablösesumme feilschen. Der VfB bietet angeblich 3,5 Millionen Euro.

Fußball, Bundesliga: Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC steht unmittelbar vor einer Verpflichtung von Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann. Der 26-Jährige reiste am Donnerstag für einen abschließenden Medizincheck nach Berlin. Danach soll Baumjohann Medienberichten zufolge einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Hertha-Trainer Jos Luhukay hält große Stücke auf den schnellen und technisch begabten Offensivspieler, der ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern zum Hauptstadtklub wechseln würde. "Ich kann noch nichts sagen, es sollte erst alles in trockenen Tüchern sein", wird Baumjohann auf Bild.de zitiert. Der frühere U21-Nationalspieler hatte bereits nach dem verpassten Aufstieg mit Kaiserslautern seinen Abschied aus der Pfalz angedeutet. Bei einer Rückkehr in die Bundesliga hätte sich der Vertrag zwischen dem Spieler und dem Zweitligisten automatisch um zwei Jahre verlängert. Baumjohann galt einst als ein großes Talent im deutschen Fußball, allerdings setzte sich der frühere Gladbacher weder bei Bayern München (2009) noch bei Schalke 04 (2004 bis 2006 und 2010 bis 2012) durch.

Eishockey, DEL: Der EHC München hat seine Personalplanungen vorangetrieben und für die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Defensivmann Matt Smaby verpflichtet. Der 1,96 Meter große US-Profi hat bereits 122 Einsätze in der nordamerikanischen Profiliga NHL zu Buche stehen. Als "absoluten Teamplayer" bezeichnete EHC-Manager Christian Winkler den 28 Jahre alten Neuzugang: "Gepaart mit seinen großartigen läuferischen Qualitäten ist er eine sehr gute Verstärkung für unser Team."

Formel 1, Mercedes: Im Zuge der Reifen-Affäre in der Formel 1 müssen sich Mercedes und der Einheitshersteller Pirelli vor dem Gericht der FIA verantworten. Diese Entscheidung teilte der Automobil-Weltverband am späten Mittwochabend mit. Damit reagierten die Entscheidungsträger in Paris auf die möglicherweise illegalen Testfahrten, die Pirelli und Mercedes Mitte Mai mit einem aktuellen Auto in Barcelona durchgeführt hatten. Ferrari, das im April mit einem Boliden von 2011 mit Pirelli getestet hatte, hat dagegen keine weiteren Konsequenzen zu fürchten. Sebastian Vettels Rennstall Red Bull Racing und Ferrari hatten im Rahmen des Großen Preis von Monaco vor knapp zwei Wochen offiziell Protest eingelegt, nachdem die Tests mit den Mercedes-Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton bekannt geworden waren. Beide Teams sahen einen Wettbewerbsvorteil für die Konkurrenz, da die FIA-Regularien Testfahrten mit einem aktuellen Boliden während der Saison nicht gestatten. Die Stewards in Monte Carlo verfassten daraufhin einen Bericht an die FIA, die im Anschluss Erklärungen von allen Beteiligten einholte. Auf Grundlage dieser wird nun das Verfahren gegen Mercedes und Pirelli eröffnet.

SZ-Buch 15:30. Die Bundesliga. Das Buch.

50 Jahre Bundesliga - das Buch zum Jubiläum. Die SZ-Reporter schlagen auf 440 reich bebilderten Seiten die interessantesten Kapitel noch einmal auf. Sie erzählen von denkwürdigen Meisterschaften, von Traum- und Phantomtoren und vom krönenden Abschluss der Jubiläumssaison: dem Champions-League-Finale in Wembley. www.sz.de/1530

Tennis, French Open: Das tschechische Tennis-Duo Lucie Hradecka und Frantisek Cermak hat sich bei den French Open den Titel im Mixed gesichert. Die ungesetzte Paarung siegte im Endspiel in Paris 1:6, 6:4, 10:6 gegen Kristina Mladenovic und Daniel Nestor. Das Paar aus Frankreich und Kanada war an Nummer fünf gesetzt. Für ihren Erfolg erhielten Hradecka und Doppel-Spezialist Cermak 105.000 Euro, die Verlierer mussten sich mit 53.000 Euro zufriedengeben. Hradecka hatte vor zwei Jahren bereits den Titel im Damen-Doppel geholt und ist im Einzel die Nummer 87 der Weltrangliste.

