Nach einem schwachen Auftakt hat der VfB Stuttgart versucht, im Spiel gegen Olympique Lyon das Ruder herumzureißen - und ist mit 4:2 kläglich gescheitert. Eine UEFA-Cup-Teilnahme ist auch nicht mehr möglich.
Der VfB Stuttgart hat weiter an seinem Image des schlechtesten deutschen Fußball-Meisters aller Zeiten in der Champions League gearbeitet und ist nach der vierten Pleite in Folge ausgeschieden. Die Schwaben unterlagen 2:4 (1:3) beim sechsmaligen französischen Titelträger Olympique Lyon und können damit noch nicht einmal mehr den für die UEFA-Cup-Teilnahme benötigten dritten Platz in der Gruppe E erreichen.
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Der französische Nationalspieler Hatem Ben Arfa (6. und 37.), der Schwede Kim Källström (15.) und der Brasilianer Juninho (90.+3) erzielten die Treffer für die Franzosen. Beim VfB war Nationalstürmer Mario Gomez zweimal (16. und 56.) erfolgreich. Ein weiteres Tor für die Stuttgarter hatte Thomas Hitzlsperger auf dem Fuß, doch der Nationalspieler scheiterte mit seinem Foulelfmeter an Lyons Torwart Remy Vercoutre (60.).
Für den sichtlich enttäuschten VfB-Trainer Armin Veh war das mangelhafte Defensivverhalten ausschlaggebend für die Niederlage. "Nach vorne haben wir gut gespielt, aber hintendrin haben wir kein Zweikampfverhalten gezeigt, dass für die Champions League notwendig ist. Für die individuelle Klasse von Lyon reicht das nicht", meinte Veh.
Bei Manager Horst Heldt hielt sich die Enttäuschung über den K. o. unmittelbar nach Schlusspfiff in Grenzen. "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gut präsentiert, aber wir haben am Anfang vor allem hinten zu viele Fehler gemacht", analysierte der Ex-Profi kühl. Hitzlsperger wollte Heldt "keinen Vorwurf machen", dennoch trauerte der VfB-Manager der Gelegenheit nach: "Ich hätte gerne gesehen, was bei einem 3:3 noch passiert wäre."
Vor 38.215 Zuschauern im Stade de Gerland waren die Schwaben, die im Anschluss an die 0:2-Hinspielniederlage vor zwei Wochen drei Pflichtspiel-Siege in Folge feiern konnten, in den ersten Minuten auf eine solide Defensive bedacht. Diese Taktik konnte der VfB allerdings bereits nach wenigen Minuten zu den Akten legen. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff der Gastgeber ließ Ben Arfa mit einem von Andreas Beck abgefälschten Schuss VfB-Torwart Raphael Schäfer keine Chance.
Auch nach dem Rückstand sah die Mannschaft von Veh, der auf die Verletzten Roberto Hilbert, Arthur Boka sowie Antonio da Silva verzichten musste und den zuletzt formschwachen brasilianischen Angreifer Ewerthon aus dem Kader gestrichen hatte, bei schnellen Vorstößen der Gastgeber meist schlecht aus. Der zweite Treffer der Franzosen durch Källström fiel deshalb nicht sonderlich überraschend.
Im Anschluss entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Gomez zum Anschlusstreffer. Der Torjäger profitierte dabei von einem Fehler Vercoutres, der einen Schuss von Hitzlsperger nicht festhalten konnte.
Nur wenig später zeigte Vercoutre allerdings seine Klasse mit einer guten Parade gegen den Schuss des frei vor ihm auftauchenden VfB-Stürmers Cacau (21.). In Stuttgarts anschließender Drangphase zeigte der Keeper zwar erneut Schwächen, die Gäste konnten aber kein Kapital daraus schlagen.
Der VfB konnte seinen Druck auf das gegnerische Tor allerdings nicht lange aufrecht erhalten. In den letzten Minuten vor der Pause waren die Gastgeber wieder das klar bessere Team. Die Bemühungen Lyons wurden durch den zweiten Treffer Ben Arfas belohnt. Dabei tanzte der 20-Jährige erst den Stuttgarter Außenverteidiger Ludovic Magnin aus und ließ danach auch Schäfer keine Chance.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nichts an der Überlegenheit der Platzherren. Allerdings begnügte sich Olympique damit, das Ergebnis über die Zeit zu bringen und agierte nicht mehr so druckvoll nach vorne wie im ersten Durchgang. Die Franzosen wurden für diese Nachlässigkeit durch den zweiten Treffer von Gomez bestraft. Die große Möglichkeit zum Ausgleich vergab Hitzlsperger.
