Die Bayern sind zunehmend nervös und bangen um die Teilnahme an der Champions League. Doch zu der kurzfristigen Sorge gesellt sich eine weitere Gefahr: Denn in Dortmund reift erstmals seit Jahren ein dauerhafter Rivale heran.
Am 13. März hätten die Dortmunder Zeit. Am Tag zuvor spielen sie noch in Hoffenheim, das liegt auf dem Weg nach Stuttgart, wo an jenem 13. März das Finale einer "Meisterschaft im Debattieren" ausgeschrieben ist. Ausrichter ist der Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH), und auch wenn die Dortmunder Elf, die den FC Bayern besiegte, mit 22,3 Jahren im Schnitt jünger sein dürfte als die deutsche Studentenschaft insgesamt, so würden sie wohl doch ihren Altmeister in den Ring schicken.
Borussia Dortmund Ein Meisterstück abgeliefert
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Hans-Joachim Watzke, 51, der BVB-Geschäftsführer, hat nämlich ein Tabu gebrochen und einen Kurswechsel verkündet: "Wir befinden uns an einem Punkt, an dem wir sagen können: Wir können und wollen Meister werden!" Im Gegenschnitt dazu hat Christian Nerlinger, der Münchner Sportdirektor, gestanden: "Das ist jetzt eine ganz gefährliche Situation für uns."
Um die Gefahr für den FC Bayern in Gänze zu begreifen, muss vieles einbezogen werden. Zum Beispiel, dass das Champions-League-Finale 2012 in München stattfindet. Sollten die Bayern, derzeit Vierter, jedoch auch am Samstag in Hannover, derzeit Dritter, verlieren, hätten sie bereits fünf Punkte Rückstand auf jenen Platz, der die Chance zur Champions-League-Qualifikation erhält.
Über eine verpasste Qualifikation könnte den Klub auch das Startrecht fürs DFB-Pokalfinale, das am Mittwoch gegen Schalke vergeben wird, kaum trösten; ebenso wenig wie der Vorstoß ins Champions-League-Viertelfinale 2011, der gegen Inter Mailand möglich ist. Denn falls die Qualifikation für 2012 bedroht ist, hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß unlängst erklärt, werde er nervös, weshalb an Jürgen Klinsmann, den van-Gaal-Vorvorgänger, erinnert werden muss, der in einer ähnlicher Gefahrenlage vorzeitig gehen musste.
Dies ist das kurzfristige Szenario, langfristig kommt ein weiteres, kommen diese Dortmunder hinzu. Denn anders als frühere Meisterteams wie Bremen (2004), Stuttgart (2007) oder Wolfsburg (2009) sind die Borussen auf die Zukunft vorbereitet. Diese Elf wird nicht auseinanderfallen, die Verträge der Profis sind auf Jahre geschnürt, ebenso der Kontrakt des Trainers.
In Dortmund hoffen sie jetzt auf eine Ära wie in den neunziger Jahren, die mit dem Champions-League-Gewinn 1997 gekrönt wurde. Zur Erinnerung: Das Endspiel fand damals in München statt. Die Münchner brauchten einige Rhetorik-Seminare, wenn sie den (höchst unwahrscheinlichen) Fall erklären müssten, warum sich die Geschichte in ihrem eigenen Haus wiederholt.
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(SZ vom 28.02.2011/aum)
Totilas und sein Reiter
Champions-League-Finale




Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, van Gaal könne mit Stars umgehen?
Van Gaal hat sich als Starvernichter ausgezeichnet. Er erkennt nur "Stars" an, die er selbst gebastelt hat oder solche, die sich ihm unterwerfen wie Lahm, also keine Stars sind, "mit denen man umgehen können muss", weil sie schwierig wären.
Ist Ihnen nie aufgefallen, wie gestelzt und gebetsmühlenartig die Spieler bei Bayern zu jeder sich bietenden (un)passenden Gelegenheit den Trainer loben? Weil sie ihn so gut finden oder weil sie Angst haben, es sich mit ihm zu verderben? Das wüsste ich gerne!
@p-dinho und andere
Ich finde nicht, dass Foristen hier wissen müssen, wer der Nachfolger von v. Gaal sein könnte. Ich weiß es jedenfalls nicht! Ich weiß auch deshalb nicht, weil ich es gar nicht beurteilen kann, ob v. Gaal weg muss oder nicht.
