David Haye will Klitschko herausfordern

Comeback des Schwergewichts-Boxers /
Sportnachrichten in Kürze
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Er will gegen Witali Klitschko kämpfen: der Brite David Haye. 

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Boxen, David Haye: Das Comeback des früheren Box-Weltmeisters David Haye ist perfekt. Der 32 Jahre alte Brite gab am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in London seine Rückkehr in den Ring bekannt. "Ich will den Schwergewichtstitel zurück", sagte Haye und unterstrich seinen Wunsch nach einem Kampf gegen WBC-Weltmeister Witali Klitschko ist. Bisher habe das Klitschko-Lager aber nicht auf E-Mails von Haye und dessen Entourage reagiert. Seinen ersten Kampf seit dem Sieg gegen seinen Landsmann Dereck Chisora im Juli 2012 will Haye, der seinen WBA-Titel im Juli 2011 an Wladimir Klitschko verloren hatte, am 29. Juni in Manchester gegen einen noch unbekannten Gegner bestreiten. Insgesamt plant Haye für dieses Jahr zwei Kämpfe.

Frauenfußball, Champions League: Die Frauen der VfL Wolfsburg haben sich mit einem 2:0 (0:0) bei FK Rossijanka erstmals für das Halbfinale der Champions League qualifiziert. Ein Kopfballtor von Conny Pohlers (71. Minute) und ein Treffer von Lena Goeßling (88.) beseitigten am Donnerstag in Moskau die Zweifel am Weiterkommen des Bundesliga-Tabellenführers. Das VfL-Team, das bereits das Hinspiel gegen den russischen Meister 2:1 gewonnen hatte, kämpft nun gegen den Mitfavoriten Arsenal aus London um den Einzug in das Endspiel am 23. Mai in der britischen Hauptstadt. Auch ohne die angeschlagene Nationalspielerin Viola Odebrecht waren die Wolfsburgerinnen auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions die dominierende Mannschaft. VfL-Torhüterin Alisa Vetterlein wurde kaum geprüft. Trainer Ralf Kellermann musste allerdings lange zittern, ehe sich die Überlegenheit seines Teams auch in Zahlen ausdrückte. Die beiden Tore im Endspurt belohnten den engagierten Auftritt vor einer Geisterkulisse in dem 85 000 Zuschauer fassenden Stadion.

Fußball, Werder Bremen: Bei Werder Bremen sind die Nerven der Fußball-Profis vor dem Auswärtsspiel bei Mainz 05 angespannt. Stürmer Marko Arnautovic und Verteidiger Sokratis gerieten am Donnerstag nach einem Zweikampf im Training aneinander und lieferten sich ein Handgemenge. Die Mitspieler Mehmet Ekici und Assani Lukimya trennten die beiden Streithähne. Trainer Thomas Schaaf reagierte gelassen und nahm den aufgebrachten Sokratis zur Seite. "Das war ein Zweikampf mit Emotionen. Das ist keine große Sache", kommentierte der Coach des Bundesligaclubs den Zwischenfall.

Tennis, Frauen: Maria Scharapowa steht erneut im Endspiel des Tennis-Hartplatzturniers von Miami. Die russische Weltranglisten-Zweite gewann am Donnerstag souverän ihr Halbfinale gegen die Serbin Jelena Jankovic in nur 63 Minuten mit 6:2, 6:1. Somit hat Scharapowa zum fünften Mal die Chance auf ihren ersten Turniersieg in Südflorida. Ihre vorherigen vier Endspiele hatte sie 2005 und 2006 sowie 2011 und 2012 jeweils verloren. Die Finalgegnerin beim mit 4,2 Millionen Dollar dotierten Event wird zwischen der fünfmaligen Miami-Siegerin Serena Williams (USA) und Titelverteidigerin Agnieszka Radwanska aus Polen ermittelt.

WM-Qualifikation, Japan: Japan hat beim Fußball-Weltverband Fifa offiziell Protest gegen die Wertung des WM-Qualifikationsspiels in Jordanien eingelegt. Bei der 1:2-Niederlage in Amman war es offenbar zu Angriffen mit Laserpointern aus dem jordanischen Fanblock gekommen. "Wir sind nicht sicher, ob wir überhaupt eine Antwort von der Fifa erhalten", sagte ein Offizieller des japanischen Fußballverbands (JFA). Der JFA-Präsident Kuniya Daini äußerte sich gegenüber Reportern, er sei entsetzt über die Aktivitäten einiger jordanischer Fans und hoffe, derartige Vorkommnisse würden sich nicht wiederholen.

Bei der Partie waren Japans Torhüter Eiji Kawashima und Mittelfeldspieler Yashuhito Endo durch die Laserstrahlen, die Augenschäden verursachen können, erheblich gestört worden. Kawashima wurde beim Abwehrversuch kurz vor einem Gegentreffer Ziel der Attacken, Endo verschoss einen Elmeter. In Japans Mannschaft kamen aus der Bundesliga der Stuttgarter Shinji Okazaki, der Wolfsburger Makoto Hasebe und der Schalker Atsuto Uchida zum Einsatz.

