FCB-Trainer van Gaal zeigt sich zufrieden mit dem 1:1 - und spendiert seiner Mannschaft zwei freie Tage. Und ein Noch-Leverkusener empfiehlt sich für die Bayern-Startelf.
Nach dem Spiel lächelte Franz Beckenbauer, nickte anerkennend und stellte fachmännisch fest: "Das verdient Respekt nach all dem, was vorher passiert ist."
Zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Bayerns Trainer Louis van Gaal. (© Foto: ddp)
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Diese Einschätzung ist absolut ernst zu nehmen, denn der Mann weiß, wovon er spricht. Beckenbauer spielt schließlich seit vielen Jahren selbst leidenschaftlich Golf, sein Handicap liegt derzeit laut eigener Aussage immerhin "bei 11,8 oder so". Nicht nur für den "Kaiser", auch für andere ausgewiesene Experten kam der hervorragende Auftritt von Tiger Woods bei dessen Comeback beim US-Masters unerwartet.
Nachlassende Kräfte
Schon eher hatte Beckenbauer mit dem gerechnet, was er am Samstag im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zu sehen bekam. Der Bayern-Präsident erlebte eine von den Mühen des Champions-League-Halbfinals in Manchester sichtlich angestrengte Münchner Mannschaft, die sich in ein 1:1 bei Bayer Leverkusen rettete.
"Die Bayern hatten viele einfache Ballverluste und viele unbedrängte Pässe zum Gegner - das ist ein Zeichen, wenn die Konzentration und die Kondition nachlässt", lautete Beckenbauers Fußball-Expertise.
Weil sie aber trotz ihrer Müdigkeit nicht verloren, sondern aufgrund der Schalker 2:4-Niederlage in Hannover bei vier noch ausstehenden Spielen mit zwei Punkten Vorsprung die Tabelle anführen und zudem noch in den beiden anderen Wettbewerben vertreten sind, hatte der Präsident für die Kicker sogar ein noch größeres Lob parat als für den weltbesten Golfer: "Was die Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat, ist phantastisch, da muss man den Hut vor ziehen."
Mit dieser Lesart zählte Beckenbauer zu einer von zwei Bayern-Fraktionen. Es gab die Zufriedenen und die Unzufriedenen.
Während etwa Trainer Louis van Gaal eingestand, Leverkusen hätte einen Sieg "mehr verdient als wir" und sich mit Resultat wie mit generellem Status Quo sehr einverstanden zeigte, beklagten andere eine verpasste Chance. "Wir hätten heute die Bundesliga entscheiden können", moserte beispielsweise Torschütze Arjen Robben. Sein Mitspieler Thomas Müller erinnerte an einen möglichen "Riesenschritt und vier Punkte Vorsprung", die die Bayern im Fall eines Sieges gehabt hätten.
Diese Sichtweise offenbart den Willen der Spieler, schnellstmöglich mit dem Sammeln von Titeln zu beginnen. Ein Sieg hätte ja nicht nur eine Vorentscheidung in der Bundesliga bedeutet, sondern den Bayern zudem die Möglichkeit zur Rotation und damit zu Verschnaufpausen vor den Halbfinalspielen gegen Lyon verschafft. Doch dafür kamen die gegen Ende arg erschöpften Gäste nicht wirklich in Frage.
Auch wenn Schiedsrichter Knut Kircher in der Nachspielzeit beim Foul von Hans Sarpei an Thomas Müller auf einen zweiten Strafstoß hätte entscheiden müssen: Bayer war einem Erfolg aufgrund der Mehrzahl an Torchancen näher.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich der an Bayer ausgeliehene Toni Kroos für einen Platz in der Stammelf von Bayern München empfahl.
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Freundschaft zwischen den Geschlechtern
Ein Zitat aus der Spiegel Online, stimmt mich sehr bedenklich: ... und dass Schiedsrichter Knut Kircher in der Nachspielzeit darauf verzichtete, einen Foulelfmeter (Hans Sarpei an Thomas Müller) für die Bayern zu pfeifen, war zwar nicht regelkonform, trug aber entscheidend zum gerechten Ausgang der Partie bei.
Es sei dahingestellt ob das 1:1 oder das 2:1 für die Bayern, dem Spielverlauf nach, gerechte wäre. Ansicht Sache. Aber: ein Schiedsrichter ist kein Gott und darf den Gott nicht spielen! Ein Schiedsrichter hat sich an die Regeln zu halten, egal bei welchem Spielstand und in welcher Spielminute.
Wenn das die Schule macht dann darf, in der Zukunft, ein Schiedsrichter darüber in der eigene Regie entscheiden was ein gerechtes Ergebnis ist und was nicht. Ohne Rücksicht auf die Regeln!
Prost, Mahlzeit.