Bundesligist FC Schalke 04 Heißer Kandidat Effenberg

Stefan Effenberg ist als möglicher Trainer von Schalke 04 im Gespräch.

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In Gelsenkirchen machen Gerüchte die Runde, Stefan Effenberg könnte als neuer Schalke-Trainer engagiert werden. Es gibt keine Bestätigung - aber auch kein Dementi. Julian Draxler stellt indes klar, dass er nicht zu Borussia Dortmund wechseln wird - "ein für alle Mal".

Schalke-Trainer Jens Keller hätte wohl andere Neuigkeiten lieber gehört am Sonntagabend, an dem er mit seiner Mannschaft 4:1 gegen den Hamburger SV gewonnen und einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation genommen hatte. Gerüchte machten in Gelsenkirchen die Runde: Stefan Effenberg könnte engagiert werden.

Die Bild-Zeitung brachte pünktlich mit dem Schlusspfiff die Meldung heraus, dass Effenberg kurz davor stehe, einen Vertrag als nächster Cheftrainer beim FC Schalke 04 zu unterschreiben. Effenberg wollte das nicht bestätigen, aber er hat es auch nicht dementiert.

Ähnlich richtungslos argumentierte Schalkes Manager Horst Heldt in der überraschenden neuen Nachrichtenlage. Er sagte: "Es ist eine offene Frage, es ist noch nichts entschieden. Es war immer so, dass wir zu Spekulationen nichts sagen." Keine Bestätigung und kein Dementi also.

Der 44-jährige Effenberg soll Top-Kandidat auf den Trainerposten des Bundesligisten sein. Er soll sich bereits mit Vereinschef Clemens Tönnies und Heldt getroffen haben. "Natürlich ist es das Ziel von mir, als Trainer zu arbeiten. Eine Entscheidung ist in keinster Weise gefallen", sagte Effenberg.

Der langjährige Bayern-Kapitän zählt auch zu den Kandidaten bei der Neubesetzung des Trainerpostens bei der U 23 des FC Bayern. Gespräche mit den Münchnern bestätigte der ehemalige Nationalspieler und auch Sportvorstand Matthias Sammer sagte bereits, dass Effenberg als ehemaliger Führungsspieler des Klubs durchaus ein Thema sei. Effenberg spielte von 1990 bis 1992 und von 1998 bis 2002 beim Rekordmeister, sein größter Erfolg war im Jahr 2001 der Champions-League-Sieg.

Sonntagsspiele in der Bundesliga Huntelaar zerstört Hamburger Champions-League-Träume

Mit einem Sieg hätte der Hamburger SV den FC Schalke vom vierten Platz verdrängt. Doch die Gelsenkirchener nutzen die Abwehrschwächen des HSV zu einem 4:1-Sieg und wahren dank Klaas-Jan Huntelaar ihre Chance auf die Champions League. Danach kursieren Gerüchte über eine Verpflichtung Stefan Effenbergs als Trainer. Das 0:0 im Rhein-Main-Vergleich hilft weder dem FSV Mainz noch Eintracht Frankfurt weiter.

Falls Effenberg zu Schalke kommen sollte, wird er wohl auch Julian Draxler trainieren. Der 19-jährige Nationalspieler stellte nun "ein für alle Mal" klar, dass er nicht zum Revier-Nachbarn Borussia Dortmund wechseln wird. "Zu hundert Prozent spiele ich nächste Saison nicht für Dortmund", sagte der Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 nach dem 4:1-Bundesligasieg gegen den Hamburger SV.

Auch im Interview mit dem Radio-Sender WDR 2 trat Draxler Spekulationen entgegen, die nach dem Bekanntwerden des Wechsels von BVB-Profi Mario Götze zum FC Bayern München zur neuen Spielzeit aufgekommen waren. "Ich glaube, wer mich kennt und weiß, dass ich von hier komme, der musste von Anfang an mit dem Kopf schütteln bei diesen Gerüchten", erklärte Draxler. "Aber anscheinend haben ein paar Leute das doch ernst genommen und da war ich auch ein bisschen traurig drüber. Aber ich kann Ihnen versprechen, dass ich nicht beim BVB spielen werde. Ein für alle Mal."

Schalkes Sportvorstand Horst Heldt betonte ebenfalls: "Julian hat einen Vertrag und ist Ur-Schalker. Er fühlt sich bei uns sehr wohl. Auch seine Familie ist durch und durch blau-weiß."