Lionel Messi schießt den FC Barcelona beim 4:1 gegen Arsenal London mit vier Treffern im Alleingang ins Halbfinale der Champions League. Dort kommt es zum Showdown mit José Mourinhos Inter Mailand.
Gerade sah es so aus, als würde der große FC Barcelona in Schwierigkeiten geraten. Als würde der FC Arsenal die Superlativ-Kicker aus Spanien im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinales tatsächlich in Bedrängnis bringen. Da tauchte plötzlich Messi vor dem Tor der Engländer auf. Es war die 21. Minute, aber Arsenal führte bereits mit 1:0. Messi dribbelte von rechts in die Mitte, zog von der Strafraumlinie ab - und drosch den Ball ins Toreck. Schon stand es 1:1, und Messi hatte Lust auf mehr: Der Argentinier erhöhte noch in der ersten Hälfte per Hattrick auf 3:1 und traf in der zweiten Halbzeit noch einmal - 4:1, Endstand. Messi hatte Arsenal alleine aus dem Wettbewerb geschossen.
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Barças Lionel Messi kommt nach seinem Viererpack gegen Arsenal auf bemerkenswerte 39 Saisontore in allen Wettbewerben. (© Foto: getty)
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Im Gegensatz zum Hinspiel war es zu Beginn eine Fußballpartie von zwei Mannschaften. In London noch hatten die Statistiker nach zwanzig Minuten zwölf Torschüsse für Barcelona gezählt - Arsenal hatte zum gleichen Zeitpunkt noch nicht einmal auf das gegnerische Tor geschossen. Im Camp Nou war es zunächst anders. Klar, Barcelona hatte mehr Ballbesitz und auch hier die ersten Möglichkeiten: Messi schoss knapp rechts und einmal links am Tor vorbei, Xavi probierte es vergeblich mit der Hacke.
Arsenal geht in Führung
Aber Arsenal spielte mit und versuchte vor allem, Barças zwei Ersatz-Innenverteidiger Gabriel Milito und Rafael Márquez unter Druck zu setzen - was in der 18. Minute ganz vorzüglich gelang. Abou Diaby erkämpfte an der Mittellinie den Ball gegen Milito und schickte Theo Walcott steil, der im Strafraum auf seinen Partner Nicklas Bendtner querlegte - im Nachschuss erzielte der Arsenal-Stürmer schließlich das 1:0 für sein Team.
Doch es wurde nur drei Minuten still im ausverkauften Camp Nou, denn dann kam ja Messi - und fortan feierte das Publikum den Argentinier bis zur 90. Minute mit Sprechchören. Barcelona kontrollierte die Partie nach dem Ausgleich ähnlich wie die erste Halbzeit im Hinspiel, Arsenal war bis zum Seitenwechsel nur noch selten in der gegnerischen Hälfte zu sehen. Messi münzte die Überlegenheit in Tore um: In der 37. Minute legte Silvestre Pedro im Strafraum ab, Messi umkurvte noch einen Verteidiger und hob den Ball allein vor Arsenal-Keeper Manuel Almunia zum 2:1 ins Netz. In der 42.Minute dann köpfte Seydou Keita an der Mittellinie in den Lauf von Messi, wieder lupfte der Weltfußballer die Kugel über Almunia - 3:1.
Mourinho und Inter warten
In der zweiten Hälfte ließen es die Katalanen etwas ruhiger angehen. Am Samstag steht ja schon das Spitzenspiel der Primera División gegen das punktgleiche Real Madrid an. Arsenal hatte deshalb ohne die Verletzten Cesc Fàbregas, William Gallas und Andrej Arschawin mehr Raum für sein Offensivspiel - jedoch praktisch keine Chancen, um wie beim 2:2 in London noch einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen. Stattdessen setzte Messi mit seinem vierten Treffer den Schlusspunkt (88.).
Im Halbfinale trifft Barcelona nun auf Inter Mailand. Der italienische Meister setzte sich in Moskau gegen ZSKA mit 1:0 (1:0) durch. Dieses Spiel war schon nach sechs Minuten nicht mehr unbedingt spannend: Da traf Wesley Sneijder mit einem flachen Freistoß, der am Fuß des unglücklichen ZSKA-Keeper Igor Akinfejew vorbei ins Netz rauschte - nach dem 1:0-Hinspielsieg der Italiener benötigten die Russen drei Tore, wovon sie bis zum Ende weit entfernt blieben.