Fußball, Regionalliga: Der Niederländer Erik ten Hag soll das U 23-Team des FC Bayern München in der kommenden Saison als neuer Trainer in die 3. Fußball-Liga führen. Der 43-Jährige, bisher als Coach beim holländischen Zweitligisten Go Ahead Eagles Deventer unter Vertrag, wird beim viertklassigen Nachwuchsteam des Triplesiegers Nachfolger des abtretenden Mehmet Scholl. Er erhält einen Kontrakt bis Mitte 2015, wie die Münchner mitteilten. Zuvor hatte die Bild-Zeitung über den Wechsel berichtet. Der frühere Profi ten Hag arbeitete von 2009 bis 2012 bereits drei Jahre als Co-Trainer beim niederländischen Spitzenverein PSV Eindhoven unter Fred Rutten. In den vergangenen Monaten waren zwischenzeitlich auch der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg und Peter Hermann, bisheriger Co-Trainer von Chefcoach Jupp Heynckes, als Scholl-Nachfolger beim Regionalligateam gehandelt worden. In der abgelaufenen Spielzeit war der FCB II in der Regionalliga Bayern nur Zweiter geworden und hat den Drittliga-Aufstieg knapp verpasst.

Darüber hinaus steht Heiko Herrlich wie erwartet vor einem Einstieg als Trainer der U17 des Triple-Siegers. Wie Sport Bild online meldet, ist die Zusammenarbeit ab 1. Juli nun beschlossene Sache. Herrlich hatte bereits beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter dem heutigen Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer als Nachwuchstrainer (U17 und U19) gearbeitet.

Olympia, München: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wünscht sich so schnell wie möglich Olympia in Deutschland. "Je früher wir den Zuschlag für Olympische Spiele bekommen, umso besser für den Spitzensport in Deutschland, umso besser für den Breitensport", sagte er der FAZ. Das Münchner Konzept für die Winterspiele 2018 sei "super" gewesen: "Mit einigen wenigen Änderungen könnten wir damit sofort wieder antreten." Man müsse dabei auf jeden Fall die Bürger einbeziehen. "Wenn sie einverstanden sind, entscheidet der Sport über eine erneute Bewerbung", sagte Friedrich. Zuletzt hatte sich Leipzig für die Sommerspiele 2012 und München für die Winterspiele 2018 beworben. Die bayerische Landeshauptstadt könnte auch für 2022 wieder ihren Hut in den Ring werfen. "Wenn wir den Zuschlag für 2022 nicht bekommen, hätte die Wintersportnation Deutschland 90 Jahre lang keine Winterspiele im eigenen Land, 90 Jahre! Es wird also höchste Zeit", sagte Friedrich. Das Einverständnis der Bürger will sich der deutsche Sport im Herbst holen. Statt der bisher geplanten zwei Bürgerentscheide in München und Garmisch-Partenkirchen wird es vor der Bewerbung um die Winterspiele 2022 sogar vier Abstimmungen geben. "Wir haben Übereinstimmung erzielt, dass wir am 10. November vier Bürgerentscheide durchführen", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Sollten diese positiv verlaufen, wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 14. November die Bewerbung beim IOC einreichen.

Wasserspringen, Deutsche Meisterschaften: Wasserspringer Sascha Klein hat zum Auftakt der Wettkämpfe bei den deutschen Meisterschaften in Dresden aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichtet. Der achtmalige Europameister zog sich vor einigen Tagen eine schwere Gehörgangsentzündung zu und sagte seine Teilnahme am Turm-Synchronspringen mit Partner Patrick Hausding (Berlin) ab. Auch Kleins Einsatz im Synchronspringen vom 3-m-Brett mit Martin Wolfram (Dresden) zum DM-Abschluss am Sonntag ist fraglich. Da die deutschen Meisterschaften als Qualifikation für die Heim-EM in Rostock (18. bis 23. Juni) und für die WM in Barcelona (19. Juli bis 28. Juli) dienen, muss Klein formal um seine Nominierung bangen. "Ich hoffe aber, dass es die Möglichkeit gibt, dass ich meine Leistung in einem Trainingswettkampf nachweisen kann", sagte er. Der 27-Jährige hatte sich vor seiner Erkrankung gerade erst von einer Ellenbogenverletzung erholt, die ihn im Trainingsaufbau weit zurückgeworfen hatte.