Es war ein turbulenter Spieltag in der Champions League - die einzige Konstante ist das mäßige Abschneiden der deutschen Vereine, die allesamt um das Weiterkommen bangen müssen.
Gut, dass es an einem Spieltag der Turbulenzen, an dem der FC Liverpool, der FC Barcelona oder Real Madrid ihre Heimspiele verlieren, eine Konstante gibt, an die man sich in der Champions League klammern kann: Die gute deutsche Bundesliga bringt niemanden durcheinander. Sie steht stabil und verlässlich in ihrer internationalen Anspruchslosigkeit. Organisatorisch hat sich die Bundesliga längst zum Vorbild gemausert, Wochenende auf Wochenende wundert sich der Rest von Europa über dieses bunte, meist friedliche Familienfest in rappelvollen, wunderschönen Stadien.
Louis van Gaal nach der Niederlage in Bordeaux. (© Foto: Getty)
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Dieser Rest von Europa ist dann aber auch froh, dass die Welle der Begeisterung spätestens an den Landesgrenzen abebbt. Geht die Liga auf Reisen, empfängt sie ihre Gäste, so bleibt sie galant in ihrer Rolle: Bitte nach Ihnen, liebe Spanier, Engländer, Italiener, Türken und Franzosen! Wir sind genügsam, wir feiern uns doch schon am Samstag wieder selbst.
1:3, 0:0, 1:2 - so haben Stuttgart, Wolfsburg und der FC Bayern in dieser dritten Champions-League-Runde abgeschnitten, für alle drei Abgesandten aus der fidelen deutschen Bundesliga wird es - nach gerade drei Siegen in den ersten neun Spielen - schwer, auch nur das Achtelfinale zu erreichen. Das frühe Scheitern ist schon Gewohnheit, denn seit dem Champions-League-Sieg 2001 des FC Bayern und dem Finalstart 2002 von Bayer Leverkusen hat kein deutscher Klub mehr den Rest von Europa im Halbfinale stören können.
Unfair wäre es, der Liga zu unterstellen, sie habe sich in ihrer Nebenrolle abgefunden, im Sommer packte der FC Bayern noch einmal mehr als 75 Millionen Euro für die Personal-Veredlung aus, und der neue Trainer Louis van Gaal brachte dazu die passenden Adjektive mit: selbstbewusst, arrogant, dominant, ehrlich, arbeitssam, innovativ, aber auch warm und familiär sei dieser FCBayern. Und so sei auch er.
Dafür aber, dass zusammenpasst, was sich ähnlich charakterisiert, gibt es momentan kaum Anzeichen. Nach dem Rauswurf des Sturm-und-Drang-Klinsmanns waren Hoeneß und Rummenigge erleichtert, "einen Fußball-Lehrer" entdeckt zu haben. Jetzt aber, da die Versetzung in die nächste Runde gefährdet ist, muss der Klub zur Schadensbegrenzung auf vieles hoffen; auch darauf, dass es im familiären Wärmehaus nicht wieder bitterkalt wird.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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(SZ vom 23.10.2009/jüsc)
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welch ein eklatanter Unterschied, vor allem in der Berufsauffassung. Die Bulikicker waren
echt zum abgewöhnen, dann die Lamentos der Verantwortlichen, ja ticken die noch richtig?
Wenn ich für solche Übertraguingen noch etra Geld zahlen müßte, würde ich mir wohl
in Aller..... beisen.
Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte kaum größer sein.
Ist es nicht traurig, dass manche Menschen, ich spreche von den Fans des FC Bayern, zwei verschossene Elfmeter des Gegners bereits als Erfolg feiern und dabei übersehen, dass ihre ach so geliebte Mannschaft über 90 Minuten größtenteils nur das gespielt hat, was man gemeinhin als das bezeichnet, was bei den meisten Lebewesen hinten rauskommt??!
ich wollte nochmals die 5jahreswertung rauskramen eben zum Thema "Versetzung gefährdet"
Wie kann einem der 3. CL Platz egal sein? Ein Platz mehr bringt eben nicht nur einen Platz mehr (für eine laut Bayern Fans sicherlich untaugliche Mannschaft) aber eben auch mehr Geld für den Verein und damit für die deutsche Bundesliga. Von daher ist es nur gut eben einen solchen Platz zu bekommen.
Warum wir an Italien vorbeiziehen können, liegt aber nicht nur an den Skandalen um Juwe, sondern auch an der deutschen Schwäche vor 4 Jahren. Aus der %Jahreswertung fallen nämlich relativ miese Saisons 05-06 und 06-07 heraus in denen Italien ein drittel mehr Punkte hatte als wir.
Anders gesagt, würden in dieser Saison keine Punkte mehr vergeben werden, stünden wir vor Italien. Also Daumendrücken, und zwar allen deutschen Mannschaften
"Bayern war immer dabei oder besser!
Soviel zu Ihren Clubs Bremen und Hamburg die die deutsche Fahne angeblich hochhalten!"
Im UEFA-Team-Ranking (dass sich aus den für die 5-Jahreswertung geholten Punkten der einzelnen Clubs zusammensetzt), steht Bayern derzeit auf Platz 8, Werder hauchdünn dahinter auf Platz 9 (glaube, hätten Sie gestern gewonnen, wären sie sogar vorbeigezogen) und der HSV auf einem guten 14. Platz. D.h. in den vergangenen 5 Jahren haben die Bayern EBEN NICHT mehr für die 5-Jahreswertung getan als andere BuLi-Vereine, oder nur im kaum messbaren Bereich.
Natürlich ist der FCB der stärkste Verein aus der BuLi und auch der einzige, der in der ernsthaft CL Ambitionen hegen kann, aber der UEFA-Cup bringt nunmal auch Punkte. Und da sind die deutschen Teams in den vergangenen Jahren sehr gut dabei gewesen. 2006 Schalke im HF, 2007 Werder im HF, 2008 Bayern im HF, 2009 Werder im Finale und HSV im HF. Kann sich sehen lassen.
Ich hätte auch nichts dagegen, wenn die BuLi-Vereine auch in der Lage wären, in der CL mehr zu reissen. Dazu hat aber aktuell nur der FCB die finanziellen Mittel. Und sämtliche Möglichkeiten, die anderen Vereine in diese Liga zu pushen (Abschaffung 50+1, Abschaffung Zentralvermarktung; Kreditlimits ohne jedes Risikobewußtsein...) gefällt mir nicht genug, als dass es das Wert wäre.
Zur Ausgeglichenheit der Bundesliga hat lati2578 alles gesagt. Mir gefällt die Liga zu gut, um für ein bißchen mehr Ruhm in der CL spanische (viele Beinahe-Pleiten in der ersten und zweiten Liga), italienische (ohne Worte) oder englische (für Normalverdiener kaum noch zu finanzieren) Verhältnisse hinzunehmen.
Das klingt ja auch schon anders.
Die Dominaz der großen Clubs in der CL will ich ja nicht in abrede stellen. Letztlich stört es mich aber, wenn Sei sagen, dass wir aufpassen müsseunsere CL-Startplätze nicht zu verlieren bzw. es auch nicht schlimm wäre.
Die 5-Jahreswertung als subjektiver Maßstab zeigt, dass wir die Plätze absolut zu Recht haben und uns zu Recht Hoffung auf einen vierten Platz machen dürften.
Und zweitens kann man halt nur konkurrieren, wenn man regelmässig vertreten; ohne Startplätze werden wir den Rückstand nie aufholen.
Paging