BVB Mario Götze fällt bis zum Saisonende aus

Der BVB muss länger auf seinen erkrankten Weltmeister verzichten, dafür darf Kevin Großkreutz in Dortmund mittrainieren. Skifahrer Peter Fill gelingt ein großer Triumph - ein Deutscher überrascht.

Bundesliga, BVB: Der erkrankte Fußball-Weltmeister Mario Götze wird frühestens zu Beginn der kommenden Saison wieder für Borussia Dortmund spielen. "Das sportlich übergeordnete Ziel für den Spieler ist die volle Einsatzfähigkeit bis zum Beginn der nächsten Saison", teilte der Verein am Mittwoch mit. Die Spielzeit 2017/18 beginnt am 18. August.Der 24-Jährige spreche "positiv" auf die erste Behandlungsphase seiner Stoffwechselstörung an. Im Frühsommer könne Götze, einen weiteren positiven Verlauf vorausgesetzt, "wieder mit dem leistungsorientierten Training beginnen". Im Februar war bekannt geworden, dass Götze an einer Stoffwechselerkrankung leidet. Der BVB nahm ihn daraufhin für unbestimmte Zeit aus dem Training. Derzeit ist der Offensivspieler in der Reha, wo er laut Verein "ein individuelles Trainingsprogramm" absolviert. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte: "Der BVB wünscht Mario Götze auch im Namen seiner zehn Millionen Fans eine schnelle Gesundung."

Indes hat der BVB den 2019 auslaufenden Vertrag mit Mittelfeldspieler Gonzalo Castro vorzeitig bis zum 30. Juni 2020 verlängert. "Ich bin sehr froh über das Vertrauen, das mir der Verein entgegenbringt, und kann ehrlich sagen: Es macht mich stolz, das schwarzgelbe Trikot zu tragen", sagte der 29-Jährige, der 2015 von Bayer Leverkusen nach Dortmund gekommen war. Seitdem hat er 72 Pflichtspiele bestritten, in denen er zehn Tore erzielte und 18 vorbereitete."Er hat sich sowohl sportlich als auch von seiner Persönlichkeit in kurzer Zeit zu einem sehr wertvollen Mitglied im Mannschaftsgefüge entwickelt", sagte Sportdirektor Michael Zorc über den fünfmaligen Nationalspieler.

Ski alpin, Ende der Abfahrtssaison: Peter Fill (Italien) hat im letzten Abfahrtsrennen der Saison seinen Titel im Disziplin-Weltcup überraschend verteidigt. Beim Sieg seines Südtiroler Landsmanns Dominik Paris in Aspen im US-Bundesstaat Colorado belegte er Rang zwei und zog damit noch an Kjetil Jansrud (Norwegen) vorbei. Jansrud war mit 33 Punkten Vorsprung zum Weltcup-Finale gekommen, erreichte aber in der letzten Abfahrt des Winters nur Rang elf. Fill holte seine zweite kleine Kristallkugel, obwohl er kein Rennen gewann. Eine hervorragende Leistung zum Saison-Kehraus bot Andreas Sander (Ennepetal).

Er lag nach einer starken Fahrt zunächst lange auf Rang drei, am Ende verpasste er den ersten Podestplatz eines deutschen Abfahrers seit etwas mehr als zwölf Jahren als Sechster nur um 0,13 Sekunden. "Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte er dennoch. Es war zudem seine bislang beste Platzierung in einer Weltcup-Abfahrt. Im Abfahrtsweltcup belegte er zum Abschluss Rang 18.Der junge Thomas Dreßen (Mittenwald) zeigte als 16. erneut eine respektable Leistung. Weil beim Weltcup-Finale nur die ersten 15 Punkte erhalten, konnte er sich im Endklassement allerdings nicht mehr verbessern. Rang 25 ist allerdings dennoch mehr als bemerkenswert.

Bei den Frauen hat Ilka Stuhec aus Slowenien sich nach WM-Gold in der Abfahrt erwartungsgemäß auch die kleine Kristallkugel gesichert. Beim Saison-Finale in Aspen/US-Bundesstaat Colorado behauptete die 26-Jährige mit ihrem siebten Sieg in diesem Winter Platz eins in der Weltcup-Wertung vor Sofia Goggia (Italien). Goggia belegte am Mittwoch hinter der entthronten "Speed Queen" Lindsey Vonn (USA) Rang drei. Viktoria Rebensburg (Kreuth) wurde Achte."Es kann nicht besser gehen, ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte Stuhec, die bereits die kleine Kristallkugel in der Kombination gewonnen hatte. Am Donnerstag hat Stuhec auch noch die Chance auf den Gesamtsieg im Super-G: Sie nimmt einen Vorsprung von 15 Punkten auf Tina Weirather (Liechtenstein) mit in das letzte Rennen. Im Gesamtweltcup verkürzte die Slowenin den Rückstand auf die designierte Siegerin Mikaela Shiffrin (USA) auf 278 Punkte.