Allerdings war die Elfmeter-Entscheidung zu Gunsten des VfB durch Schiedsrichter Juri Baskakow (Russland) auch falsch.
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(sid/dawa)
Totilas und sein Reiter
@manquehue
Warum so dünnhäutig...Bayern spielt im UEFA-Cup, und?? Sind sie so verbissen, dass sie schon diese Wahrheit, egal in welchem Zusammenhang sie erwähnt wird nicht verkraften können. Und natürlich spielen sie nächstes Jahr in der CL. Keiner hat was anderes gesagt!
@nestbeschutzer
Langfristig kann es wohl andere Mannschaft geben die fähig sind erfolgreich CL zu spielen. Nur kurzfristig wird das schwer. Weil noch keiner einen solchen Apparat wie der FCB aufgebaut hat. Dies kann aber auch nur gelingen wenn die Mannschaft die Chance dazuhaben in der CL die Millionen zu sammeln.
Und wer soll denn sonst CL spielen? 10 engliche Manschaften, 5 spanische, 3 italienische, Porto, Lyon und Bayern und dann lieber die restlichen 11Plätze aufgrund der Peinlichkeit unbesetzt lassen?
Das Problem ist, daß es keine zweiten Verein in der Buli gibt, der weiterkommt und Punkte sammelt. Das sieht man doch gerade. Denn es kaommt nicht auf die Teilnahme an sondern auch auf Siege und da ist - langfristig gesehen - außer Bayern keiner in der Lage.
mein gott, wie oft willst denn noch schreiben wenn bayern im uefa-cup ist
das ist dieses jahr mal die ausnahme
es ist beschämend wie die buli in der cl liegt abschneidet
5-jahres-wertung hin und her
im moment gehört D nicht einmal ein 3. startplatz für die CL, so schlecht ist der deutsche vereins-fussi
Mit Sicherheit ist das Abschneiden der dt. Fussballmannschaften in der Ch. League kein gradmesser für den immer vielzitierten zustand des "deutschen fussballs", sondern eher die Nationalmannschaft und die kann sich ja Post-Rudi mehr als sehen lassen...dass in England, Spanien, Italien etc. die topvereine ein veilfaches des Geldes einstreichen und dieses dann stande pedes an das kockende personal weiterreichen, ist nunmal ein Zustand der a) auf die Schlafmützigkeit der DFL bezüglich der Vermarktung der BL im Ausland (wenn man an die steilvorlage fussball-wm 2006 denkt und was dann daraus gemacht wurde, müsste man den ganzen haufen eigentlich entlassen...cottbus jetzt nach Thailand zu schicken, wie vor kurzem in der presse zu lesen würde dem ansehen der bundesliga großen schaden zufügen und ist von daher dringend zu verhindern..) und b)dem umstand dass es in England, Spanien etc. anscheindend weitaus mehr (beschränkte) menschen gibt, die ihren vereinen ihr sauer verdientes geld nur so hinterherschmeißen um so in den genuß von live-fussball in der glotze zu kommen, geschuldet ist. Die zentrale Fussballvermarktung in Deutschland trägt den Rest dazu bei.
da lösungen anscheindend nicht in sicht sind, oder unbrauchbar (siehe cottbus)wars das mit dem deutschen fussball auf internationalem terrain.
Diese Tatsachen sind nunmal zu akzeptieren
...und wenn wir drei in der CL haben ist es auch kein Problem wenn z.B. Bayern im UEFA-Cup spielt. Ich gehe davon aus, dass wir trotz des schwachen Abschneidens in der CL in diesem Jahr einen besseren Wert für die 5-Jahres-Wertung erreichen als in den Vorjahren. Der Wertung des UEFA-Cups sei Dank! Also aus dieser Sicht besteht nun wirklich kein Grund zur Panik!
Paging