Fußball Gericht wandelt Gefängnisstrafe für Messi in Geldbuße um

Ein Gericht reduzierte die Strafe für Lionel Messi.

(Foto: dpa)

Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Lionel Messi kommt mit einer reduzierten Strafzahlung davon. Karl-Heinz Rummenigge fordert eine stärkere Saison von Thomas Müller.

Fußball, Messi: Der fünfmalige Weltfußballer Lionel Messi muss wegen seiner Steuervergehen eine Geldstrafe von 252.000 Euro entrichten. Das zuständige Gericht in Barcelona wandelte am Freitag wie erwartet die Gefängnisstrafe gegen den Torjäger des FC Barcelona von 21 Monaten in eine Geldbuße um. Das Gericht kam damit der Forderung von Messis Anwälten nach, derzufolge ihr Mandant die kommenden 21 Monate 400 Euro pro Tag zahlen sollte. Am 24. Mai hatte der Oberste Gerichtshof Spaniens noch die 21-monatige Gefängnisstrafe gegen Messi, der am Mittwoch seinen Kontrakt bei den Katalanen bis 2021 verlängert hatte, noch bestätigt. Wie in Spanien üblich, hätte der Ausnahmekicker diese Haftstrafe von unter zwei Jahren aber nicht antreten müssen. In erster Instanz war der 29-Jährige zudem zu einer Geldbuße in Höhe von zwei Millionen Euro verurteilt worden, die zudem von Messi zu begleichen ist.

Messi und sein Vater Jorge, dessen 15-monatige Haftsstrafe ebenfalls in eine Geldstrafe (180.000 Euro) umgewandelt wurde, haben nach Auffassung des Gerichts über Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen.

Fußball, FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge setzt auf eine erfolgreichere Spielzeit von Fußball-Weltmeister Thomas Müller. "Er wird eine stärkere Saison hinlegen müssen", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München im "Münchner Merkur" (Freitag). "Die Konkurrenz auch auf seinen Positionen ist stark. Ich wünsche ihm eine starke Saison und viele Tore."

Nur fünf Ligatore standen 2016/17 in Müllers Bundesliga-Bilanz. Nach 20 Toren in der Spielzeit 2015/2016 und davor dreimal je 13 Toren blieb seine Ausbeute wie zuletzt 2012 (7 Treffer) wieder einstellig. Müller zählt nun zu den Bayern-Spielern, die von Anfang in die Vorbereitung starteten. Beim 4:1 im Freundschaftsspiel am Donnerstag in Wolfratshausen traf der Weltmeister gleich. Nach einer Daumen-Operation lief Müller mit einem bandagierten rechten Unterarm auf, nachdem er vor der OP schon ein halbes Jahr Probleme hatte. "Ich bin schon auf einem guten Weg, das ist bald wieder verheilt", sagte der 27-Jährige. "Ein Problem wird es nur, wenn ich irgendwie blöd drauf falle, das ist ein gewisses Berufsrisiko."

Fußball, EM: Nach anfänglichen Bedenken bewirbt sich die Stadt Dortmund nun als Spielort für die Fußball-Europameisterschaft 2024. Die Bewerbung sei auf dem Weg zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) nach Frankfurt, sagte ein Stadtsprecher am Freitag. Die Stadt hatte wegen Unklarheiten über die finanziellen Risiken ihre Bewerbung zunächst zurückgestellt.

Erst nach Gesprächen unter anderem mit dem DFB befürworteten Verwaltung und Politik die Bewerbung und stellten dafür in den vergangenen Tagen die Weichen. Dortmund erwartet bei einer EM-Beteiligung etwa 100 Millionen Euro Umsatz, unter anderem durch Touristen.Dortmund geht mit dem Signal Iduna Park, der Spielstätte des Bundesligisten Borussia Dortmund, ins Rennen. Das Stadion bietet bei internationalen Spielen knapp 66 000 Sitzplätze. Bis Montag können sich die Städte offiziell beim DFB bewerben.

