Bundesliga Schalke bezwingt Mönchengladbach mit Glücksschuss

Der Schalker Pierre Emile Hojbjerg kämpft mit dem Borussen Granit Xhaka um den Ball.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Dank Leon Goretzka hat der FC Schalke 04 einen glücklichen 2:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach gefeiert. Die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter gewann durch den späten Treffer des Mittelfeldspielers in der 83. Minute und ein kurioses Eigentor des Gladbachers Martin Hinteregger (59.).

"Wir sind der absolut glückliche Sieger heute. Unfassbar, was Ralf Fährmann für Glanzparaden gezeigt hat. Er war heute unser großer Rückhalt. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe verloren, die Gladbacher zu leichten Torchancen eingeladen," sagte Trainer Breitenreiter nach der Partie.

Schalke schiebt sich damit auf Tabellenplatz vier vor. Vor 62 271 Zuschauern in der ausverkauften Arena Auf Schalke hatten die Gäste aus Mönchengladbach eine für die Ansprüche beider Clubs nur mäßige Partie dominiert. Sie scheiterten aber am starken Schalker Schlussmann Ralf Fährmann oder an eigenen Unkonzentriertheiten. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Andreas Christensen (79.) war beim Kurz-Comeback von André Hahn nach fünf Monaten zu wenig.

Raffael (10.) schoss knapp vorbei. Thorgan Hazard (15.) versuchte sich erfolglos. Dann scheiterten Raffael (34.) und Lars Stindl (37.) Fährmann. Der Schlussmann hatte seine beste von vielen guten Szenen, als er gegen Stindl (43.) aus vier Metern parierte. Keine 60 Sekunden später rutschte der Gladbacher um Fußreite an einer Hereingabe vorbei. Die Gäste hätten führen müssen. Und Schalke? Eine Flanke von Sascha Rieter fälschte Fabian Johnson (24.) gefährlich ab. Max Meyer (34.) versuchte sich aus der Distanz. Glück hatten die Gastgeber, dass Schiedsrichter Marco Fritz nach einem Rempler von Sead Koalsniac (11.) an Hazard nicht auf Strafstoß entschied.

"Ein kurioses Ergebnis", sagt Trainer Schubert

Auch die zweite Halbzeit begann mit Borussen-Überlegenheit - und dann kam alles anders. Leroy Sané luchste Havard Nordtveit den Ball ab. Seine Hereingabe nach Solosprint prallte zwischen Nordtveit und Hinteregger hin und her. Letztlich war der Österreicher für das kuriose Eigentor verantwortlich. Gladbach gab sich nicht auf und durch Christensens Treffer nach Vorarbeit von Stindl zum Ausgleich. Doch das Glück meinte es nur gut mit Schalke. Goretzkas Schuss wurde von Xhaka ins Gladbacher Tor abgefälscht. Zu allem Borussen-Unglück traf dann Raffael (89.) noch den Pfosten.

Über das Ergebnis kann der Trainer, André Schubert, von Borussia Mönchengladbach nur den Kopf schütteln: "Auf der Anzeigetafel steht 2:1 für Schalke, aber wir haben sie gerade in der ersten Halbzeit phasenweise schwindlig gespielt. Das Ergebnis ist schon sehr ärgerlich und kurios." Im Duell mit dem direkten Konkurrenten setzten sich die Königsblauen trotzdem durch. Sie sind nun auf Platz vier, Borussia Mönchengladbach rutscht auf Platz fünf ab.