Basketball, Europapokal: Die Telekom Baskets Bonn stehen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im Halbfinale eines internationalen Wettbewerbs. Trotz einer 80:90 (41:44)-Niederlage bei Ironi Nahariya erreichte der Basketball-Bundesligist am Mittwoch im Europe Cup die Runde der letzten vier Teams. Die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic hatte vor einer Woche das Hinspiel im heimischer Halle mit 89:68 gewonnen. Bester Werfer der Bonner im zweiten Duell mit dem israelischen Konkurrenten war Julian Gamble mit 22 Punkten.Der Einzug der Deutschen in die nächste Runde, die am 29. März und 5. April ausgetragen wird, war am Mittwoch nie ernsthaft in Gefahr. Zwar lag der Gastgeber lange Zeit in Führung, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. In souveräner Manier wahrten die Telekom Baskets die Nerven und nutzten die historische Chance. Bisher hatten der Club sowohl 2001 und 2002 (Saporta Cup) als auch 2009 und 2013 (Eurochallenge) lediglich das Viertelfinale eines internationalen Wettbewerbs erreicht.

Bundesliga, Dortmund: Bundesligist Borussia Dortmund bietet Kevin Großkreutz an, als Gast mit der zweiten Mannschaft zu trainieren. "Wenn er uns fragt, wird unsere Antwort auf jeden Fall ja lauten. Kevin ist ein verdienter BVB-Spieler und wird immer zur BVB-Familie gehören", teilte der Verein am Mittwoch auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes mit. Großkreutz, 28, war beim Zweitligisten VfB Stuttgart nach einem nächtlichen Ausflug und einer Schlägerei vor die Tür gesetzt worden. Sein Vertrag wurde aufgelöst. Laut eines Berichts der Sport Bild hat der Offensivspieler bereits beim BVB angefragt, ob er mit der zweiten Mannschaft, die in der Regionalliga West spielt, trainieren dürfe. Der Verein bestätigte dies bisher nicht, zeigte sich aber grundsätzlich offen. "Er hat mit uns zwei Meisterschaften gewonnen, das vergessen wir ihm nicht. Er hat einen schweren Fehler begangen, er hat ihn eingesehen und sich dafür entschuldigt. Deshalb ist er natürlich herzlich willkommen", sagte Pressesprecher Sascha Fligge.

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Bundesliga, Schalke: Der FC Schalke 04 hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016 den größten Gewinn seiner Vereinsgeschichte erwirtschaftet. Wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Bilanz des Revierclubs hervorgeht, betrug der Konzernüberschuss 29,1 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um 6,6 Millionen Euro (+ 29 Prozent) gegenüber dem Jahr 2015. Zudem erzielte der Verein einen Rekordumsatz von 265,1 Millionen Euro. Damit wurde die Vorjahresbestmarke nochmals um 400 000 Euro leicht gesteigert.

Tennis, Indian Wells: Die designierte Tennis-Weltranglistenerste Angelique Kerber ist beim WTA-Turnier in Indian Wells im Achtelfinale ausgeschieden. Die an Nummer zwei gesetzte zweimalige Grand-Slam-Siegerin unterlag mit 3:6, 3:6 gegen die Russin Jelena Wesnina (Nr. 14). Kerber (Kiel), die bei dem Hartplatz-Turnier erstmals seit vier Jahren in der Runde der besten 16 stand, unterlag in 1:24 Stunden.

"Es war einfach nicht mein Tag. Ich habe viele Fehler gemacht und mich nicht gut bewegt. Aber es ist jetzt passiert", sagte Kerber und lobte ihre Gegnerin: "Sie hat von Anfang bis Ende gutes Tennis gespielt und war aggressiv. Also hat sie das Spiel an sich gerissen." Wesnina meinte: "Ich bin sehr froh, dass ich dieses Spiel gewinnen konnte. Das bedeutet mir sehr viel." Wesnina trifft im Viertelfinale auf die 14-malige Grand-Slam-Siegerin Venus Williams (USA/Nr. 12). Aufgrund der Absage von Serena Williams (USA) stand bereits vor Turnierbeginn im US-Bundesstaat Kalifornien fest, dass Kerber am 20. März wieder die Spitze der Weltrangliste übernimmt. Alexander Zverev (Hamburg) verpasste derweil den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Der 19-Jährige unterlag in der dritten Runde 3:6, 4:6 gegen den Australier Nick Kyrgios (Nr. 15).

Fußball, Bundesliga: Borussia Mönchengladbach drängt Sportdirektor Max Eberl nach Bild-Informationen zu einer Entscheidung über seine Zukunft. Angeblich soll der 43-Jährige den Klub bis zum Spiel gegen Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) darüber informieren, ob er bleibt oder im Sommer zum Rekordmeister wechselt. Eberl wird seit Monaten mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. "Das Thema nervt alle bei uns, und wir haben keinen Bock mehr, das ewig und drei Tage vor uns herzuschieben", hatte Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof zuletzt bei Sky erklärt. Eberl habe keine Ausstiegsklausel und auch keine Freigabe erhalten. "Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass er gehen wird. Ich bin mir sehr sicher, dass Max in Gladbach bleibt", wurde Bonhof in der Sport Bild zitiert. Laut Bild knüpft Eberl ein Engagement in München an zwei Bedingungen. Der frühere Bayern-Spieler verlangt demnach die Unterstützung von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, bislang soll sich vor allem Präsident Hoeneß um den Manager der Borussia bemühen. Zudem will Eberl angeblich den Job von Kaderplaner Michael Reschke mitübernehmen.