Champions-League-Auslosung "Manchester hätte nicht sein müssen"

Das Ende des Losglücks? Der FC Bayern erwischt eine sehr schwere Champions-League-Gruppe, formuliert jedoch postwendend seine Ansprüche. Borussia Dortmund vermeidet eine Hammergruppe und erwartet lediglich den FC Arsenal - Bayer Leverkusen hat es hingegen schwerer getroffen.

Die Auslosung im Überblick

War es das? Das Ende des ominösen Losglücks, das den FC Bayern in den vergangenen Jahren stets begleitet hat? Diesmal hat es zumindest pausiert, bei der Auslosung der Champions-League-Gruppen in Monte Carlo: In Gruppe A treffen die Bayern auf den FC Villarreal, Manchester City und SSC Neapel.

"Das ist eine schwierige, aber auch interessante Gruppe": Bayern-Offensivkraft Arjen Robben.

(Foto: dapd)

"Manchester ist ein sehr schweres Los, das hätte nicht sein müssen", erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger im Anschluss: "Aber es hilft nichts, da gibt es kein Lamentieren. Wenn man die Gruppen vergleicht, ist die Gruppe A schon stärker besetzt als die von Dortmund. Das ist eine absolute Glücksgruppe, da müssen sie zufrieden sein."

Unzufrieden sind die Verantwortlichen in Dortmund tatsächlich nicht - schließlich drohten auch der FC Barcelona oder Manchester United. Stattdessen trifft der BVB in Gruppe F auf den englischen Meisterschaftsvierten FC Arsenal, Frankreichs Vize-Meister Olympique Marseille und Olympiakos Piräus. "Das ist eine schwere, aber machbare Gruppe", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Wir sind zufrieden. Arsenal ist der Topfavorit, die anderen Drei begegnen sich auf Augenhöhe."

Trainer Jürgen Klopp hingegen erklärte: "Wir nehmen es, wie es kommt. Uns sind drei tolle Mannschaften zugelost worden. Meine Vorfreude auf die Champions League ist riesengroß."

"Die Champions League ist für uns eine große Herausforderung. Ich glaube allerdings, dass es noch schwerer hätte kommen können und dass wir durchaus eine Chance haben", sagte Kapitän Sebastian Kehl.

Eher schwierig wird es auch für Bayer Leverkusen: Der deutsche Vizemeister bekommt es in Gruppe E mit dem englischen Meisterschaftszweiten FC Chelsea, dem FC Valencia aus Spanien und dem KRC Genk aus Belgien zu tun. "Wir haben durchaus die Chance, da weiterzukommen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser: "Das ist eine hochinteressante Gruppe. Sportlich schwer, aber wir sind in der Lage, da mitzuspielen."

Trainer Robin Dutt analysierte: "Das ist kein leichtes Programm - zwar angenehm zu bereisen, aber schwer zu bespielen. Chelsea und Valencia sind wahrlich keine Unbekannten, und Genk haben wir in der Vorbereitung als hochkarätigen Gegner kennengelernt."