Bundesliga Stuttgart ärgert Leipzig

Stuttgarts Santiago Ascacibar (M.) im Duell mit den Leipzigern Diego Demme (l.) und Yussuf Poulsen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

RB Leipzig muss langsam um die Qualifikation für die Champions League bangen. Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl erreichte beim formstarken VfB Stuttgart nur ein 0:0. Es war das vierte Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg für die Leipziger, die auf Platz sechs bleiben. Der VfB hat seinerseits in den sechs Spielen unter Coach Tayfun Korkut 14 von 18 möglichen Punkten geholt, nur drei Gegentore kassiert und nun neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Es entwickelte sich zunächst ein recht ausgeglichenes Spiel mit wenigen Highlights. Beide Teams agierten aus einer guten Ordnung heraus und ließen wenig Chancen zu. Beim VfB war das in den vergangenen Wochen gewachsene Selbstvertrauen zu erkennen. Die Mannschaft wirkte dank der starken Innenverteidiger Holger Badstuber und Benjamin Pavard stabil und kombinierte sehr sicher aus der Defensive heraus. Offensiv waren die Aktionen jedoch erst einmal zu unpräzise. Der ersten VfB-Torchance von Christian Gentner (25.) ging daher auch ein Fehler von RB-Torwart Peter Gulacsi voraus.

Stuttgarts Fans pfeifen gegen Werner

In einem Spiel mit zahlreichen Nickligkeiten kam nur gelegentlich die Geschwindigkeit der Leipziger zum Tragen, die im Vergleich zum 2:1 am Donnerstag in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg fünf Änderungen aufwiesen. Unter anderem saß der Schwede Emil Forsberg über eine Stunde auf der Bank. Beim VfB fehlte kurzfristig Timo Baumgartl wegen Kopfschmerzen, für ihn rückte Dennis Aogo in die Mannschaft.

Naby Keita (32.) hatte Leipzigs erste nennenswerte Chance, Nationalspieler Timo Werner wurde dagegen intensiv von Pavard bewacht. Bei fast jeder Ballberührung vom Ex-Stuttgarter Werner pfiffen VfB-Fans. Als Werner (45.+2) einmal frei durchlief, war VfB-Torwart Ron-Robert Zieler aufmerksam. Leipzig war in der zweiten Halbzeit die aktivere Mannschaft. Doch die aufmerksame Stuttgarter Abwehr ließ keine Großchancen zu. Die besten Möglichkeiten hatten Gentner (63.) und Mario Gomez (80.) für den VfB.

Hinterher bekräftigte Werner, auch in der kommenden Saison für den deutschen Vizemeister RB Leipzig spielen zu wollen. "Ich habe noch einen Vertrag bis 2020, ich fühle mich wohl in Leipzig", sagte der 22-Jährige am Sonntag nach dem 0:0 bei seinem Heimatverein VfB Stuttgart im TV-Sender Sky und antwortete auf die Frage, ob er seinen Vertrag in Leipzig bis zum Ende erfüllt: "Auf jeden Fall nächstes Jahr." Noch vor dem Duell hatte der gebürtige Stuttgarter gesagt, dass er sich momentan nicht mit einer Vertragsverlängerung oder einem Vereinswechsel auseinandersetzt.


Quelle: Opta Sportdaten

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