Was ich weiß ist, was ich beim Fußball-Schauen sehe und mir mein Bauch sagt. Mein Bauch sagt: wo sind meine Bayern, die einen Sieg erzwungen haben? Oder: wieso reden die Spieler, der Trainer und das Management so groß daher, und bekommen 3 Gegentore bei fast 70 % Ballbesitz. UND geben keine Antwort auf dem PLATZ.
Was ich auch weiß bzw. fühle, ist, dass ich v. Gaal komisch finde. Und dass ich komisch finde, dass ein v. Bommel weinend geht. Ich will ja nicht Interviews mit ihm überbewerten, aber komisch find ich´s trotzdem.
Letzten Sonntag hat Udo Lattek erzählt, er hätte in Holland viele Leute gesprochen, die alle sagen würden, v.G. sein ein super Trainer aber ein "A...". Ich habe gute Freunde, die sind Holländer, glühende Fußballfans, die sagen das Gleiche, nur lassen sie den ersten Teil der Aussage weg.
Und wenn hier schon auf die Tabelle verwiesen wird, dann bitte auch vollständig: 16 Punkte Rückstand auf den Tabellenersten, nie mehr als 2 Spiele in Folge gewonnen. Und dass Leverkusen nicht entschwunden ist: danke an Bremen!
Die Bayern sind einfach ausrechenbar geworden. Deshalb sollte v. Gaal seine Energie auf Lösungen zur Taktik und Spielermotivation richten und nicht auf Maßregelung von Journalisten (die immer dumme Fragen fragen werden, weil es wenig andere zu stellen nach dem Spiel auf die Schnelle).
@Oleinek: Super Genitiv! :-). Bin wieder motiviert, meinen Nickname zu ändern!
Das Vertikalpressing und Diagonalpressing scheint es Ihnen ja gehörig angetan zu haben :-)
Tja, Fachwissen halt! Und ich verrate Ihnen auch gerne, von wem ich dieses Fachwissen habe: Von Louis himself persönlich. Hin und wieder doziert er halt gerne in einem Interview (nicht dass Sie jetzt denken, ich hätte mir sein Buch gekauft, Gott bewahre!)
Für morgen tippe ich auf ein klares 2:1 für Bayern. Ausführlicher kann ich mich jetzt nicht mehr äußern, denn die Handwerker sind schon im Anmarsch (meine beiden Logen müssen für morgen noch neu tapeziert werden).
"Sollten Ihre Bedenken zutreffen, dann wäre Rangnick ja van Gaal Vol.2, oh Schreck! Ich denke aber, dass Rangnick im Gegensatz zu van Gaal lernfähig ist und durchaus in der Lage ist, sich auf ein Engagement beim FCB einstellen zu können."
Mit einem großen Unteschied: van Gaal kann mit Stars in der Mannschaft umgehen.
Rangnick nicht. ;-)
Deshalb wird er auch in Wolfsburg scheitern...
Der wäre eher was für Leverkusen...
"Beide sind intellektuell nicht in der Lage, den schwierigsten Posten Deutschlands zu meistern, denke ich. [...] Den einzigen deutschen Trainer, den ich sehe, wäre Sammer."
Ahja. Was hat denn der Sammer bisher trainiert? Erfolgreich? Dortmund? Stuttgart? Beide nicht.
Und ob er intellektuell den beiden überlegen wäre? Ich weiß ja nicht...
Für Fink und Babbel wäre es jetzt noch zu früh, klar. Aber wenn die noch ein oder zwei Jahre in ihren Vereinen erfolgreich sind, dann kann ich mir die schon vorstellen...
Oder wie wär s mit beiden? So wie das die schwedische Nationalsmannschaft jahrelang sehr erfolgreich prektiziert hat: 2 Cheftrainer...
"Ich kann nur hoffen, dass der Vorstand dem Theaterpublikum nicht Rechnung trägt und Alois über das Saisonende hinaus bleibt "
Ja, das hoffe ich allerdings auch... Und ich hoffe, dass er seinen Vertrag erfüllt... Und wie s 2012 dann aussieht wird man sehen...
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