Fußball, EM 2020: Das Exekutivkomitee der Uefa hat bei seiner Sitzung in Sofia die Anforderungen und das Bewerbungsreglement für die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft 2020 genehmigt. Wie die Europäische Fußball-Union am Donnerstag mitteilte, werden die Spiele der EM-Endrunde auf zwölf Standardpakete mit je drei Gruppenspielen und einer Achtel- oder Viertelfinalbegegnung sowie ein Paket mit den Halbfinalspielen und dem Finale verteilt. Das Turnier findet in sieben Jahren in 13 europäischen Städten statt. Pro Land wird es nur einen Austragungsort geben. Jeder Nationalverband kann maximal zwei Bewerbungen einreichen - eine für ein Standardpaket und eine für das Halbfinal- und Endspielpaket. Dabei kann ein Verband beide Bewerbungen für dieselbe Stadt einreichen oder zwei verschiedene Städte vorschlagen. Von April 2014 an können die Bewerber ihre Unterlagen einreichen, die Wahl der Austragungsstädte durch das Uefa-Exekutivkomitee erfolgt im September 2014.

Fußball, Hoffenheim: Kapitän Andreas Beck hat die Personalpolitik seines Vereins 1899 Hoffenheim massiv kritisiert. "Ein Neustart ist nötig", sagte der 26-Jährige im Interview mit dem Kicker. "In meinen fünf Jahren hier gab es eine unfassbare Fluktuation an Spielern. Ein ständig volles Stadion kennen doch nur noch Tobi Weis, Sejad Salihovic und ich." Fünf Jahre nach seinem Durchmarsch von der Dritt- in die Erstklassigkeit droht dem Verein in dieser Saison der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga.

Beck fordert daher unabhängig vom Ausgang dieser Spielzeit im Sommer einen radikalen Schnitt. "Ich glaube nicht, dass wir mit der gleichen Konstellation wieder hinkommen, wohin der Verein möchte: attraktiv und erfolgreich Fußball spielen", meinte er. "Wir brauchen neue Impulse. Aber nicht den Abstieg." Trotz des 17. Tabellenplatzes und vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang glaubt der neunfache Nationalspieler aber weiter an eine Rettungschance. "Der Klassenerhalt ist definitiv noch machbar", sagte Beck. "Ich fühle mich schon in der Bringschuld dem Verein gegenüber. So wie andere Spieler auch, die länger hier sind."

Basketball-Trainer Dirk Bauermann "Ich würde Uli Hoeneß nie einen Lügner nennen"

Nach seinem überraschenden Rauswurf als Trainer des FC Bayern hat Dirk Bauermann lange geschwiegen. Im Interview mit der SZ weist er nun Gerüchte zurück, er habe Präsident Hoeneß beschimpft. Stattdessen greift Bauermann den Bayern-Manager Marko Pesic an.

Fußball, Borussia Dortmund: Jakub Blaszczykowski wird Borussia Dortmund im Bundesliga-Match am Samstag (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart fehlen. Der Mittelfeldspieler kann nach einer bei der polnischen Nationalmannschaft erlittenen Zerrung im Adduktorenbereich aber auf einen Einsatz am nächsten Mittwoch in der Champions League in Malaga hoffen. "Die Verletzung ist nicht so dramatisch, wie wir es zunächst befürchtet hatten", sagte am Donnerstag BVB-Trainer Jürgen Klopp. Verteidiger Mats Hummels wird dem BVB nach einer Sprunggelenkverletzung allerdings sowohl in Stuttgart als auch in Malaga fehlen. Klopp erwartet bei den Schwaben eine intensive Partie: "Wir müssen auf alles eingestellt sein." Mit einem Sieg beim VfB würden die Dortmunder zudem verhindern, dass Tabellenführer Bayern München den Gewinn der deutschen Meisterschaft am Samstagabend perfekt machen kann. "Wenn es bei den Bayern etwas zu gratulieren gibt, mache ich das herzlich. Aber unser Plan ist es, in Stuttgart zu gewinnen", meinte Klopp.

Basketball, NBA: Die Erfolgsserie der Miami Heat ist gerissen. Nach 27 Siegen nacheinander verlor der Meister am Mittwoch (Ortszeit) bei den Chicago Bulls 97:101. Damit verpasste Miami den NBA-Rekord der Los Angeles Lakers. Die Kalifornier hatten in der Saison 1971/72 insgesamt 33 Partien in Serie gewonnen. Miamis erste Niederlage seit dem 89:102 am 1. Februar gegen die Indiana Pacers konnte auch ein erneut starker LeBron James nicht abwenden. Der Flügelspieler war mit 32 Punkten bester Werfer der Partie. Bei den Bulls erzielte Luol Deng 28 Zähler. Carlos Boozer holte neben seinen 21 Punkten auch 17 Rebounds. Miami hat trotz der Niederlage mit 56:15-Siegen weiter die beste Bilanz aller 30 NBA-Teams.

Bastian Schweinsteiger: DFB-Vizekapitän Bastian Schweinsteiger hat die Pfiffe einiger Fans für Manuel Neuer beim Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalelf gegen Kasachstan gerügt. "Ich persönlich finde es sehr schwach, wenn Zuschauer die eigenen Spieler auspfeifen", sagte der 28-jährige Mittelfeldprofi des FC Bayern am Donnerstag und nahm seinen Clubkollegen damit in Schutz. "Die Nürnberger Fans sind ja mit Schalke verbunden, vielleicht hat es was damit zu tun", vermutete er. Der frühere Schalker Neuer war beim 4:1-Sieg der deutschen Mannschaft nach einem Fehler vom Großteil der Zuschauer bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen worden. Bundestrainer Joachim Löw hatte sich bereits nach der Partie darüber echauffiert.