Champions League Eindhoven versagt beim 15. Elfmeter

Eindhovens Jürgen Locadia: Champions League geht erstmal ohne ihn weiter

(Foto: AP)

Die Defensivkünstler von Atlético Madrid haben im Elfmeterschießen zum dritten Mal in Serie das Viertelfinale der Champions League erreicht. Der spanische Tabellenzweite bezwang den niederländischen Meister PSV Eindhoven nach zweimal 0:0 und torloser Verlängerung vom Punkt mit 8:7. Luciano Narsingh war der einzige Fehlschütze.

In den vergangenen beiden Saisons ist Atlético, das in acht Spielen nur drei Gegentore kassiert hat, an seinem Stadtrivalen Real gescheitert: 2013/14 im Finale, 2014/15 schon in der Runde der letzten Acht. Eindhoven wäre die erste niederländische Mannschaft im Viertelfinale seit neun Jahren gewesen.

Antoine Griezmann (15.) hätte die Nerven im Estadio Vicente Calderón beruhigen können. Der französische Nationalstürmer scheiterte jedoch freistehend an PSV-Torhüter Jeroen Zoet, der ein aufmerksamer Rückhalt des Außenseiters war, auch bei einer zweiten Griezmann-Gelegenheit (36.). Beide Mannschaften mieden Risiko konsequent.

Die Niederländer, nach abgesessener Gelbsperre wieder mit dem früheren Gladbacher Luuk de Jong in der Startelf, wollten den "Holland-Fluch" bannen. 2007 hatte Eindhoven im Viertelfinale gegen Liverpool (0:3/0:1) verloren. Die PSV versuchte es mit längeren Ballstafetten und spielte mutig nach vorn, gegen eine bestens geordnete Atlético-Abwehr gab es aber kein Durchkommen.

Vieles erinnerte ans arg ereignisarme Hinspiel - bis zur 58. Minute und der Riesenchance für die Gäste. Atlético-Torhüter Jan Oblak lenkte einen kunstvollen Schlenzer von Jürgen Locadia an den Innenpfosten, der Ball flog zu Luuk de Jong, der auch den folgenden Kopfball nicht ins Tor brachte.

Mit der Einwechslung von Fernando Torres wurde der Druck der Gastgeber stärker. Entlastung gab es für Eindhoven selten, aber die Verteidigung hielt (noch) dicht. Torres vergab kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit gegen Zoet, der seinen Schuss an die Querlatte lenkte (86.). 50.135 Zuschauern wäre zumindest die schwache Verlängerung erspart geblieben.