Manchester United kassiert im Champions League-Viertelfinale gegen den FC Porto den späten 2:2-Ausgleich, und auch Arsenal London gelingt gegen Villarreal nur ein 1:1.

Cristiano Ronaldo sieht oft schnell ziemlich beleidigt aus. Vor allem dann, wenn Spiele nicht so laufen, wie sich das der Weltfußballer vorstellt. Am Dienstagabend, im Viertelfinal-Hinspiel der diesjährigen Champions League, blickte der Portugiese oft entgeistert. Denn nicht der englische Serienmeister dominierte beim 2:2 (1:1), sondern die Gäste des FC Porto. Die Portugiesen, in der vergangenen Saison noch im Achtelfinale gescheitert - genau: an Schalke 04 -, drückten dreist aufs Tempo und kamen früh (3.Minute) zu einer Großchance (vereitelt von Edwin van der Sar) und nur eine Minute später zur überraschenden Führung. Nach einem Leichtsinnsfehlpass von Cristiano Ronaldo in der eigenen Spielhälfte und einem weiteren Schnitzer in der Abwehr (diesmal von Evans) kam Rodriguez an den Ball, umspielte Evans und schlenzte den Ball an van der Sar vorbei ins Tor. Für Manchesters Torwart war es in seinem siebten Champions-League-Auftritt dieser Spielzeit das erste Gegentor.

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War nicht sonderlich begeistert: Weltfußballer Cristiano Ronaldo. (© Foto: Getty)

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Auch danach hatte Porto zwar deutlich weniger Ballbesitz, aber mehr vom Spiel. Erst ein grotesker No Look-Rückpass des Gäste-Verteidigers Bruno Alves in den Fuß von Wayne Rooney reanimierte Manchester, denn die bullige Offensivkraft nutzte den Fehler eiskalt. Rooney war es auch, der nach ausgeglichenem Spielverlauf das 2:1 auflegte. Es war ein schmeichelhafter Zwischenstand, aber ein wunderschönes Tor, denn der eingewechselte Carlos Tevez verwertete Rooneys Hackentrick am Fünfmeterraum per Dropkick (85.). Doch Porto weigerte sich, das Spiel verloren zu geben. Und ausnahmsweise siegte die Gerechtigkeit - indem den Gästen der hochverdiente Ausgleich gelang: Mariano Gonzalez nutzte in der 89.Minute einen unverhofften Freiraum und lupfte den Ball über van der Sar zum 2:2. Und Cristiano Ronaldo? Blieb beleidigt und schoss in der Nachspielzeit einen Freistoß aus guter Position weit über das Tor.

Auch das andere Dienstags-Viertelfinale endete überraschend unentschieden. Der FC Arsenal wurde in Villarreal lange arg gebeutelt: Zunächst traf Marcos Senna zum 1:0 für die Spanier (10.), dann mussten Torwart Almunia (27.) und Verteidiger Gallas (43.) verletzt raus - doch in der zweiten Halbzeit hatten sich die Engländer gefangen, und Adebayor sorgte mit einem herrlichen Fallrückzieher (66.) für das 1:1.

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(SZ vom 08.04.2009/dop)