Bayer Leverkusen gewinnt gegen den SC Freiburg und zieht wieder am FC Bayern vorbei. Ärgern könnte sich nur Patrick Helmes.
Herbstmeister Bayer Leverkusen hat den nächsten Angriff von Bayern München gekontert und dank eines Dreierpacks innerhalb von fünf Minuten mit Bravour die Tabellenspitze verteidigt. Die Elf von Trainer Jupp Heynckes bezwang den SC Freiburg 3:1 (3:0) und liegt damit auch nach dem 20. Spieltag zwei Punkte vor den Bayern. Zugleich sind die Leverkusener in dieser Saison immer noch ungeschlagen. Die Freiburger warten dagegen seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg und rutschen als 15. immer tiefer in den Tabellenkeller.
Stefan Kießling nach seinem Treffer zum 1:0. (© Foto: dpa)
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Vor 26.000 Zuschauern in der BayArena fiel die Vorentscheidung gegen Ende der ersten Halbzeit. Stefan Kießling mit seinem 13. Saisontor (36.), Eren Derdiyok (37.) und Sami Hyypiä (40.) beseitigten alle Zweifel am dritten Bayer-Sieg im dritten Rückrundenspiel. Kießling beendete mit dem Führungstreffer zugleich seine 486 Minuten andauernde Torflaute. Für Freiburg traf lediglich Felix Bastians (66.).
"Ich würde gerne fünf Minuten aus dem Spiel schneiden, dann würde ich meiner Mannschaft eine gute Leistung bescheinigen", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt. Nicht glanzvoll, aber als Meister der Effizienz präsentierten sich die Leverkusener. Wie schon beim 5:0 im Hinspiel war die Werkself bei ihrer Chancenverwertung eiskalt. Dabei stellten die Freiburger mit einer sicheren Abwehr und schnell vorgetragenen Konter den großen Favoriten 35 Minuten lang vor große Probleme. "Wir haben uns schwer getan, ins Spiel zu kommen, das war in den vergangenen Partien auch schon so", sagte Toni Kroos nach dem Spiel.
So musste Nationaltorhüter Rene Adler zweimal sein ganzes Können beweisen, um Bayer vor einem Rückstand zu bewahren. Erst rettete der Schlussmann gegen Du-Ri Cha, Sekunden später kratzte er den Ball nach einem Schuss von Idrissou von der Linie (jeweils 12.). Bayer wirkte dagegen viel zu behäbig. Selten kam mal Schwung ins so gefürchtete Angriffsspiel der Werkself. So musste SC-Keeper Simon Pouplin in der ersten halben Stunde nur einmal bei einem Schuss Kießlings eingreifen (11.).
Umso überraschender fiel das Führungtor der Gastgeber. Nach einer Flanke von Tranquillo Barnetta war Kießling per Kopf zur Stelle. Danach brach das Freiburger Gefüge auseinander. Nach einem Schnitzer von Heiko Butscher erhöhte Eren Derdiyok nur 66 Sekunden später auf 2:0. In der 40. Minute erzielte Sami Hyypiä den dritten Leverkusener Treffer per Kopf.
Heynckes, der nur noch ein Spiel benötigt, um seinen persönlichen Rekord von 27 Pflichtspielen ohne Niederlage einzustellen, schickte zum dritten Mal die gleiche Startelf auf das Feld. Das bedeutete, dass Torjäger Patrick Helmes und Mittelfeldstar Renato Augusto erneut auf der Bank Platz nehmen mussten - Helmes durfte sich am Ende zwar aufwärmen, wurde jedoch nicht eingewechselt.
Daran änderte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nichts. Im Stile einer Spitzenmannschaft hielt Bayer im zweiten Durchgang die Freiburger meist vom eigenen Tor weg und erarbeitete sich stattdessen weiter gute Chancen. Dabei klärte Pouplin gegen Derdiyok in höchster Not, den Nachschuss schlug Butscher von der Linie (61.). Fünf Minuten später durfte dann der Sport-Club doch noch jubeln. Bastians setzte sich auf der linken Außenbahn durch und erzielte den ersten Freiburger Treffer nach 464 Minuten.
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(sueddeutsche.de/dpa/jüsc)
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