BVB gewinnt gegen Düsseldorf Wackel-Sieg mit zehn Neuen

Jakub Blaszczykowski: Torschütze nach einer Minute im Einsatz

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Startelf umgestellt, Sieg geglückt: Borussia Dortmund schlägt Fortuna Düsseldorf 2:1. Die Elf von Jürgen Klopp spielt im Angriff überlegen, lässt sich aber hinten zu oft bezwingen. Dadurch wird es am Ende brenzlig - ein nicht gegebener Elfmeter sorgt für Aufregung.

Von Saskia Aleythe

Es schmerzte Mats Hummels. Dieser Patzer, der Real Madrid das einzige Tor des Abends beschert hatte, ließ den dunkelgelockten Verteidiger ein wenig betrübt zurück. "Ich glaube, dass die ganze Mannschaft außer mir eine großartige Leistung gezeigt hat", kritisierte er sich selbst. Auf seiner Facebook-Seite postete ein Fan einen Tippschein: Drei Euro hatte er auf die Bayern- und Dortmund-Halbfinals gesetzt, der Tipp: Beide Male 4:0. Fast 14.000 Euro hätte der Gewinn betragen, wenn die Dortmunder 4:0 und nicht 4:1 gewonnen hätten.

Hummels musste in Düsseldorf als Einziger aus der Startelf des Real-Madrid-Spiels aufs Feld. Gegen den Abstiegskandidaten kamen die Dortmunder zu einem verdienten, aber am Ende umkämpften 2:1 (1:0). Sahin (20.) und Blaszczykowski (70.) trafen für AssetsDortmund, Bodzek (88.) sorgte für den Anschluss.

Dortmund und Bayern haben jede Menge gemeinsam, so wie Jupp Heynckes gegen Freiburg seine Startelf auf zehn Positionen umstellte, baute auch Jürgen Klopp gegen Düsseldorf komplett um. Lukasz Piszczek, Mario Götze und Ilkay Gündogan waren nicht im Kader, verletzungsbedingt, wie Klopp vor der Partie betonte. Robert Lewandowski, Marco Reus oder Jakub Blaszczykowski starteten von der Bank aus in den Nachmittag, selbst Roman Weidenfeller wurde eine Pause gegönnt. Die Elf gegen Fortuna Düsseldorf bestand somit aus Namen wie Schieber, Bittencourt und Hofman.

Turbulent wurde es zu Spielbeginn zunächst im Strafraum der Dortmunder. Axel Bellinghausen flitzte in der 4. Minute Richtung Tor, Felipe Santana sauste aber heran und allein das brachte den Düsseldorfer schon zum Taumeln. Drei Minuten später lag Ken Ilsö auf der Strafraumlinie, doch auch er wurde regelkonform vom Ball getrennt, diesmal durch Oliver Kirch.

In der 10. Minute atmete dann Hummels auf, als er an einer Flanke vorbeisegelte und Dani Schahin zu unkontrolliert in den Ball rutschte, sodass Mitchell Langerak kaum bemüht werden musste. Es dauerte bis zur 18. Minute, als der Ball auch Bekanntschaft mit dem Pfosten auf Düsseldorfer Seite machte. Hummels köpfelte erst, bekam den Ball aber Bumerang-artig von Leon Balogun zurück, dann versuchte er es mit dem Fuß, Julian Schieber verlängerte und traf den linken Pfosten.

Dortmund gefiel die Beschäftigung in dieser Region nun ganz gut und spielte die Abwehr der Düsseldorfer ein bisschen schwindelig, bevor Nuri Sahin in der 20. Minute ein Schmuckstück gelang. Aus fast 32 Metern zirkelte er den Ball aus halb rechter Position Richtung Tor. Fabian Giefer bekam die Hand zwar noch dran, konnte das 1:0 aus Dortmunder Sicht aber nicht verhindern.

Hummels arbeitete derweil weiter an der Versöhnung mit sich selbst und seinen Fähigkeiten, köpfelte vorne beherzt aufs Tor und konnte auch hinten mal eine gelungene Aktion vorführen. In der 29. Minute kam Ilsö durch einen Pass von Schahin 15 Meter vor dem Tor an den Ball, doch Hummels lenkte seinen Schuss Richtung Fanblock.

Die Unsicherheit verließ den 24-Jährigen nicht, ein unnötiger Ballverlust in Nähe der Torauslinie brachte den Düsseldorfern einen Einwurf aus gefährlicher Position ein. Vor allem Bellinghausen, Ilsö und Schahin hielten die Dortmunder Abwehr warm, richtig brenzlig wurde es bis zur Halbzeit aber nicht mehr.