BVB Chronik der Krise

31. Oktober 2000: Borussia Dortmund geht als erster Fußball-Bundesligist an die Börse. Der Ausgabekurs der 13,5 Millionen Aktien betrug pro Stück 11 Euro und brachte dem BVB 305,4 Millionen DM ein.

26. November 2000: Auf der ersten Jahreshauptversammlung nach dem Börsengang wird ein Rekordumsatz von 184,4 Millionen DM verkündet.

6. November 2001: Zum Zeitpunkt der ersten Aktionärsversammlung ist der Kurs der BVB-Aktie auf 5,18 Euro gesunken. Im Geschäftsjahr 2000/2001 verbuchte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA einen Fehlbetrag von rund 9 Millionen Euro.

20. September 2002: Im Geschäftsjahr 2001/2002 erwirtschaftet der BVB einen Reingewinn von 755 000 Euro.

22. Dezember 2003: Der BVB bestätigt Gespräche mit dem Investment-Unternehmen Schechter & Co. über eine Anleihe in Höhe von 80 bis 100 Millionen Euro.

27. Februar 2004: In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2003/2004 hat der BVB ein Rekordminus von 29,4 Millionen Euro erwirtschaftet.

8. Oktober 2004: Die Dortmunder Führung teilt auf der Bilanzkonferenz mit, dass sich im Geschäftsjahr 2003/2004 der Konzernverlust auf 67,7 Millionen Euro belief. Die Schulden stiegen auf 118,8 Millionen Euro.

14. November 2004: BVB-Clubchef Gerd Niebaum gibt sein Präsidentenamt auf. Nachfolger wird Reinhard Rauball.

9. Februar 2005: Niebaum tritt auch als Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zurück. Nachfolger wird BVB-Schatzmeister Hans-Joachim Watzke.

17. Februar 2005: Borussia Dortmund teilt in einer Pflichtmitteilung mit, in einer "existenzbedrohenden Ertrags- und Finanzsituation" zu stecken.

18. Februar 2005: Die Gläubiger des BVB einigen sich auf ein Kompromiss zur Sanierung des BVB.

14. März 2005: Die außerordentliche Versammlung der Fondsgesellschaft Molsiris KG stimmt dem Sanierungskonzept des BVB zu.

Dieses beinhaltet den Teilrückkauf des Westfalenstadions und die Stundung der Mietzahlung 2005 und 2006. Damit ist die drohende Insolvenz vorerst abgewendet.