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(SZ vom 07.04.2010/jbe)
Bergkirchweih in Erlangen
bei Bayern ist es wahrscheinlich der A-Jugdnekader, der eine ähnliche finanzielle Substanz wie der Bundesligakader der Eintracht aufweist. Dieser Abstand sollte schon bemerkt werden.
Aber ich halte Lahm auch für einen ähnlichen niveauvollen Fußballspieler wie die Spanier. Einen Messi, einen Kaka oder Ronaldo aber - die findeste halt net auf den Bäumen. Oft ist es der Inspriation eines Einzelnen geschuldet, wenn ein Spiel entschieden wird, wo zuvor sich zwei Systeme nahezu neutralisiert haben.
Bayern hatte Ribery, dessen Inspriation irgendwo in den Praxen von Müller -Wohlfahrt verloren gegangen ist, und hat Robben - nicht immer aber .... sie wissen schon.
So hatte ich selbst beim Rückspiel Stuttgart gegen Barcelona nie einen großen Unterschied zwischen zwei MANNSCHAFTEN ausgemacht - Stuttgart wirkte zu Beginn aktiv und engagiert - nur: die Streiche eines Messi paralysierten diese Stuttgarter Mannschaft, während die Spanier sich am Genius ihres Messi aufrichten konnten und jederzeit können. Das ist´s, was mich erstaunt und fasziniert; dass trotz aller Systematik, immer noch das Spielerische, das Unvorhersehbare und für Breitensportler oft Unerklärliche diesen Sport menschlich macht.
Sehen Sie denn in der BuLi oder sonstwo einen Spieler wie Messi in seiner aktuellen Verfassung? Lahm und vielleicht bald Schweinsteiger (der lernt die 6/8-Position noch) scheinen mir nicht ganz so weit weg zu sein von Xavi und Iniesta. Das mit dem Barca-System-Fussball ist schon beeindruckend. Wäre schön, wenn vG seine Vorstellung mit den Dreiecken und der Entwicklung von Talenten weiterverfolgen dürfte, auch wenn dieses Jahr kein Titel rausspringt. Vielleicht organisieren sich die Bayern dazu noch ein Scouting-System, dass Talente nicht nur zwischen Donau und Alpennordkamm, sondern auch anderswo identifizieren und anwerben kann.
"wahrscheinlich steckt in der D-Jugend von Barca mehr Geld als im Bundesligakader der Frankfurter Eintracht. "
Da haben Sie zwar möglicherweise recht, aber das dürfte beim FC Bayern ganz ähnlich sein.
Und auch der FCB hatte ja über die letzten Jahre durchaus einige Spieler, die es ziemlich weit gebracht haben: Hamann, Ziege, Schweinsteiger, Lahm, Trochowski, Guerrero, zuletzt Badstuber.
Dennoch fällt auf, dass kein Spieler vom Format eines Xavi, Iniesta, Messi dabei war. Ist das nur Zufall? Lahm und Schweinsteiger sind sicher sehr gute Fussballer aber das Niveau der obigen haben sie nicht.
Der Konzeptfussball von Barca ist schon einzigartig, auch dass das System von frühester Jugend an geübt und bis in die erste Mannschaft beibehalten wird. Und dass schon bei der Auswahl der Spieler als Kinder und Jugendliche mehr Wert auf technische Fähigkeiten gelegt wird, als das bei anderen Vereinen der Fall ist.
Es ist einfach für jeden Fussballfreund eine Freude diesen Spielern zuzusehen. Die Ballsicherheit der gesamten Mannschaft (selbst der Innenverteidiger) ist wirklich beeindruckend. Und wenn man auf einen Spieler wie Xavi schaut, der, egal wie bedrängt, immer den Kopf oben hat auf der Suche nach einem Mitspieler den er mit einem perfekten Pass bedienen kann....dann weiß man, warum der einer der besten Spieler der Welt ist....und man selber nie über die Kreisliga B hinausgekommen ist ,-)
Arsene Wenger, Arsenal London, Arsenals One Touch Fußball bzw den Englischenn Fußbal im Allgemeinen? Als der FCB letztes Jahr bei Barca unter die Räder kam, war der Ton des Artikels irgendwie anders.
Der Fussball von Barca ist taktisch stimmig und die Einzelkönner setzen die Glanzpunkte. Die Medien und Fans in Spanien müssen aber wesentlich toleranter sein als bei uns. Wenn ein BuLi-Verein derart die Millionen versenken würde wie Barca (Milito, Chygry, Hleb; der völlig überteuerte Tausch Zlatan-Etoo), dann wäre die Häme hierzulande groß.
Wird jedenfalls spannend, ob Mourinho im Halbfinale das defensive Mittel findet.
Paging