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Der Verband will bis Mitte September zehn mögliche EM-Austragungsorte für seine Kandidatur auswählen. Der europäische Dachverband UEFA wird die EM 2024 dann im September 2018 vergeben. Neben Deutschland will sich auch die Türkei um die Ausrichtung der EM bewerben.

Basketball, Nowitzki: Dirk Nowitzki hat einen neuen Vertrag bei den Dallas Mavericks unterschrieben und wird als erst zweiter Spieler der Basketball-Profiliga NBA 20 Spielzeiten beim gleichen Klub verbringen. Das teilten die Mavericks am Donnerstag via Twitter mit. Los-Angeles-Lakers-Legende Kobe Bryant war bislang der einzige, der 20 Saisons beim gleichen Verein blieb. Über die Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart. US-Medien berichteten, dass Nowitzki einen mit zehn Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro) dotierten Zweijahresvertrag unterschrieben haben soll. Seine Option auf eine Verlängerung des bestehenden Vertrages mit dem 39-Jährigen um ein weiteres Jahr für 25 Millionen Dollar hatte Dallas nicht gezogen. Nowitzki hatte in der Vergangenheit für die sportliche Perspektive bereits mehrfach auf Millionen verzichtet. Die Rechnung ist bislang nicht aufgegangen: Seit dem Titelgewinn 2011 hat Dallas keine Play-off-Serie mehr gewonnen, in der vergangenen Saison verpassten die Texaner die Meisterrunde klar. Erst im März brach Nowitzki als erst sechster Spieler der NBA-Geschichte die Marke von 30.000 Punkten.

Fußball, Mario Götze: Der Weltmeister kann nach knapp einem halben Jahr Zwangspause am Freitag wie erhofft ins Training von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund einsteigen. Das bestätigte der 25-Jährige, der wegen einer Stoffwechselerkrankung zuletzt am 29. Januar eingesetzt wurde, am Donnerstag via Facebook. "Morgen kann ich in die 3. Phase meines Reha-Programms einsteigen. Das bedeutet: Mit meinen BVB-Teamkollegen den Leistungstest zu absolvieren und dann in den nächsten Tagen ins Training einzusteigen", schrieb Götze an seine 10,6 Millionen Follower bei Facebook.

Er habe "ein sportliches und medizinisches Reha-Programm über fünf Monate absolvieren müssen", erklärte Götze: "Ich bin echt auf einem sehr guten Weg. Ich freue mich unendlich, wieder auf dem Platz zu stehen und bald in unserem Tempel wieder Fußball spielen zu können."

Fußball, U19-EM: Die deutschen U19-Fußballer dürfen bei der Europameisterschaft in Georgien weiter auf das Halbfinale hoffen. Drei Tage nach dem Turnier-Fehlstart beim 1:4 gegen die Niederlande gewann das Team von Trainer Frank Kramer am Donnerstag in Gori gegen Bulgarien mit 3:0 (2:0). Für den ersten Sieg der DFB-Auswahl in der Gruppe B sorgten Etienne Amenyido (10. Minute), der bei seinem noch abgefälschten Schuss Glück hatte, sowie Kapitän Gökhan Gül (19.) und Sidney Friede (54.) jeweils per Foulelfmeter.

Kurz vor dem 2:0 sah der Bulgare Andrea Hristow nach einem Foul gegen Amenyido die Rote Karte, rund 75 Minuten lang musste das Team vom Balkan danach in Unterzahl spielen. Die Deutschen waren körperlich robuster und spielerisch überlegen, taten nach dem 2:0 aber zu wenig. Für die Bulgaren, die mit dem Schiedsrichter wegen eines nicht gegebenen Foulelfmeters haderten, war es die zweite Niederlage.

Ihr letztes Gruppenspiel bestreitet die U19-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes am Sonntag (18.00 Uhr) gegen die Engländer, die bisher beide EM-Partien gewonnen haben. Die beiden ersten Mannschaften der zwei Gruppen erreichen das Halbfinale. Das Kramer-Team strebt bei der Europameisterschaft den vierten EM-Titel nach 1981, 2008 und 2014 in dieser Altersklasse an.