Nach 0:3 in Gladbach Wolfsburg rutscht tiefer in den Abstiegskampf

Wolfsburgs Maximilian Arnold reagiert nach der Partie.

(Foto: dpa)
  • Der VfL Wolfsburg hat im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach 0:3 verloren.
  • Die Wolfsburger könnten damit nach den Sonntagsspielen auf Tabellenplatz 16 abrutschen.
  • Damit droht den Niedersachsen erneut die Relegation, der Hamburger SV und der 1. FC Köln können zumindest kurz aufatmen.

Der VfL Wolfsburg unterlag nach einer nicht erstligareifen Leistung bei Borussia Mönchengladbach mit 0:3 (0:3) und könnte am Sonntag auf Tabellenplatz 16 abrutschen. Damit droht auf dem Weg zum angepeilten Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga erneut das Nachsitzen in der Relegation.

Durch die Wolfsburger Niederlage gibt es für den Hamburger SV und den 1. FC Köln zumindest eine Gnadenfrist. Die beiden Traditionsklubs können an diesem Wochenende unabhängig ihrer eigenen Ergebnisse noch nicht absteigen. Die Gladbacher haben durch ihren erst vierten Sieg im 14. Rückrundenspiel noch einmal die Europacupplätze ins Visier genommen. Durch die Tore von Lars Stindl (8.), Raffael (35.) und Schlitzohr Christoph Kramer (44.) verkürzte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking den Rückstand auf Platz sieben, der für die Teilnahme an der Europa League genügen dürfte, zumindest vorübergehend auf drei Punkte.

Eine katastrophale erste Hälfte für den VfL

Die Niedersachsen agierten vor 47 797 Zuschauern im Borussia-Park wie ein Absteiger. Mit haarsträubenden Fehlern in der Defensive, unerklärlichen Unkonzentriertheiten und einem ideenlosen Offensivspiel ergab sich der VfL früh seinem Schicksal. Torhüter Koen Casteels verhinderte mit einigen Paraden sogar noch Schlimmeres.

Bezeichnend für das Wolfsburger Desaster war das dritte Gladbacher Tor. Bei einem Freistoß an der Strafraumgrenze waren die Gäste noch damit beschäftigt, Spieler für die Mauer zu finden, als Schiedsrichter Tobias Stieler schon längst den Ball freigegeben hatte. Kramer bedankte sich und schoss den Ball ins leere Tor.

Es war der Tiefpunkt einer katastrophalen ersten Hälfte, als die Wolfsburger bei allen drei Toren kräftig mithalfen. Beim Führungstor von Stindl spielte Riechedly Bazoer einen unerklärlichen Rückpass und brachte damit den Nationalspieler ins Spiel, der wuchtig abschloss.

Gladbach konnte es gemächlich angehen lassen

Beim zweiten Gegentor ließ William seinen Gegenspieler Jonas Hofmann nach einem 50-Meter-Pass von Jannik Vestergaard in aller Ruhe den Ball annehmen und abschließen. Casteels konnte zunächst parieren, war dann aber gegen Raffael im Nachschuss machtlos. Der VfL-Keeper verhinderte mit einer starken Fußabwehr gegen Stindl sogar noch einen weiteren Gladbacher Treffer (26.).

In der zweiten Halbzeit ließen es die Gladbacher gemächlicher angehen. Konnten sie auch, denn vom VfL gab es kein Aufbäumen. Hofmann hätte sogar erhöhen können, als er in der 66. Minute ohne Gegenwehr durch die Wolfsburger Abwehr marschierte und das Tor nur knapp verpasste.

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