Zwei Spiele, null Punkte, 2:5 Tore - viel schlechter konnte die Champions-League-Saison für Werder nicht beginnen. Die nächste Partie ist schon ein Endspiel.
Es sieht nicht gut aus für die Kantersieger des vergangenen Wochenendes. Nach nur zwei Spieltagen in der Gruppe C der europäischen Königsklasse finden sich die Norddeutschen auf dem letzten Tabellenplatz, was das Ende der Bemühungen um die internationalen Geldtöpfe bedeuten würde. Nach der blamablen 1:3-Heimpleite gegen Olympiakos Piräus, das den ersten Sieg im 46. Auswärtsspiel in der Champions League feierten, handelt es sich beim nächsten Gruppenspiel am 24.Oktober schon um ein kleines Finale: Siegt Werder zuhause auch gegen Lazio Rom nicht, gehen die Champion-League-Lichter wohl endgültig aus.
Werder-Trainer Thomas Schaaf, nachdenklich (© Foto: ddp)
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Dabei waren die Bremer durch Hugo Almeida (32.) in Führung gegangen und schienen lange auf dem Weg zum fest eingeplanten Sieg. Der Portugiese drückte eine Kopfballvorlage des Schweden Markus Rosenberg aus kurzer Distanz über die Torlinie. Der griechische Rekordmeister drehte die Partie aber durch Tore von Ieroklis Stoltidis (72.), Christos Patsaoglou (82.) und Darko Kovacevic (87.).
"Wenn man nicht die Zweikämpfe geht, hat meine keine Chance. Egal, ob in der Champions League oder in der Kreisklasse", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf: "Schon in der ersten Halbzeit war nicht alles super. Ich war froh, dass wir dennoch das 1:0 gemacht haben. Leider haben wir in der zweiten Hälfte die entscheidenden Zweikämpfe verloren."
Vor 37.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion waren die Gastgeber ohne zu überzeugen lange Zeit die überlegene Mannschaft. Die Hellenen erwiesen sich zwar als unbequemer und schwer zu spielender Gegner, doch taten die Gäste für die Offensive lange einfach zu wenig. Doch auch die Hanseaten konnten nicht an ihre 8:1-Gala in der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld anknüpfen.
Schaaf hatte sich kurz vor Spielbeginn endgültig dazu entschlossen, den seit Ende Juli wegen einer Knieverletzung pausierenden Torsten Frings auflaufen zu lassen. Der Nationalspieler enttäuschte zwar nicht, doch war ihm die lange Pause durchaus anzumerken, in Zweikämpfen agierte der 30-Jährige verhaltener als üblich. Ab der 63. Minute kehrte auch der ebenfalls lange an Kniebeschwerden laborierende Tim Borowski in das Team des Bundesliga-Fünften zurück.
Torschütze Almeida hätte durch einen weiteren Treffer für eine frühe Vorentscheidung sorgen können. In der 6. und 53. Minute scheiterte er jeweils freistehend an Olympiakos-Torhüter Antonios Nikopolidis. In der 11. Minute wurde sein gefährlicher Schuss in letzter Sekunde zur Ecke abgeblockt. Aber auch der griechische Meister kam speziell in der Schlussphase zu einigen gefährlichen Attacken und verdiente sich damit durchaus den Sieg.
Almeida sowie der Däne Daniel Jensen waren die stärksten Akteure bei den Norddeutschen. Aus dem Team des griechischen Meisters ragten Luciano Galletti sowie der ungemein quirlige Angreifer Lomana Lualua heraus.´
(sueddeutsche.de/sid)
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Berliner Zeitung
Ich glaube nicht, dass es fehlendes internationales Format ist, schon gar nicht gegen die Griechen.
Wie oft gewann denn Olympiacos gegen eine deutsche Mannschaft, wie oft kamen die überhaupt ne Runde weiter.
Das Problem liegt wohl wirklich an der Einstellung und, dieses Jahr, am Verletzungsproblem.
Wobei ich ja schon schrieb, dass ich den Bremern mit der Mannschaft vom Wochenende mehr Chancen eingerechnet hätte.
Jahr um Jahr schafft es Bremen nicht, international mitzuspielen. Diese peinliche Vorstellung gegen Paläolytikum hat dies nach der Blamage letzte Saison gegen eine durchschnittliche spanische Mannschaft erneut bewiesen. Oder muss man einfach die Ansprüche niedriger schrauben? Man hatte zu keiner Zeit den Eindruck, die Griechen würden sich sonderlich bemühen gegen Bremen. Glückstage wie gegen Bielefeld können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bremen, ebenso wie die "Hure der russischen Gasmafia", Schalke, oder der Zufallsmeister Stuttgart, in der Championsleague auch dieses jahr wieder in der ersten Phase ausscheiden.
Wenigstens haben sich im UEFA-Cup die deutschen Mannschaften, wenngleich allesamt wenig überzeugend, durchgebissen.
Ich würde mich nicht als BVB Fan bezeichnen, da es mir schwerfällt, Fan einer Mannschaft zu sein, die aus so vielen Leuten besteht, die ich nicht leiden kann.
Das gilt für jede Mannschaft und wäre für mich nur zu beheben, wenn ichs wie Abramowitch machen würde. Ich bin Fan gewisser Spieler, Trainer und Manager und des Sports an sich, aber Fan einer Mannschaft zu sein aus einer Stadt, mit der ich nichts zu tun hab, ist wie einen Namen ohne dazu gehöriges Gesicht anzubeten.
Ich sympatisiere mit manchen Mannschaften, weil mir ihre Arbeit, ihr Stil gefällt, mehr aber auch nicht.
Kampfsport ist da eher mein Gebiet, ein Typ, ein Stil und man weiß, was man hat.
Die Bremer haben am Samstag mit wunderschönen, begeisternden Toren einen ganz tollen und wichtigen Sieg feiern können. 8 : 1 gegen einen direkten Mitkonkurrenten der Bundesliga um die Meisterschaft!
Leider haben sie in diesem überaus bedeutenden Spiel so viel Kraft gelassen, dass die Nebensache CL etwas schwieriger wurde. Schade, wirklich.
Und DAS ist was, was ich nicht verstehe. Man weiß es natürlich nicht, ich genau so wenig wie irgendein anderer hier. Aber wäre es nicht vielleicht sinnvoll gewesen, gegen Bielefeld nach einer sicheren Führung einen Gang runter zu schalten und sich auf das Spiel gegen Piräus etwas mehr zu konzentrieren und die Kräfte zu schonen? Auch wenn man als Bremer den FCB quasi reflexmässig ablehnt, muss man ja sagen, dass die Bayern genau dieses Spiel seit Jahren recht gut beherrschen. Ich hatte gestern im Gegensatz zu Herrn Rethy niemals das Gefühl, dass da ernsthaft was passieren konnte - trotz des Grottenkicks. Und was soll immer wieder das Gejammer über die finanzstarken Bayern, wenn dann letztendlich ein 17-jähriger A-Jugend-Spieler und ein Spieler aus der zweiten Mannschaft die einzigen Alternativen im Angriff sind, die noch auf der Bank sitzen? Bremens Verletzungspech in allen Ehren, aber Bayern war ja nun auch nicht gerade vom Glück verfolgt. Verletzte und Kranke Bayern: Kahn, Sagnol, Lahm, Klose, Podolski, Schlaudraff, Toni. Alle diese Saison - auch nicht gerade wenig, oder?
Naldo? Klose hat sich bei der letzten missglückten Schwalbe das Knie verdreht. Hab ich genau gesehen. So 'ne Weichpille ... :D
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