Die Audi AG will sich offenbar beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München einkaufen. "Es könnte ein sehr guter Herbst für den FC Bayern werden", sagt Uli Hoeneß.

Der Autobauer aus Ingolstadt soll Interesse haben, einen Anteil von zehn Prozent an der FC Bayern AG zu erwerben. Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener Medien soll Audi rund 100 Millionen Euro für den Anteil zahlen. Der neue Millionen-Deal soll auf der Jahreshauptversammlung der Bayern im November offiziell verkündet werden.

Bundesliga: FC Bayern

In der Sommerpause gab es in der Münchner Arena den "Audi Cup", der FC Bayern spielte unter anderem gegen Manchester United. (© Foto: ddp)

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Uli Hoeneß dementierte die Berichte nach dem Spiel gegen Nürnberg nicht: "Ich nenne keine Namen, aber wir sind in sehr guten Verhandlungen mit der einen oder anderen Firma. Die einen gehen in die Kreditabteilung, wir sind da etwas findiger. Auch mit der Deutschen Telekom (Trikotsponsor, d. Red.) sind wir schon sehr weit, was eine Vetragsverlängerung angeht. Es könnte ein guter Herbst für den FC Bayern werden", sagte er.

Audi ist seit 2002 Sponsor bei Bayern München und stellt als Premium-Partner der Münchner für Profis und Verantwortliche die Dienstfahrzeuge. In der Sommerpause wurde bereits der Audi-Cup in der Arena abgehalten. Das bisherige Engagement soll einen Wert von rund fünf Millionen Euro haben. "Stellen Sie sich vor, was wir damit erreichen könnten", sagte Hoeneß. "Bisher sind wir davon ausgegangen, dass das Stadion in 18 Jahren abbezahlt haben. Nun sind wir ohne Partner und könnten in zehn Jahren schuldenfrei sein."

Vor sieben Jahren erwarb Adidas bereits zehn Prozent an den Bayern und zahlte dafür geschätzte 77 Millionen Euro zahlte. Der Verein hatte damals wegen des gut 300 Millionen teuren Baus der Allianz Arena seinen Fußball-Bereich in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt. Die FC Bayern AG kann maximal 49 Prozent der Anteile veräußern. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss allerdings ihr Okay zum Einstieg eines strategischen Partners geben.

Für Audi-Sprecherin Iris Altig sind das jedoch alles noch Spekulationen. Sie verwies auf die bestehende enge Partnerschaft des Ingolstädter Unternehmens mit Bayern München, sagte aber auch: "Es gibt immer wieder Überlegungen, wie diese Partnerschaft neu belebt werden kann." Dem Aufsichtsrat des Vereins gehört auch der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn, an. Audi gehört zum VW-Konzern.

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(sueddeutsche.de/jüsc/sid/aum)